Insgesamt 250.000 Menschen gingen gestern in Berlin, Hamburg, Köln und München auf die Straße um ein Zeichen zu setzen und die Regierung zum Umdenken zu bringen.

Inzwischen hat sich die Lage in Japan massiv verschlechtert. Messungen am Reaktor 2 in Fukoshima zeigen eine 10 millionenfach erhöhte Radioaktivität an, das Meer ist verseucht, Lebensmittel und Trinkwasser können nicht mehr zu sich genommen werden. Radioaktiv verseuchtes Wasser hat die Arbeiter in Fukoshima verstrahlt. Experten rechnen damit, dass sie schon bald mit dem Stahlentod rechnen müssen. Andere wurden mit Verbrennungen in eine Spezialklinik eingeliefert.

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Es ist mit dem Schlimmsten zu rechnen

Es ist mit dem Schlimmsten zu rechnen und Notunterkünfte nehmen nach wie vor nur Anwohner der 20-Kilometer-Zone um das AKW auf. Die Betreiberfirma des AKW hat inzwischen zugegeben, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Menschheit nun endlich realisiert, was für eine hochgefährliche Risikotechnologie die Atomkraft ist. Eigentlich hätte das schon vor 25 Jahren, nach dem Supergau in Tschernobyl passieren müssen. Schon damals haben wir gewusst, was ein Unglück dieser Art für ein grenzenloses Leid über die Menschen bringt. Noch Generationen über Generationen nach uns werden mit unseren Fehlern, unserem radioaktivem Müll leben müssen. Die Halbwertszeit von Plutonium beträgt 240.000 Jahre. Eine Zeitspanne, die für einen Normalsterblichen schier unvorstellbar ist.

Mehr über die Demos gibt’s bei Campact.