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Wer schwedischen Post-Rock liebt, kommt an Oh Hiroshima nicht vorbei. Ich hatte jetzt das Glück, die Band bei einem Interview mit Sänger Jakob besser kennenzulernen.

Erst im Dezember haben Oh Hiroshima ihr aktuelles Album „Oscillation“ fertiggestellt. Darauf verknüpfen die Soundkünstler gekonnt abstraktes Gitarrenspiel mit elektronischen Klängen. Perfektioniert wurde das Werk von Producer und Cult Of Luna Drummer Magnus Lindberg.

Anne: Hej Jakob! Danke, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst! Ich bin sehr gespannt, mehr über Euch zu erfahren. Wie geht es Euch? Wie ist die Situation in Schweden? Im Moment passiert ja weltweit ganz schön viel. Es scheint, dass uns Corona alle im Griff hat…

„Die Zeit wird zeigen, ob Schwedens Strategie richtig war“

Oh HiroshimaJakob: Hej! Danke auch Dir! Uns geht es gut, auch wenn alles im Moment etwas anders ist durch die ganze COVID-Situation. Schweden hat natürlich auch damit zu tun, aber die Regierung fährt eine etwas andere Strategie, als die meisten Länder. Es hat bei uns nie einen Lockdown oder etwas in der Art gegeben. Bei uns gibt es grundsätzlich viel Vertrauen in die Autoritäten. Sie haben das Konzept mit diesem Gedanken im Hinterkopf ausgearbeitet, denke ich. Es gab hier neben umfassenden Empfehlungen und Vertrauen in die soziale Verantwortung jedes Einzelnen nur ein paar kleinere Regulierungen. Ob diese Strategie vorteilhaft ist, wird die Zeit zeigen, denke ich.

Anne: Die ganze Musikszene ist im Moment zu einer Pause gezwungen. Es gibt weder Festivals noch Konzerte. Wie verbringt Ihr Eure Zeit, statt auf Tour zu gehen?

Jakob: Wir waren in den letzten Jahren keine besonders aktive Liveband. Aber wir waren gerade dabei, unsere Europatour für Mai und ein paar Konzerte davor und danach zu planen, als es losging. Alles wieder absagen zu müssen war natürlich eine herbe Enttäuschung für uns. Wir haben versucht, uns stattdessen einfach voll und ganz auf das Schreiben neuer Stücke zu konzentrieren.

„Wir freuen uns auf das DUNK! Festival 2021“

Anne: Ich hätte Euch eigentlich auf dem diesjährigen DUNK! Festival getroffen. Sehen wir uns dort nächstes Jahr?

Jakob: Ja, das hoffen wir!

Anne: Ich finde, das DUNK! ist eines des besten Festivals überhaupt. Wart Ihr schon mal dort?

Jakob: Nein, keiner aus der Band war bis jetzt dort. Aber alles, was wir bis jetzt darüber gehört haben, klang wirklich gut.

Anne: Gibt es bestimmte Post-Rock Events, die Ihr besonders gerne mögt?

„Wir haben auf dem ersten VIVID gespielt“

Oh HiroshimaJakob: Ich bin nicht so vertraut mit vielen Post-Rock Events aber wir haben vor ein paar Jahren auf dem VIVID in Norwegen gespielt. Es war das erste Jahr des Festivals und es war wirklich großartig. Wir hatten eine gute Zeit dort. Es ist klasse, wenn uns Leute zuhören, die die Musik verstehen und zu schätzen wissen, was man zu tun versucht. Ich glaube, dass diese Art Events für alternativere Musikrichtungen mit einer kleineren Zuhörerschaft besonders wichtig sind.

Anne: Warum habt Ihr Euch Hiroshima genannt?

Jakob: Die Band war zuerst ein Solo-Projekt unseres ehemaligen Gitarristen Leif. Der Name war seine Idee. Ich glaube, er war auf der Suche nach etwas, das die Emotionalität, die Dramatik und Melancholie umschreibt, die Aspekte unserer Musik sind. Wir haben schon ein paar interessante Interpretationen gelesen, was unser Name bedeutet oder symbolisiert. Manche davon sind richtig lustig. Wie bei den meisten anderen Bands auch, ist es einfach das, wie man seine Band nennt. Man schenkt dem nicht mehr so viel Aufmerksamkeit.

Anne: Eine Menge großartige Post-Rock Bands kommen aus Schweden. Die Szene bei Euch ist faszinierend. Steht Ihr in Kontakt mit Bands wie Ef oder Lights & Motion?

„Ef war eine der ersten Post-Rock Bands für mich“

Jakob: Ja, es kommen ein paar nette Bands aus unserer Nachbarschaft. Ich würde nicht sagen, dass wir vernetzt sind, aber wir stehen in Kontakt mit ein paar Leuten, mit denen wir gespielt haben. Feed Me To The Waves und Sagor Som Leder Mot Slutet zum Beispiel. Ef war eine der erste Post-Rock Bands, die ich gehört habe, als ich anfing, mich für das Genre zu interessieren. Ich habe sie vor dem Release ihres Albums in Norrköping gesehen. Wir kennen sie aber nicht.

Anne: Eure Musik ist sehr melodisch und vielseitig – jeder Song ist anders. Was inspiriert Euch beim Komponieren am meisten?

Jakob: Danke! Genau das streben wir an. Daher ist es wirklich nett von Dir, dass Du das sagst. Ich glaube, es ist das, was wir uns selbst anhören und wovon wir zum Zeitpunkt des Schreibens fasziniert sind. Also, wenn wir zu Hause sitzen und and neuem Stoff arbeiten. Die Basis für den Großteil unserer Musik entsteht beim gemeinsamen Jammen im Proberaum. Wenn wir das tun, ist für der Moment das was zählt. Wir versuchen uns beim Spielen mit denen anderen zu verbinden und den Sound in eine gemeinsame Richtung zu treiben.

Anne: Ich mag Euer aktuelles Album „Oscillation“ sehr. Es hat so viele Highlights. Es ist für mich eine sehr ausgeglichene Kombination eingängiger Klangbäder. Gratulation dazu! Wie lange habt Ihr für die Aufnahme gebraucht?

„In Summe haben wir das Album in zwei Wochen aufgenommen“

Jakob: Vielen Dank! Ich freue mich, dass es Dir gefällt. Ich weiß nicht genau, wie lange wir gebraucht haben, weil wir es nicht komplett in einer Session aufgenommen haben. Wir haben zuerst in zwei oder drei Tagen das Schlagzeug aufgenommen. Das war in einer Kirche, die wir dafür gemietet hatten – mit hohen Decken und viel Holz für einen tollen Klang. Danach haben wir den Rest im Haus unseres Freundes Philip Saxin über mehrere Abende verteilt aufgenommen. Er hat mit uns auch schon an „In Silence We Yearn“ gearbeitet. Er hat damals das ganze Ding für uns aufgenommen und abgemischt. Ein bisschen Piano haben wir auch im Konserthus in Örebo aufgenommen, wo Philip arbeitet. Ich würde sagen, dass wir in Summe etwas eine oder zwei Wochen aufgenommen haben – verteilt über ein paar Monate.

Anne: Mein Lieblingsstück auf der Platte ist „Darkroom Aesthetics“. Was ist die Geschichte des Songs?

„Mein Schwiegervater hat die Trompete für ‚Darkroom Aesthetics‘ gespielt“

Oh Hiroshima

Jakob: Ja, der ist wirklich nett geworden. Er ist tatsächlich aus einer alten Aufnahme in unserem Proberaum entstanden. Sie stammt aus der frühen Schreibphase für „In Silence We Yearn“ vor sechs oder sieben Jahren. Ich habe das Stück in unserer Sammlung aus alten Proberaumaufnahmen entdeckt. Ich mochte es wirklich gerne und dachte mir, dass es sicher möglich wäre, es in einen Song für das neue Album zu verwandeln. Wir haben also angefangen, zusammen daran zu arbeiten und es hat wirklich gut funktioniert. Uns gefällt der Gedanke, einen Song auf dem Album zu haben, der etwas kürzer und direkter rüberkommt. Dieser schafft das finde ich gut. Mein Schwiegervater Anders Hemström, der in einem schwedischen Kammerorchester Trompete spielt, hat die Trompete eingespielt. Wir haben bisher noch nie Blasinstrumente für unsere Songs genutzt und es hat wirklich Spaß gemacht.

Anne: Ihr hattet die Ehre, für „Oscillation“ mit Magnus Lindberg von Cult Of Luna zusammenzuarbeiten. Er ist nicht nur ein großartiger Drummer, sondern ein echtes Producing-Genie. Er hat das finale Mastering für Euch übernommen, richtig? Wie war es, mit ihm zu arbeiten?

„Magnus Lindberg von Cult Of Luna ist ein echter Profi“

Jakob: Ja, das ist richtig! Also, es ging schnell und locker. Er ist ein echter Profi. Er hat wahrscheinlich schon über 100 Platten gemastert. Wir haben ihn einfach kontaktiert, um zu sehen, ob es für ihn möglich wäre, es zu machen und das war es. Als das Mixing abgeschlossen war, haben wir es ihm geschickt und er hat das Mastering in ein oder zwei Tagen erledigt. Ein netter Typ!

Anne: Wer hat das Cello auf „In Solar“ gespielt. Habt Ihr Euch etwa auch mit Jo Quail zusammengetan?

Jakob: Keine Jo Quail dieses Mal (lacht). Es war tatsächlich meine Frau Ellen. Sie hat auch für unsere letzte Platte ein paar Sachen mit uns eingespielt. Es ist immer schön, ein paar Instrumente zu haben, die sich von den Gitarren, den Drums und dem Bass abheben. Als kleines Extra sozusagen. Ich habe es wirklich genossen, mit ihr gemeinsam zu komponieren. Es war toll, sie hier zu haben und mit ihr das Cello für diesen Track zu arrangieren. Sie hat auch im Stück „Moderate Spectre“ mitgespielt.

Anne: Euer letztes Album „In Silence We Yearn“ ist 2015. Was hat sich seitdem geändert? Für Euch als Band und an Eurer Art Musik zu machen?

„Unsere Art zu Arbeiten hat sich verändert“

Jakob: Also ich würde sagen, dass es seit dem letzten Album zwei Haupt-Veränderungen gegeben hat. Die erste war, dass unser Gitarrist Leif die Band verlassen hat und die andere, dass wir unseren Vertrag mit Napalm Records unterschrieben haben. Ein Mitglied weniger in der Band zu haben, hat uns dazu gezwungen, unsere Art zu Schreiben und zu Arbeiten ein bisschen zu verändern. Als wir noch zu viert waren, konnten wir die kompletten Songs zusammen in unserem Übungsraum arrangieren. Zu dritt ist das etwas schwieriger.

Wir hatten schon ein paar Songs mit Leif geschrieben, als er aufhörte, aber für den Rest der Songs habe ich das Arrangement bei mir daheim gemacht. Ich habe das gemacht, indem ich Demos von dem, was zu dritt im Proberaum komponiert hatten, aufgenommen und den Rest der Instrumente dann einfach hinzugefügt habe. Es ist komisch aber auch schön, dass wir andere Leute haben, die uns dabei unterstützen, unsere Musik rauszubringen.

„Wir möchten uns gemeinsam vorwärts bewegen“

Anne: Welche Bands haben Euch auf Eurem Weg am meisten beeinflusst?

Jakob: Die Bands, die uns von Anfang an beeinflusst haben und uns dazu gebracht haben, Post-Rock zu spielen, waren mehr oder weniger klassische Post-Rock Acts wie EITS, Mogwai, Jakob und Russian Circles. Bands wie sie haben uns auf eine Art geholfen, unsere Richtung zu finden. Wir hatten aber nie irgendwelche ausgesprochenen Einflüsse um uns herum. Es kommt heraus, was herauskommt. Das hängt davon ab, was jeder einzelne von uns hört und welche Eindrücke man mitnimmt. Heute denke ich, dass niemand von uns mehr so viel Post-Rock hört. Es geht mehr darum, die verschiedenen Dinge, die wir mögen, in unseren Sound einzubringen und uns als gemeinsame Einheit vorwärts zu bewegen.

Anne: Sollten mehr Menschen Post-Rock hören?

„Die Leute sollten dem Post-Rock eine Chance geben“

Jakob: Sicher! Die Leute sollen hören, was sie hören wollen aber es gibt sicher eine Menge Leute da draußen, denen das Genre sehr gefallen würde, wenn sie ihm eine Chance geben würden.

Anne: Was steht für Euch als Nächstes an? Ein wundervolles Album 2019 und verschobene Tour Dates 2020. Ich bin mir sicher, Oh Hiroshima haben eine Menge auf dem Plan stehen für die nächsten Monate und Jahre, oder?

Jakob: Wir versuchen, am Ball zu bleiben! Wir behalten unsere Kanäle in den sozialen Netzwerken im Auge und werden Dich auf jeden Fall informieren, wenn es etwas Neues von uns gibt!

Über Oh Hiroshima

Die schwedische Post-Rock Band Oh Hiroshima ist bereits seit 2009 aktiv. Gegründet wurde sie von Jakob Hemström und Leif Eliasson in Kristinehamn. Später schlossen sich Simon Axelsson sowie Jakobs Bruder Oskar Nilsson an. Leif verließ im Jahr 2018 die Band wieder. Im selben Jahr unterschrieb die Gruppe ihren Vertrag bei Napalm Records.

Oh Hiroshima verknüpfen in ihrer Musik gekonnt elektronische Klänge mit abstraktem Gitarrenspiel. Jakobs Gesang rundet das Ganze ab.

Seit ihrer Gründung haben Oh Hiroshima drei Alben und zwei EPs aufgenommen. Das aktuelle Album „Oscillation“ wurde am 7. Dezember 2019 veröffentlicht. Heute besteht die Band aus Jakob Hemström (Gitarre und Gesang), Oskar Nilsson (Schlagzeug) und Simon Axelsson (Bass).

„Oscillation“ auf Spotify anhören

„Oscillation“ auf iTunes anhören


[⋆] English version

„We recorded the drums in a church“

If you love Swedish post-rock, you can’t get past Oh Hiroshima. I had the opportunity to get to know the band better during an interview with singer Jakob.

In December 2019 Oh Hiroshima finished their current album „Oscillation“. On the record, the sound artists skilfully combine abstract guitar playing with electronic sounds. The work was mastered by producer and Cult Of Luna drummer Magnus Lindberg.

Anne: Hej! Thank you very much for this interview! I’m very curious about getting to know you! How are you doing? How is the situation in Sweden? There is pretty much going on around the globe these days. It seems Corona has got us all under control…

„Time will tell if Sweden’s strategy was right“

Oh HiroshimaJakob: Hej! Thanks for having us! We’re all doing fine even if things are a bit out of the ordinary with the whole COVID-situation. Sweden is of course affected by this whole thing but the government here has used a different strategy than a lot of other countries so there has never been any kind of real lockdown of any sort. We have a generally high level of trust in the authorities here and they’ve been working with that in mind I think. So, there have just been some smaller regulations alongside broader recommendations and trust in social pressure from their end. If it’s been a beneficial strategy time will tell I guess.

Anne: The whole music scene is supposed to take a break at the moment. So, no festivals and no concerts. How do you spend your time instead of touring around?

Jakob: We haven’t been a very active live band in the last couple of years but we were aiming to get things started again this year with our European tour planned for May and some other gigs before and after that. So, having to cancel everything was a big letdown for sure. We’ve tried to just focus on writing new music instead.

Anne: I would have seen you live on stage at this year’s DUNK! Festival. Will I meet you there next year?

„We are looking forward to DUNK! 2021“

Jakob: Yes, we hope so!

Anne: I think, that DUNK! Festival is definitely one of the greatest festivals at all. Have you been there before?

Jakob: No, no one in the band has been there so we were really looking forward to that. From what we’ve heard everything about it seems great though.

Anne: Are there any other post-rock events that you like in particular?

„We played at the first edition of VIVID“

Oh HiroshimaJakob: I’m not that familiar with a lot of recurring post-rock events but we played at VIVID in Norway a couple of years ago, during the first edition of the festival and that was really great. We had a good time there. It’s nice to have people listening to us that get the music and appreciate and understand what you’re trying to do and I think these kinds of events are especially important when it comes to more alternative music genres with a smaller listener base.

Anne: Why are you called Oh Hiroshima?

Jakob: The band started out as a solo project at first by our former guitarist Leif and so he came up with the name. I guess he just wanted something that captures the emotionality, dramatics, and melancholy that surrounds some aspects of our kind of music. We’ve seen a lot of different interpretations of what our band name means or symbolizes. It’s pretty funny at times. Like for most bands as time goes by it’s just the thing you call your band and you don’t really pay that much attention to it.

Anne: A lot of great Post-Rock bands come from Sweden. The scene there is just amazing. Are you connected with bands like Ef and Lights & Motion?

„Ef was one of the first post-rock bands for me“

Jakob: Yeah, we have a lot of nice bands coming from our neighborhood. I wouldn’t say we’re that connected but we’ve had some contact with bands and people that we’ve played with. Like, Feed Me To The Waves and Sagor Som Leder Mot Slutet. Ef was one of the first post-rock bands that I started listening to when I got into the genre and I think the first post-rock show I saw was Ef playing in Norrköping before the release of their first album. But we don’t know those guys.

Anne: Your music is very melodic and kind of versatile – every song is different. What inspires you most, when writing music?

Jakob: Thanks! That’s what we’re aiming for so that’s kind of you to say. I guess it’s just what you’re listening to or are into generally at the moment of writing. At least when you’re sitting at home working on stuff. The foundation for most of our music comes from jamming together in the rehearsal space though and when we’re doing that it’s all about being in that moment and trying to connect with what the other guys do while trying to just move the sounds in a collective direction.

Anne: I like your current album „Oscillation“ a lot. It has so many highlights. It is a very balanced combination of catchy sound baths. Congratulations on that! How long did it take you to record it?

„It took us two weeks to record the album“

Jakob: Thank you very much! Glad you like it. I Don’t know exactly how long it took because we didn’t record it all in one session. We recorded the drums first in two or three days at a church that we hired with high ceilings and lots of wood to get a nice sound. Then we recorded the rest during weekday evenings at our friend Philip Saxin’s house. He worked with us on „In Silence We Yearn“ as well and he recorded and mixed the whole thing. Some piano was also recorded at Örebro Konserthus where Philip works. In total, I’d say it took somewhere between one and two weeks stretched over a couple of months.

Anne: My highlight on the record is „Darkroom Aesthetics“. What’s the story behind this song?

„My father in law played the trumped on ‚Darkroom Aesthetics'“

Oh Hiroshima

Jakob: Yeah, that one turned out nicely. It was actually built around this old recording of a jam in our rehearsal space from the early stages of writing for „In Silence We Yearn“ like six or seven years ago. I found it in our bank of old recordings from rehearsals. I really like it and thought that it might be able to develop into a song fit for the new record and so we started to work on it together and it turned out great. We liked the idea of having at least one song on the album that was a bit shorter and more direct and this one did the trick. My father in law, Anders Hemström, who plays trumpet in the Swedish Chamber Orchestra, played the trumpet on this one. We’ve never used any wind instrument before on our recordings so that was fun.

Anne: You had the honor of working together with Magnus Lindberg from Cult Of Luna for „Oscillation“. He is not only a great drummer but also a real producing genius. He did the final mastering for you, right? How was it like working with him?

„Magnus Lindberg from Cult Of Luna is a real pro“

Jakob: Yes, that is correct! Well, it was fast and smooth. He’s a real professional and has probably mastered over a hundred records. We just contacted him to see if it was possible for him to do it and it was. So, when the mixing was done we sent it over and he did the mastering in a day or two. Nice guy!

Anne: Who played the Cello on „In Solar“ Did you also team up with Jo Quail?

Jakob: No Jo Quail this time (smiles). It’s actually my wife, Ellen. She recorded with us on our previous record as well and it’s always nice to have some instrument apart from the guitars, bass, and drums to come in and add something extra. I really enjoy writing together with her so it was great to have here with us arranging the cello on that track. She also played on the track „Moderate Spectre“.

Anne: Your last album „In Silence We Yearn“ is from 2015. What has changed since then? For you as a band and in your way of making music?

„Our way of working has changed“

Jakob: Well, there have been two major changes since the last album I would say. The first being that our guitarist Leif quit the band and the other that we signed a deal with Napalm Records. Having one less member in the group forced us to start working and writing a bit differently than before. When there were four of us we could arrange the whole songs together in the rehearsal space, which is harder to do if you’re just three guys.

We had already written a couple of songs with Leif when he quit but for the rest of the songs, I took it upon me to arrange more from home. I did that by recording demos of what we had written together in the rehearsal space as a trio and then added the rest of the instruments to that. Having a record label is also a totally new experience for us. It’s strange but nice to have other people working on help us getting our music out there.

„We want to move forwards together“

Anne: Which bands have influenced you most on your way?

Jakob: The bands that influenced us from the start leading us into starting to play post-rock were more or less classic post-rock acts like EITS, Mogwai, Jakob, and Russian Circles. So, bands like that kind of helped us set our core direction from the start. But we’ve never really had any outspoken influences amongst ourselves. What comes out comes out and depends on what each one is listening to and taking impressions from at that time. Nowadays I don’t think any of us listen to that much post-rock anymore and so it’s more about bringing different things that you like into the sound of the band trying to move forward together as a unit.

Anne: Should more people listen to post-rock?

„People should give post-rock a shot“

Jakob: Sure! People should listen to whatever they want but there are probably a lot of people out there that would appreciate the genre a lot if they just gave it a shot.

Anne: What’s up next? New amazing album in 2019, postponed tour dates in 2020. I’m sure there’s a lot coming up for Oh Hiroshima in the next months and years?

Jakob: We try to keep busy! Keep an eye out on our social media channels and we’ll definitely let you know what’s up whenever we have something of interest to share.

About Oh Hiroshima

The Swedish post-rock band Oh Hiroshima has been active since 2009. OH was founded by Jakob Hemström and Leif Eliasson in Kristinehamn. Later Simon Axelsson and Jakob’s brother Oskar Nilsson joined them. Leif left the band in 2018. In the same year, the group signed their contract with Napalm Records.

Since their foundation, Oh Hiroshima have recorded three albums and two EPs. The current album „Oscillation“ was released on December 7, 2019. Today the band consists of Jakob Hemström (guitar and vocals), Oskar Nilsson (drums), and Simon Axelsson (bass).

Listen to „Oscillation“ on Spotify

Listen to „Oscillation“ on iTunes