Aus einer guten Laune heraus kaufte sie sich einen schwarzen Stift, den sie sehr liebte und alsbald verlor. Der alte blaue Stift, welcher noch zu Hause in der Schublade lag, konnte ihn nicht ersetzen.

Das brachte sie aus der Ruhe. Um ihren Ärger zu besänftigen, kochte sie sich eine Kanne Kamillentee, die sie auf einen Spaziergang mitnahm. Die frische Luft und der Schlamm an ihren Schuhsohlen würden sie auf andere Gedanken bringen, da war sie sich sicher.

Am Büdchen an der Ecke kaufte sie sich ein Speiseeis mit Wacholder-Geschmack und stieg die 23 Stufen zum Strand hinab. Den Geruch von Sand, Kalk und Schiffsdiesel genoss sie ebenso wie den Zucker, der nun langsam ins Blut überging. Ein kühler Wind streifte ihr sacht durchs Haar, als sie sich auf ein paar Steinen niederließ und ihr Notizbuch aufklappte. Ein großer Hund tobte durch das Geröll am Ufer. Ein paar Kiesel lösten sich und fielen platschend ins Wasser.

Ein Gemälde müsste man erschaffen, dachte sie bei sich. Etwas gestalten, damit man später nicht in Vergessenheit gerät. Vielleicht auch ein Buch. Einen dicken Schinken. Ein wahres Kunstwerk mit vielen hundert Seiten. Und so begann sie zu schreiben. Mit blauer Tinte auf weißem Papier.