Der Sommer ist da und mit ihm eine Tonne neuer Singles, Alben, EPs und Vorauskopplungen, die Lust auf mehr machen. Valentin, Matze und ich haben wieder eine Liste für Euch zusammengestellt.

Sommer-MusiklisteMit dabei sind dieses Mal fast nur neue Stücke plus ein paar Klassiker mit aktuellem Bezug, die wir auf keinen Fall auslassen konnten. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Hören. Am besten in der Sonne. Ganz unten findet Ihr wieder unsere Playlists für Spotify und iTunes. Unterwegs sind die ja durchaus praktisch.

Hier also nochmal die praktische Packliste für den Baggersee: Ein Handtuch, Kopfhörer, Wassermelone, Sonnencreme, Powerbank, Badeklamotten, ein bis zwei Bierchen und unsere Sommer-Musikliste. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Baden und Hören.

And So I Watch You From Afar – „Odd Seal“ von der Single „Successors“

And So I Watch You From Afar gehören zum Kreis der Bands, deren Musik ich in den letzten Jahren am häufigsten konsumiert habe. Ich kann mir die Briten aus meiner Musiksammlung nicht mehr wegdenken. Sie sind einfach immer für mich da, wenn ich sie brauche. Die aktuelle Single „Successors“ ist mit drei Liedern bestückt. Es macht mich wirklich glücklich, nach „Endless Shimmering“ von 2017 nun wieder ein musikalisches Lebenszeichen von ASIWYFA zu hören. Und obendrein auch noch so ein geniales. Um meine Freude mit Euch zu teilen, nutze ich das zweite Stück auf „Successors“ als Opener für unsere Sommer-Musikliste.

Galathain – „And The Rain Tasted Like Blood“ vom Album „And The Rain Tasted Like Blood“ (Vorauskopplung)

Den Post-Rock Künstler Galathain aus Venezuela durfte ich vor Kurzem persönlich kennenlernen. Das Ergebnis ist ein Interview. Ihr findet es in Kürze hier im Blog. Seine ganz besondere Art, Doom mit Ambient-Elementen zu verquicken hat mich persönlich verzaubert. Ich kann Euch nur empfehlen, auch mal reinzuhören. „And The Rain Tasted Like Blood“ ist eine Vorauskopplung vom bald erscheinenden gleichnamigen Album. Bleibt also dran!

Ranges – „Monarch“ (Single)

Wie schön, dass es von Ranges etwas Neues gibt. Erst 2019 erschien das epische Werk „Babel“. Jetzt schon wieder eine neue Single zu hören ist ein wunderbares musikalisches Geschenk für mich.

Unwed Sailor – „Look Alive“ vom Album „Look Alive“

Auch mit diesem genialen Künstler wird in Kürze hier im Blog ein Interview erscheinen. Ihr findet seine Musik auch in der von Of The Vine Gitarrist Sam exklusiv für mich erstellten Playlist. Vor ein paar Tagen ist das aktuelle Unwed Sailor Album „Look Alive“ erschienen. Der Namensgeber des Albums klingt ein bisschen nach The Cure.

Long Distance Calling – „Immunity“ vom Album „How Do We Want To Live?“

Long Distance Calling haben ein neues Album und es ist komplett anders als alles, was wir bisher von der Band aus Münster gehört haben. Valentin hat sich den Song „Immunity“ herausgepickt. Das sind seine Worte dazu:

„Die neue Platte von unseren Lieblings-Münsteranern hält Sound-technisch einige spannende Überraschungen parat. Manches davon würde auch auf den Blade Runner Soundtrack passen – die Jungs experimentieren im Moment mit Elektronik. Das Stück „Immunity“ und das Video dazu beschäftigen sich mit einem hochaktuellen Thema: unserer aktuelle Situation und dem Leben während einer Pandemie.“

Deftones – „Change (In The House Of Flies)“ vom Album „White Pony“

Ich bin Valentin sehr dankbar, dass er unsere Sommer-Musikliste mit diesem Song vervollständigt. Erst vor Kurzem wurde mir bewusst, dass mich dieses monumentale Album bereits seit 20 Jahren begleitet. Ich möchte keine Sekunde, die ich mit dieser Musik verbracht habe, missen. Hier kommt Valentins Anmoderation:

„Da dieses Album am 20. Juni 2020 volle 20 Jahre alt geworden ist, hat ein ganz besonderer Song davon einen Platz in unserer Liste verdient. Deftones aus Sacramento brachten im Jahr 2000 ein wegweisendes Album raus, mit dem sie sich endgültig vom New-Metal weg bewegten und ihren eigenen Sound fanden. Neben einem wahnsinnig guten Track mit Maynard James Keenan beinhaltet das Album auch diesen unsterblichen Song.“

Helmet – „Milquetoast“ vom Album „Betty“

Ein weiterer Klassiker ausgesucht von Valentin ist dieser Jahrhundert-Ohrwurm.

„Eine Band, die man niemals vergessen darf, ist Helmet. Mit ihrem unverwechselbar exakten Sound, der neben Mastermind Page Hamilton auch dem einzigartigen Drummer John Stanier zu verdanken ist, waren sie ein großer Einfluss für Bands wie Chevelle. ‚Milquetoast‘ stammt 1994er Album ‚Betty‘.“

Ennio Morricone – „The Ecstasy Of Gold“

Diesen kurzen Nachruf für diesen Ausnahmekünstler, der seiner Zeit um Jahre voraus war, hat Valentin übernommen.

„Ein Künstler und Komponist, den wir alle in Ehren halten sollten, ist Ennio Morricone. Das Genie, das die Musik für über 500 Filme komponierte, ist am 6. Juli im Alter von 91 Jahren von uns gegangen. Seiner Stadt Rom blieb er immer treu. Neben seinem Soundtrack zu ‚Spiel mir das Lied vom Tod‘ ist wohl das hier eines seiner bekanntesten Stücke: ‚The Ecstasy of Gold‘  aus dem Ausnahme-Western ‚The Good, The Bad, The Ugly‘ oder ‚Zwei glorreiche Halunken‘ von Sergio Leone. Und ganz ehrlich: einer der wichtigsten Teile eines Metallica-Konzertes ist dieses Stück als Einlaufmusik, welches seit 1983 die Spannung für ihre Konzerte aufbaut. Ennio Morricone – Il Maestro“

The Ocean feat. Jonas Renske (Katatonia) – Jurassic | Cretaceous (Vorauskopplung vom Album „Pharerozoic Pt. II – Mezozoic“)

Matze und The Ocean. Das ist eine große Liebe. Daher übergebe ich das Wort direkt an ihn:

„Wow. Einfach nur Wow. Nach dem ersten Teil von 2018, warte ich schon gespannt auf Teil II. In diesem Monat gibt es eine satte Kostprobe davon. Ein 13-minütiges Prog/ Post-Metal/Sludge Epos, welches das Zeug zum Song des Jahres hat. Es stellt auf jeden Fall alles in den Schatten, was das Jahr 2020 bisher zu bieten hat. Es beginnt mit einem klassischen Satz, treibendem The Ocean Sound. Nach einem entspannten Übergang in der Mitte geht es stark weiter – wieder mit der Unterstützung von Katatonia Sänger Jonas Renske, genau wie beim Paradestück der ersten Platte ‚Devonian: Nascent‘.“

Omar Rodríguez-López – „Fool So Bleak“ vom Album „The Clouds Hill Tapes, Pt. I“

Omar Rodríguez-López hat wieder zugeschlagen. Matze hat sich das Ergebnis schon ganz genau angehört:

„Das Label Clouds Hill hat auch einen Sitz in Hamburg. Dort ist unter anderem die deutsche Band Okta Logue unter Vertrag. Der At the Drive-In/Mars Volta Gitarrist Omar Rodríguez-López hat speziell für Clouds Hill drei Tapes produziert, die Ende ab Juli als Dreier-LP-Set erhältlich sind. Der Workaholic veröffentlicht permanent neue Musik. Seine künstlerische Spannweite ist dabei enorm. Seine neuen Songs treffen genau seine Mitte – verspult, aber auch nicht zu verspult mit klaren Songstrukturen, die von einzelnen leicht chaotischen Texturen aufgelöst werden. „Fool so Bleak“ ist dafür ein gutes Beispiel.“

Emma Ruth Rundle – „Staying Power“ (Outtake vom 2018er Album „On Dark Horses“)

Dieses geballte Ansammlung von Gefühlen haben Matze und ich diesen Monat beide auf unseren Hörlisten. Matze hat einen Text dazu geschrieben:

„Es ist wirklich kaum zu glauben, dass es sich hierbei um ‚Ausschussware‘ handeln soll. Ein – wie für Emma übliches – sehr intensives, emotionales Stück zwischen Singer-Songwriter Sound und Post-Rock. Wenn man sich den Text näher ansieht, erfährt man, warum sie das Stück gerade jetzt veröffentlicht. Er handelt von den Abgründen des Lebens von Tourmusiker⋆innen – angewiesen auf Live-Auftritte und am Rande der Existenzkrise, wenn genau das unter einem Lockdown auf unbestimmte Zeit wegbricht.“

Bob Dylan – „Murder Most Foul“ vom Album „Rough And Rowdy Ways“

Wir sind alle glücklich, dass dieser Wegbereiter nach wie vor regelmäßig Schallplatten veröffentlicht. „Rough And Rowdy Ways“ ist Bob Dylans sage und schreibe 39. Studioalbum. Diesen ganz besonderen Song davon hat Matze auf unsere Sommer-Musikliste gesetzt.

„Dieses Stück frischer Dylan Musik hat eine Spielzeit von 16 Minuten. Bei dem Song der, wie wir es von Bob kennen, von seiner Lyrik lebt, geht es im Kern um die Ermordung Kennedys. Angeblich soll der Musiker darin außerdem über 70 Referenzen zu anderen Songs untergebracht haben. Die Musikpresse ist derzeit noch mit Zählen beschäftigt. ‚Murder Most Foul‘ ist nicht nur ein Portrait der damaligen Ereignisse, sondern auch eines der USA, die hinter dem einstigen Glanz der 1960er Jahre immer weiter zurückfallen.“

„Rough And Rowdy Ways“ ist nach den Country Covers auf „Triplicate“ 2017 sowie dem Sinatra Tribute „Shadows In The Night“ von 2015 und dem Cover-Album „Fallen Angels“ von 2016 Dylans erstes eigenes musikalisches Werk nach „Tempest“ von 2012.

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