Es ist wieder so weit. Die Musikliste für den nächsten Monat ist fertig. Wie schnell dieser musikalische Sommer doch vergeht, oder? Und das ganz ohne Festivals und Konzerte. Neue Musik gibt es ja glücklicherweise trotzdem.

MusiklisteMatze, Valentin und ich haben wieder 12 ganz besondere Stücke für Euch ausgesucht. Natürlich haben wir uns auch wieder an den verschiedensten Genres bedient. Von Ambient und Post-Rock über Metal bis hin zu Prog ist einiges mit dabei. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Hören. Die Playlisten für Spotify und iTunes findet Ihr wie immer ganz unten. Eröffnen möchte ich die Liste heute gerne mit einem Zitat.

Kennt Ihr das auch von Konzerten? Diese wunderbare ruhige Stelle in Eurem Lieblingslied ist gekommen und plötzlich fangen alle um Euch rum an zu schreien? Ihr seid nicht alleine.

„Der schnellste Weg, ein Publikum zum Krakeelen zu bringen, ist etwas Leises zu spielen. In dem Moment, in dem der Druck und der Geräuschpegel niedriger liegen, als die Todesangst, fangen sie an zu brüllen“

– Frank Zappa

Und jetzt: Psst! Es geht los!

Crippled Black Phoenix – Cry Of Love (Vorauskopplung vom Album „Ellengæst“)

Den Auftakt machen dieses Mal Crippled Black Phoenix mit „Cry Of Love“. Matze hat die Anmoderation dazu verfasst.

„Für mich stehen in diesem Jahr noch zwei Highlights an, in die ich große Erwartungen stecke. Die neue Platte von The Ocean (die Vorauskopplung daraus konnten wir schon letzten Monat bestaunen) und „Ellengæst“ von CBP. ‚Cry Of Love‘ ist ein treibendes Stück zwischen Alternative und Prog. Perfektioniert wird das Ganze vom unprätentiösen und zugleich perfekten Gesang des Gastsängers Ryan Michael Patterson von Fotocrime. Dieser lieferte auch die herzzerreißenden Lyrics, die von seinem verstorbenen Kater Willie handeln. Der überzeugte Tierrechtsaktivist lebt genau wie die Mitglieder von Crippled Black Phoenix seit Jahren vegan. Zu Willie verband ihn eine tiefe und innige Freundschaft.“

Motorpsycho – „The Same Old Rock (One Must Imagine Sisyphus Happy)“ (Vorauskopplung vom Album „The All Is On“)

Hier das zweite Stück von Matzes Shortlist:

„Motorpsycho sind ebenfalls Dauerbrenner auf unserem Plattenteller. Sie haben uns in den letzten Jahren schon zahllose Prog-Rock Highlights geliefert. Auch hier freue ich mich auf das bald erscheinende neue Album (die Vorbestellung ging soeben raus, bis zum 28. August muss ich mich noch gedulden). Wie so oft bei Motorpsycho sind allein schon die Songtitel kleine Highlights für sich. Das trifft auch auf ‚The Same Old Rock‘ zu. Das neue Album ‚The All Is On‘ ist der letzte Teil einer Trilogie. Zusammen mit den Vorgängern ‚The Tower‘ und ‚The Crucible‘ wird ein eleganter Prog-Schuh daraus – das verspricht die erste Vorauskopplung fest. Und auf Motorpsycho kann man sich in der Regel verlassen.“

Perry Farrell – „Let’s All Pray For This World (Unkle Reconstruktion, 9 LP Boxset erscheint im November)

Ich gebe es zu: Als Matze mir von dieser Neuveröffentlichung erzählte, machte ich vor Freude einen kleinen Luftsprung. Hier kommt sein Text dazu:

„Den ersten Kommentar unter dem Youtube Video kann ich voll und ganz unterschreiben. ‚Unkle brought me here but I stayed for the vocal.‘ schreibt da jemand. Der Song von Jane’s Addiction Sänger Perry Farrell wurde von niemand Geringerem als Unkle geremixt und mir anschließend von irgendeinem intelligenten Algorithmus vorgeschlagen. Mich zieht in erster Linie die die Stimme in ihren Bann. Als ich mir anschließen das Original angehört habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ihm ohne dieses gewisse Quäntchen Unkle Genie und den damit einhergehenden ganz besonderen Vibe plötzlich irgendwie etwas fehlt.

Biffy Clyro – „Cop Syrup“ vom Album „A Celebration of Endings“

Biffy Clyro verfolgen wir alle schon seit den Anfängen dieser Band. Hier ist Matzes Ansage zu diesem Song:

„Biffy Clyro sind eine der wenigen Bands, die immer wieder richtig guten Stadionrock abliefern. Das neue Album haben wir natürlich auch schon seit einiger Zeit im Blick. Nun ist es endlich komplett da. In dieser Liste darf es natürlich auf keinen Fall fehlen. Auch, wenn wir in der April-Liste bereits eine Vorauskopplung daraus vorstellt haben. ‚Cop Syrup‘ sicherlich der verrückteste Song auf der Platte – und in meinen Augen auch der beste. Als eines der Musikstücke mit der größten Bandbreite, die ich je gehört habe, reicht es von (Mike) pattonesken Schreiausbrüchen bis hin zu orchestralen Traumsequenzen – ein ganz großer Genuss.“

Lotus – „Wither“ von der EP „Emergence“

Diese Post-Rocker aus Indien faszinieren mich, seit ich sie vor Kurzem über das Internet kennengelernt habe. Ihr werde hier im Blog auf jeden Fall noch mehr über die Band lesen. So viel ist sicher. Wither ist der verspielte dritte Track von der aus vier ganz besonderen Songs bestehenden EP „Emergence“. Hört am besten einfach selbst.

Beck – „Chemical“ vom Album „Hyperspace“

Es geht experimentell weiter. Beck hat wieder eine Platte am Laufen! Wie sehr habe ich mich darauf gefreut! Mit „Hyperspace“ knüpft Herr Hansen bunt und verdreht wie wir es von ihm gewohnt sind, an „Colors“ von 2017 an. Damit legt der Multiinstrumentalist aus LA sein elftes Studioalbum auf den Tisch. Er schlägt darauf nicht nur funky Töne an, sondern greift auch mal in die poppige Trickkiste. „Chemical“ scheint aus einer anderen Welt zu stammen. Der Track findet seinen Weg in Richtung Hörschnecke und schraubt sich von dort aus direkt ins Gehirn. Viel Spaß damit.

Six Days Of Calm – „Loss“ (Vorauskopplung vom Album „The Ocean’s Lullaby“)

Marc von Six Days Of Calm hat mir im Interview verraten, dass seine LP „The Oceans Lullaby“ die Tiefen und Höhen des Lebens und auch des Meeres, das er so sehr liebt, widerspiegelt. Es entstand während einer der schwierigsten Phasen seines Lebens. Die Vorauskopplung „Loss“ lässt tief blicken und erhöht die Vorfreude auf das Gesamtwerk um ein Vielfaches.

Gojira – „Another World“ (Vorauskopplung)

Mit diesem Stück möchte ich gerne den Übergang zu den von Valentin selektierten Songs schaffen, die im Anschluss folgen. Die neue Single von Gojira kommt gewohnt eingängig und breitschultrig daher und lässt mich auf mehr aus der Ecke meines veganen Lieblingsmetallers Joe Duplantier hoffen. Möge er die schreiende Ungerechtigkeit weiter in die Welt hinaus brüllen und mich damit ein kleines bisschen glücklicher machen. Hier sind für Euch Gojira mit „Another World“. Ich empfehle Euch, das offizielle Video auf jeden Fall bis zum Schluss anzusehen.

Schizophrenia – „Structure Of Death“ von der EP „Voices“

Weiter geht es mit neuem Thrash Metal aus Belgien, den Valentin aufgetan hat. Haltet Euch fest. Der Sound kickt ohne Kompromisse! Nach der ersten Schizophrenia EP vom 31. Januar, dürfen wir gespannt sein, wie es weitergeht!

Lamb Of God – „Memento Mori“ vom Album „Lamb Of God“

Ebenfalls an Härte kaum zu überbieten ist dieses Stück aus Valentins Musikkiste. Seine Worte dazu sprechen Bände:

„Und nochmal gibt es auf die Fresse. Lamb Of God sind eine Band, die ich gerade für mich entdecke. Die Formation aus Richmond, Virginia ist innerhalb der Metal Szene kein unbeschriebenes Blatt. Die Schwermetaller wurden schon fünf Mal für einen Grammy nominiert und haben bereis zwei goldene Schallplatten an der Wand hängen. Der Song „Memento Mori“ stammt vom im Juni diesen Jahres veröffentlichten neunten Album, dass auch auf den Bandnamen hört.“

Marilyn Manson – „We Are Chaos“ (Vorauskopplung vom Album „We Are Chaos“)

Valentin teilt diesen Monat richtig aus. Auch dieser werte Herr soll einen guten Draht zum Fürsten der Finsternis besitzen. Auf die Ohren gibt es von ihm natürlich auch so einiges.

„Marilyn Manson plant für den September die Veröffentlichung seines neuen Albums mit dem Titel ‚We Are Chaos‘. Man kann sagen, dass alle Alben in den letzten Jahren von Manson solides Gold waren und er sich wie immer neu erfindet. Hier die Vorab-Single ‚We Are Chaos‘. Wir freuen uns auf den Rest der Platte!“

Metallica „All Within My Hands“ (Vorauskopplung vom kommenden Album S&M 2)

Den Abschluss machen diesen Monat Metallica. Valentin hat auch dieses Stück auf unsere Liste gesetzt. Hier ist sein Opener zum Video:

„Metallica bringen am 28. August „S&M 2“ raus – die zweite Zusammenarbeit der Band mit San Francisco Symphony. Das Konzert wurde, genau 20 Jahre nach dem ersten S&M Aufnahme, im neuen Chase Center in San Francisco aufgenommen. Auch der Song „All Within My Hands“ vom bei Fans zugleich geliebten und gehassten Album „St. Anger“ von 2003 erhielt eine Chance im völlig neuen Gewand gespielt zu werden. Ich finde es klingt großartig und bin gespannt, endlich das komplette Konzert zu hören. Ursprünglich lief der Konzertfilm übrigens auch bei uns auf den Leinwänden, als dies noch problemlos möglich war.“

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