Seit 1993 findet jedes Jahr am 22. März der Internationale Weltwassertag statt. Er soll daran erinnern, dass Wasser die Grundlage für das Leben auf der Erde ist.

Vorgeschlagen wurde der Tag im Rahmen der Agenda 21 der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED). Die UN-Generalversammlung beschloss am 22. Dezember 1992 im Rahmen einer Resolution die feste Einführung des Tages.

Der Weltwassertag steht jedes Jahr unter einem bestimmten Motto. 2017 war das Thema „Abwasser“, 2016 „Wasser und Arbeitsplätze“. In diesem Jahr dreht sich alles um das Thema „Naturbasierte Lösungen für das Wasser“.

Natürliche Wasserspeicher nutzen

Weltwassertag2018 soll für ein stärkeres Bewusstsein für die Berücksichtigung naturnaher und natürlicher Wasserspeicher geworben werden. Zu den natürlichen Wasserspeichern zählen unter anderem Wälder, Wiesen und Feuchtgebiete.

Naturbelassene Auen stellen als multifunktionale Ökosysteme zum Beispiel wertvollen Retentionsraum für Hochwasser dar. Grüne Infrastrukturen können an vielen Orten Bauwerke wie Dämme ersetzen. Dabei können sie die Auswirkungen von Extremwetter auf die Umwelt abschwächen.

Das große Ziel des Weltwassertages ist es, die Öffentlichkeit auf die Bedeutsamkeit dieser Umstände aufmerksam zu machen. Daher sind alle teilnehmenden Staaten ausdrücklich dazu aufgerufen, Veranstaltungen zum Weltwassertag abzuhalten und ihn bekannt zu machen.

Wasser sparen – Tipps weitergeben!

Weltwassertag

Überschwemmung in Sri Lanka

Auch, wenn sie für viele von uns vielleicht schon fester Bestandteil des Tagesablaufs sind: Es ist wichtig, Wasserspartipps zu beachten und an andere weiterzugeben. Jeder sollte immer wieder daran erinnert werden. Auch sie sind daher immer festes Thema beim Weltwassertag.

  • Beim Zähneputzen das Wasser abstellen.
  • Keine Chemikalien und Abfälle in den Abfluss gebe oder in der Toilette herunterspülen.
  • Zum Gießen kann man sehr gut Regenwasser sammeln.
  • Nicht zu lange duschen.
  • Auf Lebensmittel tierischen Ursprungs besser verzichten

Weltwassertag – Wie wirkt sich Massentierhaltung auf den Wasserverbrauch aus?

Was mir persönlich auffällt ist, dass schon seit Jahren das Thema Massentierhaltung fehlt. Ganz ehrlich? Ich wünsche mir einen Weltwassertag unter dem Motto „Wie wir durch den Verzicht auf Lebensmittel tierischen Ursprungs den globalen Wasserverbrauch drastisch senken können“.

Der Wasserverbrauch in der Fleischproduktion ist unfassbar groß. Um nur ein Kilo Rindfleisch zu produzieren, werden zum Beispiel mehr als 15.000 Liter Wasser verbraucht. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Westeuropäer verbraucht am Tag rund 130 Liter Wasser. Wäschewaschen und Duschen eingeschlossen. Von der Unesco gibt es dazu eine grafische Darstellung:

Quelle: http://www.vegetarismus.ch/wasser/index.php

Hinzu kommt, dass in den reichen Industrieländern Lebensmittel im Überfluss produziert werden. Rund 30 Prozent der weltweit hergestellten Lebensmittel landen im Müll. Das dafür verbrauchte Wasser ist ganz klar verloren.

Sollte man mal drüber nachdenken, oder?

Geschichten rund um die Wasserversorgung weltweit gibt es auf der offiziellen Homepage zum Weltwassertag.

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