Heute möchte ich Euch einen ganz besonderen Film ans Herz legen. „Live And Let Live“ wurde von Filmemacher und Regisseur Marc Pierschel gedreht. In der Doku zeigen Veganer*innen ihre Gründe für ein Leben ohne Tierleid.

Es kommen unter anderen die Autorin des Buchs „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ Melanie Joy, der Professor für Bio-Chemie und Verfasser der „China Study“ T. Colin Campbell sowie Bio-Ethik Professor Peter Singer und der vegane Radsportler Jack Lindquist zu Wort.

Einfühlsame Berichterstattung

Auf, wie ich finde besonders einfühlsame Art und Weise, Themen wie der Klimawandel, die immer häufiger auftretenden Lebensmittelskandale und ernährungsbedingte Krankheiten bearbeitet.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist das Interview mit Hof Butenland Betreiber*innen Jan Gerdes und Karin Mück. Sie erzählen von ihrem Hof im Wandel der Zeit – vom traditionellen Bauernhof im Familienbetrieb zum Kuh-Altersheim und Lebenshof.

Sie berichten unter anderem von der Kuh, die ihnen eines Tages vom Nachbarhof zulief, weil sie es nicht mehr ertragen konnte, dass ihr immer wieder die Kälbchen entzogen wurden. Genau wie Frederik, das Schwein, das sich mit einem Sprung vom Tiertransporter gerettet hat, hat jedes Tier auf Hof Butenland sein ganz persönliches Schicksal.

Darum vegan

Sechs Menschen berichten von ihren persönlichen Beweggründen, die zu ihrer veganen Lebensweise führten. Ganz nebenbei wird dabei auch die Entwicklung der veganen Bewegung gezeigt.

Die Protagonist*innen berichten von ihrem Weg und ihren Entscheidungen – ganz ohne mahnend erhobenen Zeigefinger. Jede*r auf seine Art – vom aktiven Animal Equality Aktivistenpärchen, das Tiere aus unwürdigen Ställen rettet, über den Wissenschaftler bis zum veganen Hochleistungssportler.

„Live And Let Live“ – Fakten und Schicksale

Untermauert werden die Berichte von sorgfältig recherchierten und spannend aufbereiteten Fakten. Langeweile kommt beim Schauen keine auf. Ganz im Gegenteil: ich hatte anschließend das Gefühl, ein zweiter Teil wäre jetzt genau das Richtige. Der lockere Erzählstil und das Schwenken zwischen den verschiedenen Interviewpartner*innen macht Lust auf mehr. Auf brutale Bilder wurde, anders, als bei anderen Tierrechts-Dokumentationen, verzichtet.

Ich möchte an dieser Stelle gerne kino-zeit.de zitieren:

„Das alles ist so konkret wie logisch. Und hat letztlich weniger mit alternativen Lebensweisen, als vielmehr mit klarem Verstand zu tun.“

Auszeichnung

„Live And Let Live“ wurde im Jahr 2014 unter anderem auf dem 19. Milano Film Festival präsentiert. Im selben Jahr wurde er auf dem Comic Cine Film Festival mit dem Comic Angel ausgezeichnet.

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Filmtrailer „Live And Let Live“