Eine neue Häuserzeile rankt sich entlang der Gleise.
Dahinter ein Meer aus Quadern.
Ab dem 2. Stock mit Balkon.

Ganz unten ist schon eine WG eingezogen.
man sitzt auf Kartons und grillt.
Da möchte man nicht obendrüber wohnen.

Oder vielleicht sind die ja nett und laden einen ein?
Ein Zug braust vorbei.
Die Zweige im noch hauchzarten Grünstreifen tanzen im Fahrtwind.

Die neue Mitte –
im Herzen autofrei,
an den Rändern stark befahren.

Die Sonne wärmt den Sand.
Staub auf der Glasfront.
Eine letzte alte Kneipe ist noch da.

Die Großbrauerei gegenüber packt für den Umzug auf die grüne Wiese.
Platz für neue Quader
im Herzen der Gleise.

Es ist wichtig, Veränderung anzunehmen.
Sind die Kräne die Vorboten einer neuen Zeitrechnung?
Der alte Charme für immer verloren?

Oder wird er neu modelliert?
Klare Linien statt Schnörkel und Tapetenschichten?
Tut uns das gut?

Zukunftsweisende zentrale Ziele.
Komfortabel und glatt.
Schatten im Block.

Die Wahrheit liegt vielleicht irgendwo in der Mitte.
Tante Emma und die alten Spelunken Geschichte.
Über allem ein Dunst aus geröstetem Kaffee, Maische und Beton.