Menschen sitzen auf dem Gehsteig in der Sonne und entspannen sich. Sie haben Eis und Getränke dabei, lesen Zeitung, blicken einfach so ins Weite, oder unterhalten sich.

In der Ferne  kann man das Getöse der Großstadt wahrnehmen. Tauben bevölkern die Straße. Sie picken vereinzelt nach ein paar Brotkrumen. Aus einer Box, die jemand vor sein Geschäft gestellt hat,  klingen leise die Sounds von Roxy Music. Eine Mutter füttert ihr Kind.

Im Straßencafé gegenüber ist eine junge Frau in ihrem Korbsessel eingenickt. Ihr Begleiter spielt vertraut mit einer Locke ihres schwarzen, glänzenden Haares.

Es riecht nach Frühling, nach den Kräutern und Gewürzen des Markes. Ruhe und Gelassenheit, Toleranz und Verständigung.

Plötzlich kommt ein Auto durch die sonst so ruhige Straße angebraust. Fährt durch den Taubenschwarm. Die Vögel steigen hektisch mit den Flügeln schlagend auf. Einer nach dem anderen.

Federn. Blut. Auf dem grauen Asphalt. Einer von ihnen hat es nicht geschafft. Eine Wolke schiebt sich vor die Sonne. Es beginnt zu regnen. Die Marktfrauen packen ihre Gewürze ein. Die Musik verstummt.

Abspann

Dieser Text ist Rudi gewidmet.

Musik: Shearwater – Believing Makes It Easy

Now that we have pulled away
Is it better on the inside?
And did you like the offerings
On the counter, under black lights?

While the stars have aligned
With a light that irradiates all of us
In the parallel
Let the temperature rise
Till the urge to relieve it is perilous,
Let the silence make it easy

Driving through the border range
Did we pass along the same road?
We are ashes in the polar rays
We war blooming at the same time

While the sun slips away from the crest of the barricade
Radiant
In the winter light
If a tenth of the law is the urge to invalidate
Starry-eyed
And inverterate
And invincible
You make it easy