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Smyčka hatten Lust auf ein Interview. Weil mich die Geschichte der Band ziemlich fasziniert und ich das Debüt-Album „Fated“ ziemlich klasse finde, habe ich mich sehr darüber gefreut.

Sängerin Julia, Drummer Anton und Gitarrist und Gründer der Band Vasily haben mir einiges über die Entstehung ihrer gerade veröffentlichten Platte, die Post-Music Szene in Russland und ihre Schwäche für Franz Kafkas Geschichten erzählt.

Anne: Hi! Danke, dass Ihr Euch die Zeit für das Interview nehmt! Wie geht es Euch im Moment? Wie verbringt Ihr Eure Zeit?

Anton: Hallo! Ich arbeite hart und mir geht es gut, danke! Im Moment habe ich viele Aktivitäten, die mich beschäftigen: Meinen Job im KI-Forschungs-Sektor, der Abschluss meines Doktoranden-Programmes, Smyčka, lokales Partys und die Wochenenden-Tour einer symphonischen Metal Band, bei der ich mithelfe. Wenn ich Glück habe, kann ich ab und zu sogar schlafen.

Julia: Hi! Irre beschäftigt und produktiv!

Vasily: Hi und danke, dass Du heute mit uns sprichst! Ich arbeite viel, probe mit Smyčka und einer anderen Band, bei der ich Gitarre spiele. Außerdem kümmere ich mich bei Smyčka um die Organisation – Social Media Posts, Gespräche und Vereinbarungen für das Mixing und Mastering unseres neuen Materials, Video Content und so weiter. Wenn ich freihabe, arbeite ich an neuer Musik und Lyrics.

„Die Platte war schon fertig, als ich zu Smyčka kam“

Anne: Ihr habt gerade „Fated“ veröffentlicht (Review hier lesen). Gratulation! Ich mag das Album sehr! Es ist großartig! Seid Ihr zufrieden mit dem Ergebnis Eurer Arbeit?

Anton: Danke! Es freut uns, dass Dir das Album gefällt. Die Platte war schon fertig, als ich zur Band gestoßen bin. Ich war also bei den Aufnahme-Sessions nicht dabei. Ich bin froh, dass sie fertig geworden ist und jetzt der Welt unsere Musik präsentiert – die Atmosphäre, die wir erschaffen. Das ist ein guter Anfang, finde ich.

Julia: Danke! Ich bin auch nicht Teil des Albums, aber ich bin stolz auf die Jungs. Sie haben viel hinter sich und einen guten Job gemacht. Ich mag die Atmosphäre dieser Songs.

Vasily: Vielen lieben Dank! Ich bin froh, dass „Fated“ jetzt veröffentlicht ist. Zwischen der Idee für das Album und der Veröffentlichung ist eine Menge Zeit vergangen. Ich bin zwar jetzt nicht so glücklich, wie ich es gewesen wäre, wenn wir es schon 2018 oder 2019 herausgebracht hätten. Aber es hat mir große Freude bereitet, die Musik auf „Fated“ zu machen. Es war eine herausfordernd und großartige Zeit voll kreativer Arbeit, Hoffnungen, Diskussionen und schlafloser Nächte.

Im Moment hat es im Moment nichts mit Glücklichen zu tun. Ich habe aber das Gefühl, das Richtige getan zu haben. Und ich hätte es früher tun sollen. Ich fühle mich also, als hätte ich eine Art persönliche Bürde oder Last abgelegt. Ich habe die Seite, die dieses Material betrifft, umgeschlagen und kann jetzt wieder nach vorne schauen. Aber ich hoffe, dass unsere Musik auf irgendeine Art Leuten helfen kann, die sich verzweifelt oder hilflos fühlen. Es geht nicht nur um die Dunkelheit aber um die Verbindung zu ihr.

Anne: Wie lange habt Ihr insgesamt gebraucht, um das Album aufzunehmen?

„Wir haben die Drums an einem Tag eingespielt“

Anton: Wie ich schon erwähnt habe, hat unser früherer Drummer einen Teil der Schlagzeug-Parts eingespielt. Ein faszinierender Fakt ist: Er hat es in einer einzigen Session gemacht! Ich hätte dafür auf jeden Fall viel mehr Zeit gebraucht, glaube ich.

Vasily: Also die instrumentalen Parts haben wir alle ziemlich schnell aufgenommen – wir haben einen Tag für die Drums gebraucht, zwei Tage für die Gitarren und ein Wochenende für den Bass. Der Gesang war die größte Herausforderung. Wir hatten drei Anläufe mit unserer ehemaligen Sängerin und jedes Mal ging etwas schief. Dann haben wir angefangen, mit Arina zu arbeiten, mit der wir dann schließlich auch die Vocals aufgenommen haben. Es hat zwei oder drei Monate gedauert, Alinas Gesang aufzunehmen und ungefähr zwei Jahre, um die Vocals komplett fertigzustellen. Dann kamen noch das Mixing, das Re-Mixing und das Mastering. Das Album namens „Fated“ hatte also ein wirklich ungewisses Schicksal, und als wir endlich alles fertig hatten, war ich verdammt müde.

Anne: Das hört sich so an, als wären die Veränderungen in Eurem Line-up kompliziert für Euch gewesen?

Vasily: Ja, auf jeden Fall. Wir haben mit unserm ursprünglichen Line-up angefangen, die Platte aufzunehmen. Am Ende der Aufnahmen, war ich der einzige, der noch übrig war. Es war hart, mit neuen Bandmitglieder an für mich altem Material zu arbeiten. Es wurde zu meinem kontinuierlichen Kopfschmerz.

Anne: „Fated“ handelt von Fatalismus und tragischem Schicksal. Bezieht Ihr Euch damit auf bestimmte Ereignisse?

„‚Fated‘ handelt vom Zeitgeist“

Anton: Als Künstler, der diese Musik spielt, würde ich eher sagen, dass es um den Zeitgeist geht. Auf der einen Seite ist die moderne Welt ein Ort der Hoffnung und einer strahlenden Zukunft. Sie ist mehr wie ein verdeckter Krieg der Intrigen um Macht und Proto-Cyberpunk der geradeaus in Richtung Gibsons führt. Auf der anderen Seite ist sie das höchste Level des Komforts in der gesamten menschlichen Geschichte. Wir sind an dem Punkt angelangt, an dem wir so viel Zeit dafür haben, unsere inneren Welten zu erforschen und mit uns selbst alleine zu sein. Es ist eine ganz neue Dimension. Und es ist beängstigend – Angst führt zu Fatalismus.

Vasily: So gut wie nicht. Jeder von uns hat tragische Situationen wie Todesfälle, Trennungen und Verluste erlebt, aber ich denke, es geht mehr um innere Gefühle und die Lebenseinstellung. Ich kenne viele, die das Leben als ein freudiges Abenteuer sehen, und das ist großartig und in Ordnung. Aber ich sehe und fühle eine andere Seite des Menschseins – alle Dissonanzen, unlogische Ereignisse, all das Leid und die Verzweiflung, die Einsamkeit und der ständige Kampf – auch sie sind Teil unseres Lebens. Menschen erschaffen sie für sich selbst oder für andere – das ist unser zentrales tragisches Schicksal.

Eine solche Art von Musik und Texten zu erschaffen, ist der ehrlichste und direkteste Weg, meine tiefen inneren Gedanken und Gefühle auszudrücken. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich sie nur mit mir bekannten Worten beschreiben kann, also wird das Musizieren einfach zu einer anderen Art von Sprache. Auf der anderen Seite ist es für mich auch ein Weg, um depressiven Verstimmungen und Ängsten zu widerstehen.

Anne: Wolltet Ihr schon immer Post-Metal machen?

„Für mich ist Post-Metal etwas Neues“

Anton: Um ganz ehrlich zu sein, wusste ich nicht, dass es Post-Metal gibt, bevor ich zu Smyčka kam. Der Bassist schrieb mir, dass die Band einen Schlagzeuger suchte, und ich meinte: „Was meinst Du mit Post-Metal? Gibt es so etwas?“. Aber als ich mir die Musik anhörte, war das ein Volltreffer für mich – Die ganze Stimmung, die progressiven Elemente, der extreme weibliche Gesang, die Atmosphäre eines bleiernen Himmels, der auf die innere Essenz drückt. Ich glaube, ich habe unbewusst immer nach solcher Musik gesucht und wollte sie spielen.

Julia: Ich fühle mich nicht an irgend ein Genre gebunden und höre mir die unterschiedlichsten Musikrichtungen an. Ich habe mir die Bands, mit denen ich verformt habe, immer danach ausgesucht, ob sie mich emotional berührt haben.

„Als ich jünger war, liebte ich Metalcore und Deathcore“

Vasily: Als ich noch sehr viel jünger war, habe ich noch andere Musik gehört – brutalere und aggressivere Genres wie Metalcore, Deathcore, Death Djent und so weiter. Ich hatte einige Projekte mit einem Kumpel. Wir wollten eine progressive Death Band starten. Das ist schon lange her, das war 2012 bis 2013.

Ich glaube, ich wusste nicht mal, dass es ein Genre namens Post-Metal gibt. Einmal war ich bei einem lokalen Gig, bei dem russische Doom und Sludge Bands gespielt haben. Das war mein erster Blick auf eine andere Seite der Heavy Music. Meine nächste Berührung mit dem Genre war dann ein The Ocean Konzert in Moskau – es war das erste Mal, dass ich Post-Metal live gehört habe, und die Band war hervorragend – energiegeladen und groovy. Sie haben mir komplett den Atem geraubt.

„Cult Of Luna haben mich schwer beeindruckt“

Danach habe ich mir dann „Genesis“ von Cult Of Luna angehört und ich war hin und weg – dieser perfekte Mix aus Härte, Atmosphäre und Power hat mich schwer beeindruckt. Ich begann das Genre zu entdecken und hörte mir andere Post-Metal-Bands an. Seit diesem Moment wollte ich Post-Metal machen, aber angereichert mit anderen musikalischen Elementen. Das Death-Metal Projekt, das wir machen wollten, ist nicht zustande gekommen. Also verabschiedete ich mich von dem Gedanken und schrieb einige Post-Music Stücke und melodische Parts. Einige davon wurden dann zur Basis für die Songs auf „Fated“.

Anne: Gibt es neben The Ocean und Cult Of Luna noch andere Post-Metal Bands, die Ihr verehrt?

Anton: Obscure Sphinx, Russian Circles, Minsk, If This Trees Could Talk, Intronaut und Vorvaň, wenn man sie als Post-Metal bezeichnen möchte – insgesamt sind die Übergänge zu anderen Genres ja recht fließend.

Vasily: Ich bin ein großer Fan von Cult of Luna. Ich höre mir all ihre Alben mit großem Genuss an. Sie inspirieren mich sehr. „Dark City Dead Man“ ist zum Beispiel ein Track, den ich mir endlos anhören kann. Und ich spiele ihn auch sehr gerne. Ich mag eine Menge Post-Metal Bands: Neurosis, The Ocean, Callisto, Rosetta, Omega Massif, Mouth of the Architect, Fall of Efrafa, Obscure Sphinx und Minsk sind ein paar davon.

Anne: Wie würdet Ihr die Post-Music Szene in Moskau und in ganz Russland beschreiben?

„Post-Music ist in Russland nicht besonders beliebt“

Julia: Ich habe mehr über Post-Metal erfahren, als ich zu Smyčka gekommen bin. Ich habe das Gefühl, dass dieses Genre in Russland nicht besonders beliebt ist.

Anton: Ich denke, dass mein nicht vorhandenes Wissen über Post-Rock vor meiner Zeit bei Smyčka spricht Bände. Es ist eine Untergrund-Bewegung. In Russland müssen sich erst Prozesse für derartige Musikrichtungen entwickeln. Im Moment hängt das alles von ein paar Enthusiast⋆innen ab. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes – es gibt ein paar wirklich starke und engagierte Post-Metal Bands in Russland. Meiner Meinung nach ist Vasily ein echter Guru in diesen Fragen.

„Saint-Petersburg ist die Post-Music-Hauptstadt von Russland“

Vasily: In Moskau gibt es ein paar Post-Music Bands. Ich kenne zum Beispiel L’Homme Absurde, Naska, Reserve de Marche, Walls of Ice und die russischen Post-Metal Giganten Reka. Mit einigen von ihnen sind wir befreundet und haben uns schon Sets auf Live-Konzerten geteilt. Ich mag Milestone sehr. Leider haben sie sich nach ihrem fantastischen Album „Blind Alley“ aufgelöst. Eigentlich ist Sankt Petersburg mit seinen Post-Rock, Post-Metal und Post-Black Bands die Post-Music Hauptstadt. Dort gibt es eine viel stärkere Community, als in Moskau. Es gibt viel mehr Konzerte, Videos, Parties und so weiter. Das ist super für ein Genre und die Musikszene in unserem Land. In Russland gibt es sehr viele Post-Rock, Post-Black und Black Gaze Projekte, aber es sind zum größten Teil zu 100 Prozent Underground-Bands.

Anne: Wer hat sich Euren Bandnamen ausgedacht und was bedeutet er? Hat er für Euch eine besondere Bedeutung?

„Unser Bandname passt perfekt zur Stimmung unserer Musik“

Vasily: Soweit ich mich erinnere, bin ich darauf gekommen, mir so einen düsteren Namen auszudenken, weil er in Verbindung zu Kafka steht. In Tschechien bedeutet Smyčka „Schlinge“, Russischen gibt es ein von der Aussprache her ein recht ähnliches Wort, das „Zusammenlaufen oder vereinigen unterschiedlicher Wege“ bedeutet. Wir haben uns entschieden, diesen Namen zu behalten, obwohl die Schreibweise und die Transkription schwierig sind. Wir sind eine Underground-Band, also spielt es keine Rolle, denke ich. Der Name passt perfekt zur Stimmung unserer Musik und dem Genre-Mix, den wir bedienen.

Anne: Wo wir gerade bei Franz Kafka sind. Ihr habt erzählt, dass Ihr die Konzepte seiner Geschichten in Musik übersetzen wollt. Was verbindet Euch mit ihm und seinen Geschichten?

Anton: So viele Dinge, denen wir im Leben begegnen, sind von Natur aus kafkaesk, finde ich. Umstände höherer Gewalt innerhalb des Systems. Geschäftig und ohne Ergebnis. Absurd auf einer täglichen Basis. Die gesamte menschliche Gesellschaftsorganisation führt zu existenziellen Fragen – „Wer bin ich?“, „Was bin ich?“, „Wo gehöre ich hin?“, „Welches Rädchen im Getriebe des Universums bin ich?“, „Welcher Teil von mir ist nur ein Abbild der Menschen, die mich umgeben?“ – Es gibt so viele Fragen und so viel Zeit zum Nachdenken, aber so wenig Informationen, die unweigerlich zu Angst, Furcht und grimmigen Argumentationen über das Leben führen. Die Statistik des Wachstums der Psychotherapie-Patient⋆innen zeigt uns: Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit derartigen Fragen und begeben sich tief auf die Suche nach Antworten. Kafka war der Pionier für die innere Reise – metaphorisch ausgedrückt – in der modernen Zeit.

„Franz Kafka hatte großen Einfluss auf mich“

Vasily: Ich lese seine Geschichten schon, seit ich denken kann. Ich kann mich noch daran erinnern, als ich noch ein Schuljunge war, es war in den Neujahrs-Ferien und ich habe spät nachts „Das Schloss“ gelesen. Für mich war es super spannend und fesselnd und es hat großen Eindruck auf mich gemacht. Viele Menschen würden es vielleicht als höllisch langweilig empfinden, aber ich habe es wie ein faszinierter Detektiv gelesen. Ich weiß, dass es Leute gibt, die Kafkas Geschichten verrückt finden, kompliziert, überbewertet und so weiter, aber für mich ist er ein sehr realistischer Schriftsteller.

Er hat nur eine etwas spezielle Art, das Leben zu betrachten mit einer ganz bestimmten Sichtweise. Als ich erwachsen wurde, habe ich angefangen seine Plots im Leben zu erkennen – Bürokratie, sinnloses unbewusstes Handeln, die Abwesenheit von Logik und Missverständnisse zwischen Menschen. Ich schätze es sehr, dass seine Helden oft nicht gehorsam und konform sind – sie versuchen zu suchen, zu erforschen und sogar mit den Reichen zu kämpfen, für die sie existieren.

Anne: Was steht als Nächstes an für Smyčka?

„Wir haben schon neue Songs“

Anton: Erfolg. Vielleicht sollte ich sagen, dass es meiner Meinung nach schon ein großer Teil des Erfolges ist, die Musik zu spielen, die man mag, die Emotionen auszudrücken, die man hat. Aber für uns ist es ebenso wichtig, das mit anderen zu teilen. Wir wünschen uns einen Dialog mit den Menschen, die so wie wir fühlen und die sich diese Musik wünschen. Einfacher gesagt: Wir wollen eine Zusammenarbeit mit neuen Freund⋆innen erreichen und einige für uns neue Formate ausprobieren. Lass Dich überraschen! Für uns passiert alles mit dem Ziel, regelmäßig Konzerte zu geben und Platten zu veröffentlichen. Das ist ein ehrgeiziger Plan auf lange Sicht. Aber er ist real, weil es so viel zu sagen, zu diskursivieren und auszudrücken gibt!

Julia: Etwas komplett Neues, aber mit dem erkennbaren Smyčka Stil.

Vasily: Ich weiß es wirklich nicht. Ich hatte so viele Pläne und sie sind alle schiefgegangen. Ich habe also meine Wünsche und Erwartungen ziemlich heruntergeschraubt. Auf der praktischen Seite proben wir sehr viel, um wieder in Schuss zu kommen, damit wir live spielen können. Wir fangen gerade an, unsere neue Single zu mischen. Wir hoffen, dass wir „Fated“ auf CD herausbringen und ein paar Videos machen können. Und ich habe einen Pool von neuen Tracks, die gespielt und aufgenommen werden wollen. Anne, vielen Dank für das Interview! Es hat uns sehr gefreut! Alles Gute für Dich!

Smyčkaa – „Fated“

Meine Review zum Smyčka Debüt-Album „Fated“ findet Ihr hier.

[⋆] English version

Interview with Smyčka – „Life seems kafkaesque sometimes“

Smyčka wanted to do an interview. Because I’m pretty fascinated by the band’s history and their debut album „Fated“ is pretty great, I am delighted to present it to you today.

Singer Julia, drummer Anton and guitarist and founder of the band Vasily told me a lot about making their just-released record, the post-music scene in Russia, and their affinity for Franz Kafka’s stories.

Anne: Hi! Thank you very much for taking the time for this interview! How are you doing these days? How are you spending your time?

Anton: Hello, working hard, doing fine, thank you! For now, I have many activities: my job in the AI research field, the ending of a postgraduate program, Smyčka, local music parties, the weekend tour of a symphonic-metal band, which I help with. If I am lucky, sometimes I find the time to sleep, yeah.

Julia: Hi! Pretty busy and productively!

Vasily: Hi, and thank you so much for having us! I work a lot, rehearse with Smyčka and another band I participate in as a guitarist. Also, I do some organisation deeds related to Smyčka – social networks posts, conversations and agreements about our new material mixing and mastering, video content, etc. When I am free, I try to create new music and lyrics.

„I joined the band after they finished ‚Fated'“

Anne: You’ve just released your debut „Fated“ (Read my review here). Congrats on that. I like the album a lot! It’s excellent! Are you happy with the outcome of your work?

Anton: Thank you for this high estimation. I joined the band after they finished the album, too, so I wasn’t part of the recording sessions. In my opinion, the primary outcome is that the album is finished, released, and now it shows the world our music and ideas, the atmosphere we create. I think that’s a good start!

Julia: Thank you! I wasn’t part of the album, but I’m proud of the guys. They have come a long way and have done a great job. I like to feel the atmosphere of these songs.

Vasily: Thank you so much! I’m happy that „Fated“ is released. It was a huge time gap between the idea of it and its release. Now I am not that happy as I could be if released, for example, in 2018 or 2019. I was pleased while I was making music for „Fated“ – it was a challenging but great time, full of creative work, hopes, discussions and sleepless nights.

It’s not about happiness for me at the moment. I feel that I’ve done the thing that I needed to do. And it should’ve been done much earlier. So now I feel like I am free from „my own“ burden of debt. Generally, I’ve turned a page related to this material and now trying to look ahead. But I hope that our music can support someones who feels desperate or helpless. It’s not only about darkness but the resistance to it.

„We recorded the drums in one day“

Anne: How long did it take you to record it?

Anton: As I said, our previous drummer recorded a drum part of the album. Hilarious fact: he did it in a single session! I would have needed much more time for that, I guess.

Vasily: Well, we recorded all instrumental parts quickly – one day for drums, two days for both guitars, a weekend for bass. The most challenging part was vocal. We had three attempts with our former singer, and each shot was poor. So we made a change and started to work with Arina, who finally recorded vocals. It took two or three months to record Arina and about two years to get the vocals done in general. Then there was mixing, re-mixing, and mastering. So the album called „Fated“ had a really uncertain fate, and when we finally had everything done, I was tired as hell.

Anne: That sounds like the changes in your line-up have been difficult for you?

Vasily: Yeah, indeed. We began to record it with our former line-up, and by the end of making the album, I was the only person who stayed in the band from original members. It was tough – to work on material that was old for me – with new bandmates. It became my constant „headache“.

Anne: „Fated“ is about fatalism and tragic fate. Are there any events that you are referring to with it in particular?

„‚Fated‘ is about the zeitgeist“

Anton: As a performer of this music, I feel more like it’s about the zeitgeist. On the one hand, the modern world isn’t a place of hope and a bright future; it’s more like a covert war of intrigues for power and proto cyberpunk going straight to Gibson’s. On the other hand, there is the highest level of comfort in the whole human history, and it came to that point, we have so much time to research our inner worlds, to be with self alone. It’s a whole new dimension. And this is scary – fear leads to fatalism.

Vasily: Almost not. All of us had tragic situations like deaths, separations, and losses, but I think it’s more about inner feelings and life attitude. I know many who see life as a joyful adventure, and it’s terrific and ok. But I see and feel another side of being human – all dissonances, non-logical events, suffering and desperation, loneliness and permanent struggle – they are part of our lives too. People make them by their own hands, for themselves or each other – and that’s our central tragic fate.

Making such a kind of music, lyrics, and style is the most honest and straight way to express my deep inner thoughts and emotions. I don’t feel like I can describe it only with familiar words, so playing music becomes just another kind of language. On the other hand, for me, it’s also, a way to resist depressive mood and anxiety.

Anne: Did you always want to make post-metal?

„Post-metal is new for me“

Anton: To be completely honest, I didn’t know that post-metal exists before I joined Smyčka. The bassist wrote me that the band was searching for a drummer, and I was like: „What do you mean, post-metal? Is that a thing?“. But as I listened to the music, that was a direct hit for me – mood, progressive elements, extreme female vocals, atmosphere of a leaden sky pressing inner essence. I think I’ve always searched for such music unconsciously, wanted to play it.

Julia: I am not tied to any genre and listen to different music styles. I have always chosen the bands and the music that I wanted to perform if it touched me emotionally.

„I loved metalcore and deathcore when I was younger“

Vasily: When I was much younger, I listened to and played another kind of music – more brutal and aggressive, like metalcore, deathcore, death, djent, etc. I did some project with my mate – we wanted to start a progressive death band. It was a long time ago, maybe 2012-2013.

I think I even didn’t know there was a genre called post-metal. But once I got to some local gig where Russian doom and sludge bands played. It was my first look at another side of heavy music. The next time I visited one of The Ocean’s gigs in Moscow – it was my first time I’ve heard post-metal live, and the band was excellent, energetic and groovy. I was utterly discouraged by them.

„Cult Of Luna blew my mind“

Further, I’ve listened to Cult Of Luna’s „Genesis“, and it blew my mind – it is a perfect mix of heaviness, atmosphere and power. So I began to discover genre and listened to other post-metal bands. Since that moment, I always wanted to make post-metal but enriched with different musical forms. The death-metal project we wanted to make didn’t start. So I left it and wrote some post-like tracks and melodic parts. Some of them then became the base for „Fated“ songs.

Anne: Besides The Ocean and Cult Of Luna – do you have any other favourite bands when it comes to post-metal?

Anton: Obscure Sphinx, Russian Circles, Minsk, If This Trees Could Talk, Intronaut, and Vorvaň if we could call them post-metal – after all, there aren’t any straight edges to this genre.

Vasily: I am a huge fan of Cult of Luna. I can say I listen to all their albums with great pleasure, and they inspired me a lot. „Dark City Dead Man“ is, for example, a track I can listen to endlessly. And I like to play it, too. I love several post-metal bands: Neurosis, The Ocean, Callisto, Rosetta, Omega Massif, Mouth of the Architect, Fall of Efrafa, Obscure Sphinx and Minsk, to name a few.

Anne: How would you describe the post-music scene in Moscow and Russia in general?

„Post-music is not that popular in Russia“

Julia: I got to know more about post-metal when I joined Smyčka. For some personal feelings, it seems to me that this genre is not very popular in Russia.

Anton: I think my lack of knowledge about post-metal before Smyčka talks a lot. It’s an underground movement. In Russia, there are still processes needed to build for such a kind of music to grow. For now, this is more on the shoulders of enthusiasts. That isn’t necessarily bad – there are a lot of robust and engaging post-metal bands in Russia. In my opinion, Vasily is a real guru in these questions, and I let him list them.

„Saint-Petersburg is the post-music capital of Russia“

Vasily: There are some post-metal bands in Moscow. I can name L’Homme Absurde, Naska, Reserve de Marche, Walls of Ice and the Russian post-metal giants Reka. We are mates with some of them and shared a scene at live concerts. I like Milestone a lot. Sadly they’ve split up after they released their fantastic album „Blind Alley“. Generally, Saint-Petersburg is considered to be the post-music capital of Russia, not Moscow. There are some post-rock, post-metal, post-black bands in SP, and they have a strong community, much stronger than Moscow bands. So they play more gigs, make more videos, parties, etc. It’s fantastic for a genre and music situation in our country. We have numerous post-rock and post-black, blackgaze projects in Russia, but they are almost 100 per cent underground in our country.

Anne: Who came up with your band name, and what does it mean? Does it have a special meaning for you?

„Our band name matches with the mood of our music“

Vasily: As I remember, I came to it searching for some gloomy name, maybe having some reference to Kafka. In Czech, Smyčka means noose, and in Russian, it has the same pronunciation for a relatively close word meaning „converging or uniting of some ways“. We decided to stay with this name despite some difficulties with its writing or transcription. We are an underground band, so it doesn’t matter, I think. It matches well with our music mood and the mixing of genres we use.

Anne: Talking about Franz Kafka. You said that you want to translate the concept of his stories into music. What connects you with him and his stories?

Anton: So many things we face in life are kafkaesque by nature. Force majeure circumstances wrapped in the system. Bustling with zero outcomes. Daily-based absurd. The whole human society organisation leads to existential questions – „who am I?“, „what am I?“, „where is my place?“, „What am I doing in the context of the universe?“, „what part of me is just patterns of people around me?“ – so many questions, so much time to think, but so little information, which inevitably leads to anxiety and fear, grim reasoning about life. Statistics of psychotherapy clients growth shows us – more and more people have such questions and go too deep in search of an answer. Kafka was the pioneer for the inner journey expressed metaphorically in modern time.

„Franz Kafka had a significant impact on me“

Vasily: I read him all my life. I can remember when I was a schoolboy; it was the New Year vacations, and I’ve been reading „A Castle“ late at nights. For me, it was super exciting and captivating and had a significant impact on me. Many people will say that it’s boring like hell, but I read it as an intriguing detective. I know there are ones, who consider Kafka strange, complicated, even overpriced, and so on, but for me, he is a pure realistic writer with just a special optics to look at life, with some different point of view on it.

When I became an adult, I started to recognise his plots in life around – bureaucracy, futile and unconscious actions, absence of logic, misunderstanding between people. And I appreciate that lots of time, his heroes are not obedient and conformal – they try and search, investigate and even fight with realms they are in.

Anne: What’s up next for Smyčka?

„We have a pool of new songs“

Anton: Success. Maybe I should say, in my opinion, to play the music you like, to express the emotions you have is already a big part of prosperity. But it’s also essential for us to share this. We want a dialogue with people who feel the same and who want or even need this music. In more practical terms: we want to achieve teamwork with new mates, try some new formats for us. Let it be a little surprise! Everything to make concerts and releases regularly – an ambitious plan for the long term, but it’s real because there is so much to say, discourse, and expression!

Julia: Something completely new, but with the recognisable style of Smyčka.

Vasily: I don’t know. I had several plans when I started this project, but many of them didn’t work out. So now I am very cautious in my expectations and predictions. Practically – we rehearse a lot to get back to the scene and play live. We are beginning to mix our new single. Hope we’ll release „Fated“ CD’s and make some video content. And I have a pool of new tracks that want to be played and recorded. Anne, thank you so much for the interview! It’s so lovely – all the best for you!