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Am 16. April erscheint das neue Album von Crown. Ich habe mir „The End Of All Things“ schon angehört und möchte es Euch hiermit empfehlen. Als Fans von Post-Rock und Industrial kommt Ihr auf jeden Fall auf Eure Kosten.

Die erste Single-Vorauskopplung „Illumination“ habe ich Euch ja bereits in der Musikliste für den März vorgestellt. Wenn Ihr die Band daraufhin weiterverfolgt habt, kennt Ihr vermutlich auch die zweite mit dem Titel „Violence“ schon. Beide machten für mich absolut Lust auf mehr, also konnte ich auf keinen Fall darauf verzichten, mir die Platte schon mal anzuhören. Einmal und nochmal und nochmal. Denn ganz ehrlich: Die Musik von Crown geht einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf.

Crown – "The End Of All Things"

Crown – „The End Of All Things“

Pelagic Records schreibt:

„‚The End Of All Things‘ ist für Crown das, was ‚Kid A‘ für Radiohead war: ein Album, das niemand von ihnen erwartet hat.“

Futuristisch und finster

Für mich ist die Doppel-LP vor allem eins: Genau, das, was ich im Moment hören möchte. Sie ist finster und futuristisch, ohne unterkühlt zu wirken. Ich möchte sie in einem großen Raum laut hören, mit Menschen, die sich dazu bewegen. Ihr merkt schon: Reinhören lohnt sich auf jeden Fall. Wem ein Spotify-Klick zu wenig ist, kann sich das wunderschöne Doppel-Gatefold vorbestellen.

Kopf Eins des Duos Crown ist Sound Engineer, Producer und Musiker David Husser. Er hat in der Vergangenheit bereits mit Größen wie Depeche Mode und Peter Gabriel gearbeitet und in den 1990ern mit seiner Industrial Band Y Front die Bühne für Rammstein eröffnet.

Kopf zwei ist Sänger Stéphane Azam, der sich unter anderem als Live-Tontechniker für Alcest einen Namen gemacht hat. Sein Gesang ist auf „The End Of All Things“ ruhig und steht in krassem Kontrast zum harten Geschrei der beiden Vorgängeralben aus dem Hause Crown. Seine Stimme wird zum wichtigsten Stilmittel im Repertoire der Band. Seine Vielfältigkeit hat Azam auf jeden Fall spätestens jetzt bewiesen.

Karin Park von Årabrot hat einen Gastauftrit auf „The End Of All Things“

Beim letzten Stück „Utopia“ hat übrigens Karin Park von Årabrot einen Gastauftritt. Sie entlockt mit ihrem kraftvollen Gesang dem Vinyl erneut ein zauberhaftes Glänzen. Hoffentlich kann man diese Kollaboration irgendwann auch live erleben.

David Husser hatte bei der Planung des Albums absichtlich darauf bestanden, dieses Mal hauptsächlich Stéphane Azams Gesang aufzunehmen, um der Platte einen speziellen Charakter zu verleihen. Während der Aufnahmen stellte sich seine besonders tiefe Stimme als wahre Herausforderung heraus, was die Stimmung der Instrumente angeht. Die Arbeit hat sich gelohnt: Das Ergebnis kann sich hören lassen.

Veränderungen zulassen

Mit dem Sound, den Crown in ihrer Gründungsphase um das Jahr 2011 gemacht haben, hat das neue Album kaum noch etwas zu tun. Die elektronischen Drums wurden durch ein „richtiges“ Schlagzeug ersetzt und die dröhnenden Gitarren sind weg. Das Duo steht zu der Veränderung. David sagt:

„Im Leben ist die Veränderung das Einzige, auf das wir uns immer verlassen können. Genauso ist es auch mit der Musik. Ich bin persönlich beleidigt, wenn eine Band die eigenen Ideen immer wieder wiederkäut und Kopien ihrer alten Alben abliefert. Wieder und wieder. Ich will Risiken eingehen und mich auf Abenteuer und das Erkunden neuer Gefilde einlassen. Alles andere wäre für mich keine Kunst.“

Ein schöner Satz, der ziemlich genau in Worte fasst, wie ich über Musik denke. Man muss bereit sein, Veränderungen zuzulassen. Besteht man auf das Althergebrachte, verpasst man die schönsten Momente und zu diesen zählt „The End Of All Things“ definitiv. Das Album ist ein Highlight in der Veröffentlichungsliste der kommenden Wochen und ich kann mir gut vorstellen, dass es weitere Künstler⋆innen inspiriert, mal wieder etwas ganz Neues auszuprobieren. Schön wäre es.

Ihr könnt „The End Of All Things“ hier vorbestellen.

Crown – „Violence“

Crown – „Illumination“


[⋆] English version

Crown – „The End Of All Things“

Crown will release their new album on April 16th. I’ve already had the chance to listen to „The End Of All Things“ and now I want to recommend it to you. As fans of post-rock and industrial, you will definitely get what you want.

I already presented the first single, „Illumination“, to you in my music list for March. If you have been following the band since then, you probably already know the second one called „Violence“. Both of them made me want more, so I certainly couldn’t resist listening to the whole record already. And once more. And once more. Honestly: Crown’s music doesn’t get out of your head that quickly – which is pretty good, I think.

Pelagic Records writes:

„‚The End Of All Things‘ is to Crown what ‚Kid A‘ was to Radiohead: an album no one expected them to make.“

Futuristic and sinister

For me, the double LP is one thing above all: exactly what I want to listen to at the moment. It’s dark and futuristic without being too cool. Do you know what I mean? I want to listen to it loud in a big room, with people moving their bodies to it. So yes: It puts you in a special mood, and it is worth a listen. If you want more than a click on Spotify, you can pre-order the beautiful double gatefold.

Part one of the duo Crown is sound engineer, producer and musician David Husser. He has worked with icons like Depeche Mode and Peter Gabriel in the past and opened the stage for Rammstein with his industrial band Y Front in the 1990s.

Part two is singer Stéphane Azam, who has made himself a name as the live sound engineer for Alcest, among others. His vocals are calm on „The End Of All Things“ and stand in contrast to the two previous Crown albums‘ brutal screaming. His voice becomes the most important stylistic device in the band’s repertoire. Azam has definitely proven his versatility by now at the latest.

Karin Park from Årabrot joined „The End Of All Things“ as guest

By the way, Karin Park from Årabrot makes a guest appearance on the last track, „Utopia“. With her powerfulfull vocals, she once again elicits a magical shine from the vinyl. Hopefully, we can experience this collaboration live someday soon.

When planning the album, David Husser had deliberately insisted on recording mainly Stéphane Azam’s vocals this time to give the record a unique character. During the recording, his very deep voice turned out to be a real challenge in terms of tuning the instruments. The work was worth it: the result is pretty epic.

People need to allow changes

The new album is quite different to the sound Crown made in their founding phase around 2011. „Real“ drums have replaced the electronic drums, and the droning guitars are no longer there. The duo stands by the change. David said:

„In life, change is the one thing we can always count on. It’s the same with music. I’m personally offended when a band regurgitates their ideas repeatedly, delivering copies of their old albums. Again and again. I want to take risks, go on adventures and explore new realms. Anything else, for me, wouldn’t be art.“

A beautiful sentence that pretty much sums up how I feel about music in general: You have to be prepared to allow change. If you insist on the „good old things“, you miss the most beautiful moments and „The End Of All Things“ is definitely one of them. It is a highlight in the release list of the coming weeks, and I can well imagine that it will inspire other artists to also try something completely new.

You can pre-order „The End Of All Things“ here.

Crown – „Violence“

Crown – „Illumination“