Blind DateWährend ich diese Zeilen schreibe, habe ich ein Blind Date. Wie es dazu kam? Jüngst wurde ich von Björn von Gartenbaukunst* eingeladen, bei einer ganz besonderen Bloggeraktion mitzuwirken. Es geht dabei um Musik und was sie mit einem macht. Für mich war also von Anfang an klar, dass ich mitmachen würde.

Damit Ihr Euch etwas darunter vorstellen könnt, stelle ich Euch die Aktion kurz vor. Es geht dabei wie gesagt um ein Blind Date. Dieses Blind Date hat man nicht mit einem Menschen, sondern mit einem Song. Mehrere Blogger hören am selben Tag zu selben Uhrzeit ein und das selbe Lied und schreiben auf, was es in ihnen auslöst. Ins Leben gerufen hatte Björn das Bloggerevent, als er zusammen mit Caro von Hauptstadtgarten* eine kleine Aktion mit Gastbeiträgen starten wollte. Es wurde schon einmal veranstaltet. Weil es so gut bei den Lesern der teilnehmenden BloggerInnen ankam, geht es heute in die zweite Runde. Was ich daran besonders spannend finde, ist, dass man natürlich vorher nicht weiß, was die anderen Teilnehmer schreiben. Glaubt mir, ich platze gerade fast vor Neugierde.

Blind DateIst dann alles notiert, veröffentlichen alle BloggerInnen, die dabei sind, am selben Tag um die selbe Uhrzeit ihre Artikel. Ich habe mir die Artikel vom letzten Mal durchgelesen und muss sagen, dass ich fasziniert bin, wie unterschiedlich und zugleich aber auch ähnlich die unterschiedlichsten Charaktere Musik wahrnehmen und auf sich wirken lassen. Das Blind Date hatten die Blogger mit dem Song „Strawberryfields Forever“ von den BEATLES. Dieses Mal treffen wir auf „Summerwine“ von NANCY SINATRA. Außer mir sind noch sieben andere BloggerInnen mit dabei. Ich werde sie im Anschluss an meine Schilderung zum Song verlinken.

Das Blind Date geht los

Es ist also soweit. Das Blind Date geht los. Ihr dürft gespannt sein, denn Ihr dürft live dabei sein, wie ich Nancy Sinatras „Summerwine“ auf mich wirken lasse. Vorhang auf für Gefühle. Hier kommt mein Text.

Ein breiter Strand mit hellem Sand. Vielleicht in Kalifornien. Oder anderswo auf der Welt. Fröhliche Menschen tanzen glücklich im Abendlicht. Für sich. Vertieft in die Musik. Zu zweit. Eng aneinander geschmiegt oder in Gruppen von dreien oder vieren. Männer. Frauen. Kinder. Hunde. Sie murmeln. Lachen. Teilen mitgebrachtes Essen. Laden Passanten ein, sich ihnen anzuschließen. Jemand sitzt auf einer Schaukel, an deren langen Bändern Blumengirlanden befestigt sind. Das wirre Haar und die luftige Kleidung der Person flattert im Wind. Fast feenhaft. Leicht. Beschwingt.

Der Sonnenuntergang spielt mit dem Meeresspiegel. Farben von gelb über orange bis violett mischen sich in die leichten Wellen. Grillen zirpen in den Dünen. Jemand greift zur Gitarre. Begleitet die Geigen. Gibt dem Bild für einen kleinen Augenblick Kontur. Der Sand ist noch heiß vom Tag. Der mitgebrachte Wein etwas warm. Aber das stört niemanden. Es ist windstill. In der Ferne zieht ein kleines Boot seine Kreise.

Von der nahegelegenen Promenade dringen Geräusche zu den Menschen am Strand. Durch das Schilf und die Palmen wirken sie gedämpft. Wie durch einen weichen Vorhang. Ein satter, sanfter Klangteppich aus Musik, fröhlichen Menschen und klirrenden Gläsern. Der Asphalt ist dampfig und weich. Ein Mann schreitet das Trottoir entlang. Einen schmalen Koffer unter dem Arm. Sein Anzug sitzt akkurat, die Schuhe sehen poliert aus, der Kragen frisch gestärkt. Keine Spur von Schweiß auf seiner Stirn. Er steigt in einen silbrig glänzenden Sportwagen ein. Gibt Gas und verschwindet in der dunkler werdenden Nacht. Sein Auftrag ist geheim. Sein Name Bond. James Bond.

Summer Wine – Der Song

Teilnehmer beim Blind Date mit Summerwine

*Gartenbaukunst
Hauptstadtgarten
Beetkultur
Rienmakaefer
Der kleine Horrorgarten
Ye olde Kitchen
Laubenhausmädchen
Karo-Tina Aldente

Anne bloggt cardamonchai
 (aka ich smile )
Sind im Garten

Milli Bloom

Über warmen Asphalt habe ich hier schon mal geschrieben. Auch diese Geschichte lohnt es sich zu lesen.

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