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    Die September-Playlist

    Ausgewählte Musik von Ranges bis Jerry Cantrell

    Beitrag von Anne
    31.08.2021 — Lesezeit: 4 min

    Die September-Playlist ist fertig. Ihr findet darin 12 ganz besondere Songs, die Euch die nächsten vier Wochen hoffentlich versüßen werden – egal wie das Wetter draußen ist.

    Neben fantastischen Neuheiten von Ranges, Trent Reznor und Thrice, von denen Ihr vielleicht schon gehört habt, haben Valentin, Matze und ich auch ein paar echte Überraschungen für Euch vorbereitet. Viel Freude damit! Weiter unten findet Ihr wie gewohnt die fertigen Listen zum Abspielen bei iTunes und Spotify.

    Ranges – "Deluge" vom Album "Cardinal Winds"

    Ranges haben es dieses Mal wirklich spannend gemacht mit ihrem neuen Album. Im Vorfeld der Veröffentlichung von "Cardinal Winds" letzten Freitag hat die Band immer wieder Singles veröffentlicht, die sich nun zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügen.

    Geschrieben und aufgenommen haben Ranges die neuen Stücke im Winter 2020 und Frühjahr 2021 im A Thousand Arms Studio in Bozeman. Chris Common hat das Werk anschließend in El Paso gemixt und gemastert. Die Vinyl-Edition stammt von DUNK!pressing. Hört unbedingt rein und lasst Euch davontragen – Für mich ist "Cardinal Winds" mal wieder ein Meisterstück seiner Klasse.

    Shy, Low "Helioentropy" (Single)

    Nach "Hiraeth" von 2015 und der "Burning Day" EP (und einem Holy Fawn Remix im Juli) gibt es endlich wieder neue Musik von den wunderbaren Shy, Low. Die neue Single "Helioentrophy" jagt beim Hören einen verzauberten Schauer über den Rücken. Das Stück ist übrigens die Vorauskopplung der EP "Snake Behind The Sun", die für den 8. Oktober angekündigt ist. Für Fans von kinematischem, energiegeladener Post-Rock, der von starken Kontrasten geprägt ist.

    Annihilus – "The Grand Illusion" vom Album "Follow A Song From The Sky"

    Für seine neue Platte hat der Chicagoer Musiker Luca Cimarusti aka Annihilus sich eine Menge toller Künstler⋆innen ins Boot geholt. "The Grand Illusion" ist der düstere und tiefgründige Auftakt eines großartigen Albums. Für Fans von emotionsgeladenem (Post-)Black Metal

    Unreqvited – "Autumn & Everly" vom Album "Beautiful Ghosts"

    Unreqvited Gründer 鬼 (Das bedeutet übrigens soviel wie "Geist") hat sich mit dem neuen Album "Beautiful Ghosts" an das von Metal Bands gemiedene Thema Liebe herangetraut. Was soll man sagen? Das war definitiv kein Fehler. Herausgekommen ist eine spannende Platte, mit der uns der Multi-Instrumentalist zeigt, dass die Basis aller Pop-Songs längst nicht nur Rosen und Zuckerwatte bedeutet. Auf "Beautiful Ghosts" gibt es dennoch ein paar leichte und luftiger Passagen (inklusive cleaner Vocals!), als auf den Vorgänger-Werken. Zu seinen Wurzeln kehrt 鬼 dennoch in jedem Song zurück. Ich habe Euch mal "Autumn & Everly" rausgesucht. Dass es der perfekte Einstieg ist, hat sich bestimmt auch 鬼 gedacht, sonst hätte er das Stück sicher nicht an den Anfang seines Albums gesetzt.

    Für Fans von atmosphärischem Black Metal, Black Gaze, Post-Metal und allen Arten nachdenklicher Musik.

    Danny Elfman & Trent Reznor – "True" (Single)

    Valentin:

    "Diesen Monat stelle ich gleich zwei Songs von Lieblingskünstler⋆innen aus meiner Plattenkiste vor. Der erste kommt von Trent Reznor. Er hat sich für "True" mit Danny Elfman, den wir von seiner herausragenden Filmmusik für zahlreiche Hollywood-Filme (unter anderem "Batman" und "Mission: Impossible") kennen, zusammengetan.

    Auch Trent Reznor, den wir hauptsächlich durch Nine Inch Nails kennen, hat in den letzten Jahren (oft gemeinsam mit Atticus Ross) viele Soundtracks geschrieben und dadurch die moderne Filmmusik auf ein neues Level gehoben – nicht ohne Grund gab es dafür schon zweimal den Oscar.

    Danny Elfman hat im Juni sein zweites Soloalbum "Big Mess" veröffentlicht. Es geht sehr in Richtung Industrial – ich kann es Euch sehr empfehlen. Auch "True" ist auf der Platte zu finden – in einer Version nur mit Dannys Stimme. Ich bin ja der Meinung, dass Trent da irgendwie noch gefehlt hat. Als Duett klingt der Song einfach noch ein gutes Stück düsterer und kraftvoller."

    Leprous – "The Silent Revelation" vom Album "Aphelion"

    Matze:

    "Einar Stolberg hat seine Stimme auf klassische Art trainiert, was ihn dennoch mit Claudio Sanchez von Coheed & Cambria, die Ihr weiter unten in der Liste findet, verbindet, ist dass er sich beim Singen eher der höheren Oktaven bedient. Das Album der Prog-Rocker aus Norwegen ist vielseitig. Es reiht sich perfekt in die Riege neuer europäischen Prog Bands wie Riverside und Pineapple Thief ein und holt das Genre einen weiteren Schritt heraus aus dem härteren, progressiven Metal seiner Ursprünge."

    Freindz – "Dopine" vom Album "High Time is Babylon"

    Matze:

    "Unsere alten Freunde sind zurück. Wer wie ich in den 00er Jahren hoffte, dass die Musikkultur in Deutschland vielleicht doch endlich durchstartet und voll auf Bands wie Blackmail und die Beatsteaks gesetzt hat, wird sich freuen. Der ehemalige Blackmail Sänger Aydo Abay und Teile der Beatsteaks haben sich getroffen, um ein Album aufzunehmen, das mich voll in dieses goldene Zeitalter zurückversetzt. Für mich ist "High Time is Babylon" bis jetzt das beste Alternative Album des Jahres. "Dopine" startet im getragenen Walzertakt und baut sich zu einem schönen Instrumentalpart auf. Auf dieser Platte findet Ihr das Beste von beiden Bands."

    The Kings of Frog Island – "Welcome To The Void" vom Album "II"

    Valentin:

    "Jetzt mal zu einem echten "Schmankerl", dass ich durch den Soundtrack der Serie "The Rookie" entdeckt habe. Bei The Kings of Frog Island handelt es sich um eine Stoner Band aus dem britischen Leicester. Insgesamt hat die Gruppe bereits sieben Alben veröffentlich. "Welcome To The Void" stammt vom zweiten. Ich finde, das Stück rockt ziemlich heftig. Mich hat er daran erinnert, wie sehr ich Bands wie Kyuss & Co. liebe."

    Jerry Cantrell – "Atone" (Vorauskopplung vom Album "Brighten")

    Valentin:

    Und hier ein Song von Jerry Cantrell von Alice in Chains – er hat für mich eine der besten Stimmen in der Rockmusik. Nach den beiden Soloalben von 1998 und 2002 hat er mal wieder eine Single rausgebracht. "Atone" ist die Vorauskopplung zum im Oktober erscheinenden neuen Album "Brighten". Ich würde sagen: Die Gänsehaut ist vorprogrammiert!

    Thrice – "Robot Soft Exorcism" (Vorauskopplung vom Album "Horizons/East")

    Matze:

    "Thrice haben schon viele Highlight-Titel (und Alben!) in meine Sammlung gelegt. In letzter Zeit fand ich sie etwas schwächer, doch jetzt melden sie sich wieder mit etwas ganz Neuem zurück – zwei vielversprechende Singles gibt es schon. "Robot Soft Exorcism" ist die etwas untypischere der beiden. Dennoch enthält sie alles, was wir an Thrice so lieben – die perfekte Balance zwischen ausdrucksstarker Stimme, Instrumentalkunst und Dramaturgie"

    Soen – "Antagonist" vom Album "Imperial"

    Valentin:

    Auch dieser Song ist wie der von The Kings of Frog Island zwar keine Neuerscheinung, ich möchte ihn Euch dennoch dringend ans Herz legen. Falls Ihr Soen noch nicht kennt: Es handelt sich um eine progressive Metal Band von internationalem Rang, der unter anderem ex Opeth Drummer Martin Lopez angehört. "Antagonist" stammt vom fünften Album "Imperial", dass im Januar diesen Jahres erschienen ist. Für mich ist es ein sehr gutes Beispiel für die großartige Musik der Band, in die man sich wunderbar vertiefen kann. Tool-, Porcupine Tree- und Opeth-Fans haben hier ihre Freude!

    Coheed & Cambria – "Shoulders" (Vorauskopplung vom kommenden Album)

    Matze:

    An Coheed & Cambria scheiden sich die Geister – Claudios Stimme rangiert von Comic bis Rush. Für mich ist das nur ein weiterer Pluspunkt für die Band – ich bewundere sie seit der ersten Platte im Jahr 2001. Auch das neue Up-tempo-Stück "Shoulders" hat es wieder ganz schön in sich. Coheed & Cambria führen mit ihrer neuen Platte außerdem ihr Science-Fiction Story Konzept weiter. Für mich, als Fan von Prog und SciFi, ist das natürlich die perfekte Kombination.

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