Erbsen sind gesund und schmecken gut. Die kleinen Vitaminbömbchen eignen sich perfekt für Suppen, Salate, Püree oder als Snack für zwischendurch.

Gerade haben mich zwei Personen unabhängig voneinander gefragt, ob es denn nicht gefährlich sei, Tiefkühlerbsen zu essen, ohne sie vorher zu kochen. In meinem Rezept für Reissalat mit veganen Frikadellen kommen nämlich welche vor. Hier kommt die Antwort: Nein, ist es nicht! Auftauen lassen reicht voll und ganz. Sogar frische Erbsen könnt Ihr einfach so bedenkenlos roh essen. Als Kinder haben wir sie im Garten meiner Oma immer wieder frisch vom Strauch genascht. Einige von uns zogen sie damals sogar den süßen Himbeeren vor. Ich finde immer noch: Erbsen machen glücklich.

Was für Erbsen gibt es?

Erbsen

Erbsenblüte auf dem Feld. Bild: Didgeman, pixabay

Insgesamt gibt es drei Erbsensorten: Markerbsen, Palerbsen und Zuckererbsen. Die süßlichen Markerbsen werden meistens frisch zubereitet. Palerbsen werden häufig als Trockenerbsen verkauft und müssen genau wie andere getrocknete Hülsenfrüchte vor der Zubereitung eingeweicht werden. In der modernen Küche werden Zuckererbsen, die auch unter den Namen „Kaiserschoten“ oder „Zuckerschoten“ bekannt sind, besonders gerne eingesetzt.

Ihrer Schale fehlt im Gegensatz zu den anderen Erbsensorten die harte Pergamentschicht. Darum könnt Ihr diese wertvollen Ballaststoffe auch problemlos mitessen. Egal, ob Ihr sie roh vom Strauch esst, wie wir damals bei meiner Oma, oder leckeren veganen Schmortöpfen oder exotischen Fusion-Gerichten hinzufügt. Vorsicht: Die Zuckerschoten dabei bitte nicht durchkochen, sondern allerhöchstens leicht blanchieren oder kurz scharf anbraten, damit sie schön knackig bleiben. Auch in sommerlichen Salaten spielen sie immer wieder eine Rolle.

Knackige Zuckerschoten

Nur, wenn die Zuckerschoten etwas zu lange am Strauch hängen, entwickeln sie eine härtere Faser an der Längsseite. Diese könnt Ihr vor dem Verzehr einfach mit einem Obstmesser entfernen. Wenn Ihr Eure Erbsen vom Markt zu Hause auspackt, werdet Ihr sie gleich ertasten. Falls Ihr das mal vergesst: halb so schlimm. Sie ist nicht giftig, sondern nur ein bisschen hart beim Draufbeißen.

Frische Markerbsen müsst Ihr vor dem Genuss aus den Schoten pulen. Danach könnt Ihr sie kurz mit salzigem Wasser blanchieren (danach unbedingt abschrecken, sonst ist die Farbe weg) oder direkt mit in die Pfanne geben. Natürlich könnt Ihr sie auch super roh knabbern. Anders als andere Hülsenfrüchte enthalten sie keine Giftstoffe, die erst durch langes Kochen abgebaut werden müssen.

Tiefgekühlt ist auch gut!

Ich persönlich verarbeite ja auch gerne Tiefkühlerbsen. Sie enthalten noch alle Vitamine und Nährstoffe und schmecken fast genauso gut, wie die frischen Erbsen vom Biomarkt. Falls Ihr mal keine Lust habt zu warten, bis sie aufgetaut sind, könnt Ihr sie einfach kurz mit heißem Wasser abspülen. Aber: Bloß nicht Kochen. Dabei zerfallen die schönen Erbsen nur.

Wovon ich die Finger lassen würde sind Dosenerbsen. Hier ist vom wunderbaren Geschmack und den wertvollen Vitaminen kaum noch etwas übrig. Das kann man auch schon an der Farbe gut erkennen. Ziemlich klasse finde ich im Moment übrigens Erbsennudeln. Die gibt es inzwischen in fast jedem Supermarkt zu kaufen.

Erbsen sind gesund

Erbsen

Frisch geerntete Erbsen. Bild: balouriarajesh, pixabay

Erbsen sind die perfekten veganen Eiweißlieferanten. Sie werden lokal angebaut, sind leicht zu bekommen, kosten nicht viel, schmecken gut und enthalten mehr Protein, als viele andere Hülsenfrüchte. Eiweiß aus Erbsen ist dazu in der Lage, die Blutfettwerte nachhaltig zu senken. Die grünen Kügelchen halten den Blutzuckerspiegel niedrig und ihre Aminosäuren sind gut für das Bindegewebe sowie Haut Haare und Muskeln. Durch den regelmäßigen Genuss von Erbsen steigt außerdem die Leistungsfähigkeit.

Pro 100 Gramm enthalten frische oder TK-Erbsen 7,1 Gramm Protein auf nur 86 Kilokalorien und 0,4 Gramm Fett. Außerdem stecken in ihnen wichtige Mineralien (Kalzium, Eisen, Magnesium, Mangan, Phosphor, Natrium, Zink, Kalium), Ballaststoffe und Vitamine (Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin K, Beta-Karotin, Lutein, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B6 und Vitamin B9). Trockenerbsen enthalten sogar rund 25 Gramm Protein auf 100 Gramm.

Wie Ihr vielleicht schon gemerkt habt, mag ich Erbsen sehr. Am liebsten würde ich sie jeden Tag essen. Darum kommen sie auch in meinem Blog immer wieder vor. Hier findet Ihr zum Beispiel mein Rezept für Erbsensuppe wie bei Oma.

Bilder im Header: pivisio, pixabay