Die Playlist für den April ist fertig! Das ging ganz schön schnell, oder? Man kann wirklich kaum glauben, dass schon wieder ein Monat vorbei ist.

Zusammen mit Matze und Valentin habe ich wieder 12 ganz besonders starke Songs zusammengetragen. Bei unserer Auswahl haben wir uns in den verschiedensten Genres ausgetobt – Es werden also nicht nur Post-Rock Fans glücklich. Die Stücke laden Euch dazu ein, Euch von Zeit zu Zeit ein bisschen davon zu träumen. Ihr werdet sehen – das klappt wunderbar. Setzt einfach Eure Kopfhörer auf, macht es Euch gemütlich und schon kann es losgehen.

Wir wünschen Euch mit diesen ganz besonderen Liedern einen schönen Start in die sonnige Zeit des Jahres. Macht das Beste draus. Ihr wisst, am besten funktioniert das mit Musik. Unter unseren Lobhudeleien und den Videos findet Ihr wie gewohnt ganz unten die Playlisten für iTunes uns Spotify. Viel Spaß beim Hören!

SOM – „Awake//Sedate“ von der EP „Awake“

Los geht es mit wunderbar traumhaftem Shoegaze Sound von SOM. Ihr neues Album „Awake“ ist gerade erschienen – genau im richtigen Moment würde ich sagen. Ich mag es sehr, es begleitet mich jetzt schon seit einigen Tagen. Hört es Euch an, Ihr werdet begeistert sein. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack für Euch. Aufgenommen wurde die Platte übrigens in präziser Remote-Arbeit während der ersten Quarantäne-Phase im Jahr 2020. Will Benoit hat das Ding im Radar Studio in Clinton, CT abgemischt.

A Winged Victory For The Sullen feat. Adam Bryanbaum Wiltzie & Dustin O’Halloran – „So That The City Can Begin To Exist“ vom Album „Invisible Cities“

Auch AWVFTS aus Belgien haben eine neue Platte für uns! Auf ihrem spektakulären Meisterwerk liefert das Duo zeitgenössischen Ambient von der besonderen Art. Dustin O’Halloran und Adam Wiltzie haben in der Vergangenheit bereits fantastische Filmmusik gemacht und gemeinsam einiges auf Erased Tapes und Kranky veröffentlicht. „Invisible Cities“ ist die fünfte Veröffentlichung unter dem Namen A Winged Victory For The Sullen. Bitte damit weitermachen Adam und Dustin! Wir wollen mehr davon!

PJ Harvey – „Good Fortune“ (Demo) vom Album „Stories From The City, Stories From The Sea – Demos“

PJ Harvey tut das, was sie immer tut: Sie ist grandios und liefert genau das ab, was ich mir wünsche und insgeheim schon immer am liebsten selbst erschaffen würde – rohe und echte Musik voller Gefühle. Ihr aktuelles Album ist eine Aneinanderreihung genialer Demo-Aufnahmen ihrer Songs von ihrem im Jahr 2000 veröffentlichten Album „Stories From The City, Stories From The Sea“ und mal wieder macht sie alles richtig. Ich finde es übrigens vollkommen in Ordnung in der momentanen Zeit neu entdeckte Demoversionen zu veröffentlichen. Weil wir im Moment alle Glück gebrauchen können, habe ich für Euch „Good Fortune“ ausgesucht. Viel Freude damit. Btw: Wusstet Ihr eigentlich, dass PJ 2015 einen Gedichtband veröffentlicht hat? Ihr solltet ihn lesen!

Death From Above 1979 – „One + One“ vom Album „Is For Lovers“

Death From Above sind wieder da und ich fühle mich in den Sommer 2004 zurückversetzt. Ich stolpere über den schlammigen Boden des Southside Festivals und alles ist einfach nur gut. Unbeschwert, locker und irgendwie ziemlich krass. Die Kanadier haben es immer noch total drauf. „One + One“ ist die erste Vorauskopplung ihres bald erscheinenden neuen Albums „Is For Lovers“ (Das erste seit „Outrage! Is Now“ von 2017), das ich sehnsüchtig erwarte.

Tomahawk – „Business Casual“ vom Album „Tonic Immobility“

Mike Pattons Projekt Tomahawk war schon immer alles außer einseitig. Auch die neue Platte ist ein bunter Flickenteppich aus wilder Punk-Attitüde und unglaublich durchdachter Rhythmik. Abgefahren und großartig. Helmet Drummer John Stanier hat einen guten Teil dazu beigetragen, dass diese Platte eine von den ganz großartigen geworden ist. Duane Denisons (The Jesus Lizard) Gitarrenspiel ist auch nicht von schlechten Eltern und Free Jazzer Trevor Dunn (u. a. Mr. Bungle) weiß auf jeden Fall nach wie vor, wie man mit einem Bass umgeht.

Mogwai — „Fuck Off Money“ vom Album „As The Love Continues“

Matze:

„Seit November haben wir schon gespannt auf dieses Album gewartet. Jetzt stellt sich heraus, dass die damals erschienene Vorab-Single „Dry Fantasy“ sogar einer der „mittelmäßigen“ Songs auf der Platte ist. „As the Love Continues“ ist definitiv ein heißer Kandidat für die Platte des Jahres. Und „Fuck Off Money“ ist der Signature Song – typisch Mogwai schraubt er sich langsam hoch und explodiert dann in einem großen Finale, das live sicher wieder die Dezibel Rekorde brechen wird.“

Gojira — „Born For One Thing“ (Vorauskopplung vom Album „Fortitude“)

Matze:

„Fünf lange Jahre müssen wir nun schon seit dem Meisterwerk „Magma“ warten. Bis auf die Single „Another World“ von 2020 kam seither nichts von Gojira. Doch jetzt gibt es endlich frisches Material und das neue Album ist auch in Sicht. Sie wird Ende April erscheinen. Die aktuelle Single „Born For One Thing“ bringt den gewohnt harten Thrash mit der bekannten Mischung aus metallischen Drums und Gitarren und dem typischen harten, melodisch-monotonen Gesang.“

Long Distance Calling – „Black Shuck“ von der EP „Ghost“

Matze:

„Nach Ihrer LP von 2020 legen die Münsteraner für mich völlig unerwartet schon wieder nach – Corona macht’s möglich? Es fühlt sich gerade so an, als würde gerade ein Release-haltiges Zeitalter anbrechen. ‚Ghost‘ klingt insgesamt roh, aber sehr vielseitig und manchmal experimentell und hat zum Beispiel auch einige elektronische Momente. „Black Shuck“ ist meiner Meinung nach der beste der sechs neuen Stücke von Long Distance Calling. Er greift einige Horror-Elemente auf und kommt mit einem sehenswerten passenden Video.“

Årabrot – „Hailstones For Rain“ (Vorauskopplung vom Album „Norwegian Gothic“)

Matze:

„Ich gebe zu, dass ich dem (inzwischen zum Duo gewordenen) Projekt Årabrot bisher noch nicht die verdiente Aufmerksamkeit geschenkt habe. Die Musik schwankt abwechslungsreich zwischen Goth, Doom und Post-Punk. Die neue Single, ein Vorbote aus dem am 9. April erscheinenden Album, passt auch genau auf diese Beschreibung. Bitte unbedingt das abgefahrene Video ansehen – gäbe es eine Netflix Serie in dem Stil, würde ich sofort einschalten.“

Chevelle – „So Long, Mother Earth“ vom Album „Niratias“

Valentin:

„Ich hatte zwar schon ‚Self Destructor‘ in unsere vorletzte Liste gepackt, noch bevor das neue Album da war, muss Chevelle allerdings diesen Monat nochmal würdigen. „So Long, Mother Earth“ ist ein riesen Song (der mich persönlich ein bisschen an Muse erinnert) von einem insgesamt unglaublich starken und zugleich düster-nachdenklichen Album, für das ich wohl noch ein bisschen Zeit brauche.“

Nick Cave & Warren Ellis – „Carnage“ vom Album „Carnage“

Valentin:

„Richtig gute Musik kommt diesen Monat auch wieder von Nick Cave. Sein neues Album ‚Carnage‘ hat er nur mit Warren Ellis aufgenommen und nicht den ‚kompletten Bad Seeds‘. Ich denke, dass das vermutlich auch der Lockdown-Situation geschuldet ist. Nick Cave und Warren Ellis kennen sich allerdings schon in und auswendig und haben auch schon wunderbare Soundtracks miteinander gemacht – zum Beispiel für den australischen Western ‚The Proposition‘. Ich habe mich für den Titeltrack des Albums entschieden, bei dem auch endlich mal wieder ein Chor mit dabei ist.“

Michael Kiwanuka – „Solid Ground“ vom Album „Kiwanuka“ (2019)

Valentin:

„Den Abschluss soll dieses Mal dieses sehr melancholische und intensive Stück von Michael Kiwanuka aus London machen. Er fesselt einen mit seiner starken Stimme. ‚Solid Ground‘ stammt von seinem 2019er Album ‚Kiwanuka‘. Das wunderschöne Video hat er im Victoria and Albert Museum in London aufgenommen. In in Spotify und iTunes Playlisten könnt Ihr die Studioaufnahme hören.“

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