Am 20. März geht der Frühling los. Um uns darauf einzustimmen, haben wir eine Musikliste mit 12 wunderbaren Songs zusammengestellt, die jetzt genau das Richtige sind.

Post-Rock, Post-Metal, Post-Punk und Post-Winter. Es geht los! Die ersten Schneeglöckchen sprießen schon! Musikalisch untermalt wird das von 12 genialen Projekten aus den verschiedensten Genres. Die Songs habe ich wie immer gemeinsam mit Matze und Valentin rausgesucht, die mich in einer anderen Zeit regelmäßig zu Konzerten begleitet haben.

MusiklisteKocht Euch am besten einen Kaffee oder macht Euch ein Bierchen auf, setzt die Kopfhörer auf die Ohren, macht es Euch gemütlich und genießt den Sound. Ganz unten findet Ihr natürlich wie gewohnt wieder die praktischen Playlists für Spotify und iTunes.

Cult Of Luna – „Insight Of A Dream“ vom Album „Raging River“

Matze:

„Wir sind alle drei große Cult of Luna Fans. Die neue EP musste ich gleich am Tag der Bekanntgabe durch die Band vorbestellen. Inzwischen ist sie angekommen und dreht hier Abend für Abend ihre Runden. „Inside of a Dream“ ist für mich nicht unbedingt typisch Cult of Luna. Nicht nur durch die Kollaboration mit einem weiteren „alten Bekannten“ namens Mark Lanegan ist hier auf jeden Fall eine Erwähnung wert.“

Mono & Platinum Anniversary Orchestra – „Meet Us Where The Night Ends“ – Vorauskopplung vom Live-Album „Beyond the Past“

Matze:

„Unsere gemeinsame Lieblings-Band aus Japan Mono wird vermutlich bald ein monumentales Live-Album abliefern. Gerüchteweise können wir darauf viele spannende Gastmusiker⋆innen erwarten – von Envy und Boris über langjährige Weggefährten wie Jo Quail und A.A. Williams bis hin zu Überraschungen wie Alcest. Ich bin froh, jetzt schon in die Platte reinschnuppern zu dürfen. Meine Empfehlung für Euch: Genießt schon mal ‚Meet us Where the Night Ends‘ und tut Euch mit dem Triple-Gatefold-40-Seiten-Photo-Book-Album etwas Gutes. Vorbestellungen sind ab sofort möglich.“

Unkle – „Do Yourself Some Good“ (Single)

Valentin:

„Ich habe diesen Monat zwar umzugsbedingt nur einen Song, aber der ist der sehr positiv und für den Künstler James Lavelle (UNKLE) fast ein Gute-Laune-Stück. Nach sechs Alben, bei denen beim allerersten auch noch DJ Shadow dabei war und mehreren Live-Platten, Remix-Alben und EPs hat sich Lavelle während der Lockdowns mit einem Mixtape beschäftigt. Live-Shows waren ja leider nicht möglich. Es nennt sich „Rōnin“, wird in zwei Teilen veröffentlicht und beinhaltet neue Tracks und „neugestaltete“ Songs von den „The Road“-Alben. Der erste Teil erscheint am 26. März und der zweite zu einem noch unbestätigten Datum. Den Track „Do Yourself Some Good“ können wir bereits jetzt schon hören. Ich finde, er macht passend zum Titel richtig gute Laune.“

Baulta – „Third“ vom Album „Another Second Chance“

Endlich gibt es wieder was von Baulta. Das finnische Quartett wird spätestens seit dem letzten DUNK! Festival hoch gehandelt. Auf „Another Second Chance“ bringt die Band tiefe Emotionen zum Ausdruck – leise Klaviersequenzen und Sound-Ozeane eingeschlossen. Falls Ihr Baulta noch nicht kennt, ist „Third“ ein guter Einstieg.

Free Dust & M Sage – „Early Grey“ vom Album „Woo’d Early“

Matthew Sage aka M. Sage beschäftigte sich ein knappes Jahr lang mit dem Katalogisieren von Aufnahmen, die er nur mit einer geschickt eingesetzten E-Gitarre und ein paar Pedalen kreiert hatte. Aufnahme und Mix bewerkstelligte M Sage mithilfe eines 4-Spur-Geräts. Auf aufwändige Studiotechnik und Computerbearbeitung verzichtete er dabei ganz bewusst. Er wollte sich selbst eine Atempause gönnen und den Sound sich selbst entfalten lassen. Über das Jahr 2018 verteilt veröffentlichte er aus diesem Herzensprojekt immer wieder Downloads, die er anschließend bei seinem inzwischen aufgelösten Label Patient Sound als Doppel-CD unter dem Namen „Archive“ veröffentlichte.

Jetzt ist im in Zusammenarbeit mit Past Inside The Present ein neuer Coup gelungen: Die erste LP des Projekts enthält eine neue Sammlung von Free Dust Material. Woo’d Early ist für ihn ein prägnanter Gegenentwurf zu „Archive“. Die Aufnahmen erfolgten unter denselben Bedingungen wie beim Vorgänger in den frühen Morgenstunden des Spätsommers und Frühherbstes 2019. Erschienen ist das Ding am 29. Januar 2021.

Origamibiro – „Fracture“ vom Album „Miscellany“

Origamibiro kehren nach einer fast sechsjährigen Pause zurück. Das audiovisuelle Trio hat mit „Miscellany“ die Musik im Gepäck, die sich seit der Veröffentlichung von „Odham’s Standard“ im Jahr 2014 angesammelt hat. Was sich ein bisschen nach „auf dem Dachboden gefunden“ anhört, klingt kein bisschen staubig. Ganz im Gegenteil: Der frische Wind, den Origamibiro in die Musikwelt pustet, wird uns sicher allen gut bekommen. Erschienen ist die Platte bei Denovali Records.

Crown – „Illumination“ vom Album „The End Of All Things“

The Quietus schreibt:

„The End Of All Things“ ist für CROWN das, was Kid A für Radiohead war: ein Album, das niemand von ihnen erwartet hat.“

Was mir als Erstes aufgefallen ist, ist die wunderbar düstere Stimmung. Die Dark Wave, Industrial und Schranz-Anleihen sind herrlich rostig und vermitteln ein Gefühl von Kälte. „The End Of All Things“ ist der Soundtrack für die Apokalypse. Dabei wirkt die Platte keineswegs überladen oder übertrieben. Ganz im Gegenteil: Crown bleiben schön auf dem Teppich. Auf ihre ganz persönliche schrille, glänzende und manchmal überirdische Weise.

Das Duo, das Ihr hier hört, ist übrigens durchaus hochkarätig: David Huster hat als Produzent, Studiomusiker und Tontechniker bereits mit Depeche Mode und anderen Größen zusammengearbeitet. Sänger Stéphane Azam ist seit langen Jahren als Live-Tontechniker mit Alcest unterwegs.

Kokomo – „Sterben am Fluss“ vom Live Album „In The Era Of Isolation: Live At Kulturkirche Liebfrauen“

Kokomo haben während einer Live Session in der Liebfrauen Kulturkirche zu Duisburg einige ihrer besten Songs eingespielt. Das Ergebnis kann sich hören lassen. Für unsere Liste habe ich mein Lieblingsstück „Sterben am Fluss“ ausgesucht. Ich finde, es passt einfach hervorragend. Die Duisburger spiegeln die Stimmung der aktuellen Zeit gekonnt wider und können dabei mit ihren Vorbildern von Caspian und Maybeshewill durchaus Schritt halten.

Johan G. Winther – „Blacken the World“ – Vorauskopplung vom Album „The Rupturing Sowle“

Matze:

„Der Göteborger Musiker Johan Gustavsson oder Johan G. Winther ist in Post-Rock und Black Metal/Blackened Hardcore Kreisen kein unbeschriebenes Blatt. Ich habe sein neues Stück als Geheimtipp im Pelagic Records Newsletter entdeckt. Das Stück vereint ein außergewöhnliches, treibendes Percussion-Gerüst mit düsteren, stimmungsvollen Banjo- und Cello-Melodien. Ich habe gleich mal den kompletten Back-Katalog durchgehört und bin gespannt auf das neue Album.“

Olly Steele & Ian Kenny – Try (Single)

Matze:

„Karnivool kennt Ihr noch, oder? Ich warte schon seit Jahren auf ein neues Album der genialen Prog-Rocker aus Australien. Dieser Song hier erinnert mich zu 100 Prozent an ihren Stil – der Rhythmus, die Komplexität und vor allem auch die Stimme könnten komplett einer Karnivool-Platte entsprungen sein. Das hat damit zu tun, dass Monuments Gitarrist Olly Steele sich für dieses Projekt Karnivool Sänger Ian Kenny ins Boot geholt hat. Ich hoffe auf mehr, konnte aber bisher nur dieses eine Stück in den Tiefen der Streaming-Dienste finden.

The Armed – „All Futures“ – Vorauskopplung vom Album „Ultrapop“

Matze:

„Um ehrlich zu sein, kannte die Detroit Hardcore Band The Armed noch nicht. Ich weiss auch nicht mehr, wie ich auf diese Single gekommen bin. Als ich mir die Vorauskopplung zum ersten Mal anhörte, erinnerte mich vieles an die schnelleren Nine Inch Nails Songs – vielleicht in Kombination mit einem Hauch Converge. Mein Fazit: Es lohnt sich, mehr von The Armed zu hören.“

King Gizzard And The Lizard Wizard – „O.N.E“ (Single)

Matze:

„Ich habe weder zum Titel, noch zum Veröffentlichungsdatum eines neuen King Gizzard Albums etwas gefunden. Frontman Stu kommentierte nur kurz ‚ihr wisst alle, wie es heißen wird‘. Inzwischen gibt es zwei Vorauskopplungen. O.N.E. ist (wie gewohnt muss man schon fast sagen) anders als älteres King Gizzard Material. Zitate von arabischer Musik mischen sich mit Elektronic und Stoner Gitarren.“

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