English version below

Es ist etwas passiert, das ich kaum zu Träumen gewagt hatte: Lost in Kiev haben sich zu einem Interview bereiterklärt. Die Post-Rock Band aus Paris zeigte sich meinen Fragen gegenüber sehr offen.

Das im Dezember erschienene Album „Persona“ läuft bei mir nach wie vor auf Rotation. Zeit für ein paar Insider-Infos!

Anne: Danke, dass Ihr Euch die Zeit für dieses Interview nehmt! Ich bin so gespannt, eine meiner Lieblingsbands kennenzulernen! Wie geht es Euch heute? Seit Ihr gerade in Paris? Wie ist die Atmosphäre dort?

Alles öffnet sich wieder – bis auf die Live-Musik

Lost in Kiev: Hallo Anne! Danke, dass Du uns zu diesem Interview eingeladen hast. Im Hinblick auf die derzeitige Situation geht es uns wirklich gut. Wir haben die Auszeit dazu genutzt, auf andere Art zusammenzuarbeiten. Wir teilen mehr Ideen über remote, als früher. Dieser kreative Prozess ist auf viele Weisen sehr interessant. Er erlaubt es uns, mehr an den Details unseres Pre-Production Materials zu arbeiten. Wir sind im Moment alle in der Gegend um Paris herum. Alles kehrt nach und nach zum Tagesgeschäft zurück – bis auf die Live-Musik.

Anne: Ihr wärt wie viele andere Bands auch im Moment eigentlich gerade auf Tour. Stattdessen beschäftigt Ihr Euch mit neuem Material. Was macht Ihr noch, jetzt da die Musikszene dazu gezwungen ist, eine Pause einzulegen?

LIK: Ja, wir hatten uns sehr auf die Tour dieses Frühjahr mit unseren Freunden von Pray For Sound gefreut. Leider wird sie wohl dieses Jahr nicht mehr stattfinden. Wir können die Zeit aber wunderbar dafür nutzen, Ideen für unser nächstes Album zu teilen. Konzept, Song-Ideen und Texturen. Wir sprechen auch sehr regelmäßig mit unserem Tour-Manager darüber, wie es weiter geht. Leider ist alles noch ziemlich unsicher. Vor dem Herbst oder sogar 2021 wird sich sicher nichts mehr ergeben.

Anne: Leider konnte auch unser geliebtes DUNK! Festival durch die Corona-Krise nicht stattfinden. Ihr hattet auch vor, dort einen Gig zu spielen. Werde ich Euch dort 2021 treffen? 2017 habt Ihr dort ein fantastisches Konzert gespielt!

Das DUNK! 2017 war magisch

Dieses Foto habe ich auf dem magischen DUNK! Festival 2017 aufgenommen.

LIK: Danke für Deine netten Worte zu unserer Show 2017. Es war eine großartige Erfahrung für uns an diesem Tag auf der Bühne. Wir können es nicht erwarten, wieder Teil dieser wunderbaren Bühne und dieses magischen Fests zu sein. Bis jetzt ist leider noch nichts wirklich sicher. Auch in Bezug auf das DUNK! Festival. Wir hoffen natürlich, dass wir dort mit allen unseren Freunden wieder spielen werden und dort jede Menge tolle Leute treffen werden.

Anne: Euer aktuelles Album „Persona“ (das ich sehr mag) ist von 2019. Danke für dieses Stück wahre Kunst. Was ist die Geschichte dahinter?

LIK: Wir sind alle große Fans von Science-Fiction, Cyberpunk-Zeug und dystopischen Zukunfts-Phantasien. Außerdem sind wir natürlich große Fans der Serie „Black Mirror“. Es war für uns also ganz natürlich, ein Album dieser Art aufzunehmen.

„Wir erzählen Geschichten“

Wir erzählen in unseren Alben gerne unsere eigenen Geschichten, indem wir unsere eigenen Texte und Samples kreieren. Das Konzept und die Grenzen künstlicher Intelligenz waren für uns das perfekte Thema und eine wunderbare Möglichkeit, unsere Meinung darüber und wie sie mit der Menschheit verbunden ist zum Ausdruck zu bringen.

Alle Songs haben ihren eigenen Hintergrund und das Ergebnis zahlreicher Gespräche zwischen uns. Einige von uns sind außerdem große Fans von Synthesizern und Maschinen und es ist lange her, seit wir ein Album machen wollten, das mehr elektronisch ist. Dieses Mal war das Thema einfach wie dafür gemacht und wir haben versucht, die richtige Balance zwischen massiver Rock-Energie und Maschinen zu finden, um einen zugleich starken und Textur-reichen Sound zu erschaffen.

Anne: Worum geht es in dem Song „Pygmalion“?

„Künstliche Intelligenz kommt immer näher“

LIK: In „Pygmalion“ geht es um das extrem sensible Thema, wie sich uns die künstliche Intelligenz immer mehr nähert und sie immer mehr Teil der menschlichen Gesellschaft wird. Wir haben uns dieser Sprachnachricht einer Frau an ihren Mann bedient, um das zu illustrieren.

Yonan Vermeulen. Bild/picture: Lost in Kiev

Yonan Vermeulen. Bild/picture: Lost in Kiev

Anne: Ich mag Euren Bandnamen sehr. Für mich klingt er ziemlich mysteriös. Wollt Ihr mir seine Bedeutung verraten und mir erzählen, warum Ihr Euch „Lost in Kiev“ genannt habt?

LIK: Danke! Hinter diesem Namen steckt eine echte Geschichte. Unser ehemaliger Gitarrist hat eine Frau gedatet, die heute seine Frau ist. Diese Frau stammt aus Kiev. Er ist sehr oft dort hingereist, um die Wochenenden mit ihr verbringen zu können. Eines Tages ist er nicht zu unserer Bandprobe erschienen und wir haben einige Tage nichts von ihm gehört. Wir haben also Witze darüber gemacht, dass er „Lost in Kiev“ ist. Zu dieser Zeit tobte dort ein heftiger Schneesturm. Der Name gefiel uns dann so gut, dass wir ihn einfach behalten haben. Er passt auch zu uns, weil das Reisen für uns sehr wichtig war und ist. Besonders damals zu Zeit unseres ersten Albums „Motions“.

Anne: Im Internet kann man lesen, dass Ihr Bands wie Red Sparrowes, Explosions in the Sky, Russian Circles, Mogwai und Maybeshewill mögt. Ich glaube, dass wir da eine Menge gemeinsam haben. Würdet Ihr sagen, dass diese Künstler Euch und Eure Musik beeinflusst haben? Gibt es weitere Einflüsse, die Ihr gerne nennen würdet?

„Wir sind große Fans von 65daysofstatic

LIK: Red Sparrowes und Mogwai schätzen wir besonders wegen ihrer wundervollen Gespürs für musikalische Landschaften. Die frühen Russian Circles für ihre Melodien und ihre Power. Außerdem sind wir große Fans von 65daysofstatic und der Arbeit von Vangelis. pg.lost sind ebenfalls wichtig für uns. Bei ihnen ist es die Art, wie sie ihre Songs aufbauen.

Anne: Was meint Ihr: Sollten mehr Menschen Post-Rock hören?

LIK: Wir müssen mal das DUNK! Team fragen, ob sie bereit sind eine riesiges Festival auf die Beine zu stellen, wenn Post-Rock groß rauskommt, haha! Aber sicher! Die Art und Weise, wie Post-Rock in Deine Seele eintaucht und dich kraftvolle Dinge fühlen lässt ist doch fantastisch – jeder sollte ein Post-Rocker sein!

Anne: Neben dem, was Du gerade gesagt hast: Was macht Post-Rock so besonders?

LIK: Mal abgesehen von der Musik: Wir finden, dass die Post-Rock Szene insgesamt etwas ganz Besonderes ist. Sie ist großartig. Innerhalb anderer Musik-Szenen haben wir nie so großartige Menschen getroffen.

Anne: Apropos andere Musik-Szenen: Was sind Eure liebsten Genres?

„Wir lieben elektronische Musik“

Bild/picture: Helen Messenger

Lost in Kiev. Bild/picture: Helen Messenger

LIK: Wir lieben elektronische Musik wie die von Jon Hopkins, Rone, Apparat, Rival Consoles und Neo-Klassik wie Nils Frahm und Ben Lukas Boysen.

Anne: Was versetzt Euch in einen kreativen und produktiven Zustand, wenn Ihr an neuer Musik arbeitet?

LIK: Vor der COVID-19 Pandemie haben wir häufig einwöchige Studio Sessions gemacht, um Musik zu machen und neue Sound-Experimente auszuprobieren. Es war und ist sehr wichtig für uns, unseren kreativen Prozess auf diese Art zu beginnen. Im Moment machen wir das, indem wir unsere Audio-Aufnahmen teilen und in Kontakt bleiben. Als Band brauchen wir diesen gemeinsamen Geisteszustand, um als Lost in Kiev kreativ sein zu können.

Anne: Eure Musik ist sehr facettenreich. Ihr kombiniert elektronische Sounds mit harten Post-Metal Elementen und deepen und langsamen und melodischen Parts. Woraus zieht Ihr Eure Inspiration?

Jede unserer Platten hat ein Thema

LIK: Jede unserer Aufnahmen beginnt mit einer Idee, einem Thema. Bevor wir mit dem Komponieren beginnen, müssen wir wissen, welche Geschichte wir erzählen wollen. Diese Geschichten spiegeln viele unterschiedliche Emotionen wider, die wir mit dem Kombinieren von Sounds und Power-Texturen zu Ausdruck zu bringen.

Anne: Die Vocal-Parts in Euren Songs sind etwas ganz Besonderes. In „Narcosis“ und in „Pygmalion“ zum Beispiel kann man zwei Menschen im Dialog miteinander hören. In anderen Songs ist es mehr, als würde jemand im Hintergrund flüstern. Das ist sehr charakteristisch für Eure Musik. Ihr integriert das auch sehr kunstvoll in Eure Live-Shows. Wann hattet Ihr diese Idee und wann habt Ihr entschieden, dass es Teil Eurer Kunst ist und sie komplettieren wird?

Yonan Vermeulen. Bild/picture: Lost in Kiev

Lost in Kiev. Bild/picture: Julien Dupeyron

LIK: Das Konzept mit unseren Dialogen haben wir seit „Motions“. Also von Anfang an. Einige Post-Rock Bands nutzen Samples aus Filmen, Video-Spielen oder Fernsehshows. Wir wollten unsere eigenen haben, weil sie für uns die einzige Möglichkeit sind unsere eigenen Geschichten zu erzählen. Unser Drummer Yonan hat es geschafft, sie visuell perfekt in unsere Shows einzubinden.

Anne: Wessen Stimmen sind das? In einigen Eurer Videos habe ich das Gesicht einer Frau gesehen. „Insomnia“ zum Beispiel. In dem Stück, das Ihr mit Ef im Le Batofar in Paris gespielt habt, war sie auch mit Euch auf der Bühne. Ich habe gelesen, sie heißt Nizza? Ist sie ein Mitglied von Lost in Kiev?

„Wir arbeiten mit Schauspieler⋆innen zusammen“

LIK: Für „Motions“ haben wir die Stimmen von Freund⋆innen (auch die von Nizza) aufgenommen, aber für „Nuit Noire“ und „Persona“ wollten wir etwas Professionelleres. Wir arbeiten jetzt mit Schauspieler⋆innen zusammen, die unsere Stimm-Samples einsprechen.

Anne: Die Lage ist im Moment weltweit ziemlich angespannt. Ungeachtet der Pandemie schließen sich immer mehr Menschen Protesten und Demonstrationen an – mit gutem Grund! Überall gibt es Gewalt und wann immer man den Fernseher einschaltet, sieht man Despoten, die ihre Macht demonstrieren. Wenn Ihr die Möglichkeit hättet, eine⋆r Politiker⋆in Eurer Wahl die Meinung zu sagen: Was würdet Ihr ihm⋆ihr sagen?

LIK: Auch, wenn wir politische Aspekte in unserer Musik eher vermeiden, enthält „Persona“ eine Menge Warnungen vor den Gefahren unserer aktuellen Welt. Wir würden ihm⋆ihr sagen, menschlicher zu sein und sich daran zu erinnern, dass alles noch schneller zusammenbricht, wenn Respekt und Humanität einfach ignoriert werden.

„Es wird bald neue Songs geben“

Anne: Was steht für Lost in Kiev als Nächstes auf dem Plan?

LIK: Im Moment arbeiten wir an unserem vierten Album. Also freu Dich auf neue Songs! Vielleicht wird man einige davon 2021 auf unserer Tour hören!

Anne: Nochmal vielen herzlichen Dank für Eure Zeit! Es war ein großes Vergnügen, Euch besser kennenzulernen!

LIK: Danke Anne für Deine tollen Fragen! Wir sehen uns auf dem DUNK!

Lost in Kiev gründeten sich 2007. In der aktuellen Besetzung (Gitarre: Dimitri Denat, Gitarre & Synth: Maxime Ingrand, Bass & Synth: Jean Christophe Condette, Drums: Yonan Vermeulen) tritt die Post-Rock Band seit 2011 auf. Nach „Motions“ (2012) und „Nuit Noire“ (2016) ist „Persona“ das dritte Lost in Kiev Album in Studiolänge.

„Persona“ von Lost in Kiev bei Spotify hören

„Persona“ von Lost in Kiev bei iTunes hören

Bilder: Lost in Kiev, Helen Messenger, Tis Mavander, Julien Dupeyron


[⋆] English version

„The post-rock scene is very special“

**Something happened that I have always dreamed of: Lost in Kiev have agreed to an interview! The post-rock band from Paris was very open to my questions.

The current album „Persona“ which was released in December 2019, in playing on rotation. Time for some insider information!

Anne: Thank you very much for this interview! I’m so excited about getting to know one of my favorite bands! How are you doing today? Are you staying in Paris right now? How is the atmosphere there?

„Everything’s coming back to normal except live music“

LIK: Hello Anne, Thanks a lot for having us in this interview. Despite the current situation, we are doing really well. We took this special time as a way to work differently together. Sharing more ideas in remote than usual. This creative process is very interesting in some ways and allows us to work more on the details of our pre-production stuff. We are all in the Parisian area right now and everything’s slowly coming back to normal except what we do, live music.

Anne: Like many other bands you would have been on tour right now. Besides working on new stuff: What else are you doing instead now that the whole music scene is supposed to take a break?

LIK: Yes we were very excited about this spring tour with our US friends from Pray For Sound, but that’s a no for this year I guess. This is a perfect time to share ideas about our next album – concept, tracks ideas, sound textures. Also, we are very frequently talking with our tour manager about what’s next. And well, all is still very unsure. Fall or 2021 but not before for sure.

Anne: Unfortunately our beloved DUNK! Festival was also postponed due to the Corona crisis. You’d planned to play a gig there, too. Will I meet you at DUNK! 2021? In 2017 you played a fabulous show there!

„DUNK! 2017 was magic“

Lost in Kiev. Bild/picture: Lost in Kiev

Lost in Kiev. Bild/picture: Lost in Kiev

LIK: Thanks for your kind words on our show of 2017. We had a stunning experience on stage this day and we cannot wait to come back on this amazing stage and above all magic fest. For now, nothing is really sure for us for the next DUNK!fest. We hope so any way to play with a lot of friends and meet amazing people.

Anne: Your current album „Persona“ (which I like a lot) is from 2019. Thank you for this true piece of art. What’s the story behind it?

„We are telling stories“

LIK: We are all big fans of Sci-Fi, Cyberpunk stuff and dystopian futures and of course big fans of the TV show „Black Mirror“. So making an album of these themes was something that came naturally for us. As we like to tell our own stories in our albums by writing our lyrics and samples, the concept and the limits of AI was the perfect theme to express our opinions on this and how it is linked with mankind. All tracks have their background and there has been a lot of conversations between us.

On the other hand, some of us do love synths and machines and it has been a long time since we wanted to do a more electronic album. This time the theme was perfect for that and we tried to find the right balance between massive rock energy and machines to bring a powerful but rich in textures sound.

Anne: What is the song „Pygmalion“ about?

„AI is an extremely touchy theme“

LIK: Pygmalion is dealing with the extremely touchy theme of AI becoming more sensitive and closer to people than us, humans. We have imagined these voicing notes of a woman to her husband to illustrate this.

Lost in Kiev. Bild/picture: Lost in Kiev

Lost in Kiev. Bild/picture: Lost in Kiev

Anne: I like the name of your band a lot. Sounds some kind of mysterious to me, though. Do you want to tell me about it’s meaning and why you’ve decided to call your band „Lost in Kiev“?

LIK: Thanks! There is a real story between this name. Our former guitarist was dating a girl who is now his wife. This girl is from Kiev, and he was traveling there often to have weekends with her. And one day he did not go to our rehearsal session and we did not get any news from him for a couple of days. So we joked about the fact that he was Lost in Kiev. And he was due to a huge snowstorm.

Above the joke, we kept this name because travel is important for us especially at the time of our first album Motions.

Anne: The internet says, that you like bands like Red Sparrowes, Explosions In The Sky, Russian Circles, Mogwai and Maybeshewill. I think we have a lot in common at this point. Would you say that these artists influenced you and your music? And are there any other influences you want to name?

„We are big fans of 65daysofstatic“

LIK: Red Sparrowes and Mogwai clearly for their amazing sense of telling musical landscapes. Early Russian Circles for the power and melody. Also, we are big fans of 65daysofstatic, all the Vangelis work too. pg.lost are also important to us in the way they build their tracks.

Anne: What do you think: Should more people listen to post-rock?

Lost in Kiev. Bild/picture: Lost in Kiev

Lost in Kiev. Bild/picture: Lost in Kiev

LIK: We have to ask to the DUNK! team if they are ready to build a massive festival if post-rock becomes famous haha!

But yes in the way that post-rock dive into your soul to make you feel powerful things and for this everyone should be a post-rocker!

Anne: Besides what you just said: What makes post-rock so special?

LIK: Well above the music, we think that the post-rock scene, in general, is very special and great. We have never met such great people in other musical scenes.

Anne: Speaking of other music scenes: What are your favorite music genres?

„We love electronic music“

LIK: We do love electronic music such as Jon Hopkins, Rone, Apparat, Rival Consoles, and neo-classical such as Nils Frahm, Ben Lukas Boysen.

Anne: When writing new music: What puts you into a state of creativity and productivity?

LIK: Before the COVID pandemic, we worked a lot together in studio session of one week to play music and doing sound experiences. It was and still is important to us to start a creative process like that. But now we do that by sharing Logic Audio session and sharing a lot. We definitely need a band state of mind to be creative for Lost in Kiev.

Anne: Your music is very multifaceted. You are combining electronic sounds with heavy post-metal elements and deep and slow pieces. And lots of melodic parts of course. Where do you get your inspiration from?

„Every record has a theme“

Lost in Kiev. Bild/picture: Lost in Kiev

Lost in Kiev. Bild/picture: Lost in Kiev

LIK: Each of our records starts with an idea, a theme. We need to know what story we will tell through our music before writing it. And stories have a lot of different emotions that we try to show through these combining sounds and power textures.

Anne: The vocal parts in your songs are very special. On „Narcosis“ for example and also on „Pygmalion“ you can hear two people in a dialogue. In other songs it’s more like someone is whispering in the background. This is very characteristic of your music. You also use to integrate this into your live shows very artfully. When did you come up with this and when did you decide that it has to be part of your art and makes it complete?

LIK: Thank you! This concept of having our own dialogues is there since „Motions“, since the beginning. A lot of post-rock bands are using samples from movies, video games, or tv shows. We wanted to have our owns because it is the only way to tell our stories. Yonan our drummer managed to include these perfectly into our show visuals.

Anne: Whose voices are those? In some of your videos, I have seen the face of a woman. „Insomnia“ for example. And in the piece, you did with Ef at the Le Batofar in Paris you were hosting her on stage. I read, that she is called Nizza? Is she a member of Lost in Kiev?

„We are working together with actors“

Lost in Kiev. Bild/picture: Lost in Kiev

Lost in Kiev. Bild/picture: Lost in Kiev

LIK: On „Motions“, the voices have been recorded with friends of ours (including Nizza), but for „Nuit Noire“ and „Persona“ we wanted to have something more pro. We are now working with actors to record our voices samples.

Anne: The worldwide situation is currently quite tense. Despite the pandemic, many people are joining protests to vent their anger – with good reason! There is violence everywhere and whenever you turn on the TV you will see despots demonstrating their power. If you had the opportunity to tell a certain politician your opinion: Who would it be and what would you tell them?

LIK: Even if we avoid political aspects in our music, Persona includes a lot of warnings of the current world and its danger. So we will tell him to be more human and to keep in mind that without respect of humanity everything can collapse faster than they think it will (or never will).

Anne: What’s up next for Lost in Kiev?

„There’s new music coming up soon“

LIK: We are working on our fourth album currently. So yeah: Expect new tracks soon! Maybe some of them will be played in 2021 on tour!

Anne: Once again: Thank you very much for your time! It was a great pleasure getting to know you better!

LIK: Thanks a lot Anne for these very great questions. See you soon at Dunk!

Lost in Kiev were founded in 2007. The post-rock band has been performing in the current line-up (Guitar: Dimitri Denat, guitar & synth: Maxime Ingrand, bass & synth: Jean Christophe Condette, drums: Yonan Vermeulen) since 2011. „Persona“ is the third album after „Motions“ (2012) and „Nuit Noire“ (2016).

Listen to „Persona“ by Lost in Kiev on Spotify

Listen to „Persona“ by Lost in Kiev on iTunes

Pictures: Lost in Kiev, Helen Messenger, Tis Mavander, Julien Dupeyron