„Der Geschmack steht im Vordergrund“

Mein Testbericht zu den tollen Bio-Tees von Smecket fand hier regen Anklang. Somit bin nicht nur ich neugierig, wer genau die Manufaktur in Seelze betreibt und was seine Philosophie ist.

Ich habe mich daher jetzt mit Daniel zum Interview verabredet und ihm dabei mal ein paar Detailfragen gestellt. Für ihn geht es also in diesem Artikel ums Ganze.

Anne: Hallo Daniel! Lass und doch gleich mal eine Runde Tee trinken. Es ist jetzt 16:00. Welche Sorte darf es um diese Uhrzeit für Dich sein?

Daniel: Bis 17:00 Uhr trinke ich gerne noch Grünen oder Weißen Tee. Da ich spät schlafen gehe, ist das kein Problem.

Anne: Neulich habe ich hier im Blog eine Dame interviewt, die ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel aus grünem Tee herstellt. Ich habe ihr die schöne Frage gestellt, ob sie morgens nach dem Aufstehen lieber Tee oder Kaffee trinkt. Interessanterweise hat sie mit „Kaffee“ geantwortet. Wie ist es bei Dir? Überraschst Du mich auch?

„Morgens trinke ich Schwarzen Tee“

Smecket

Bild: Smecket

Daniel: Nein (lacht). Ich trinke morgens gerne schwarzen Tee mit etwas Milch. Das habe ich so von meiner Frau übernommen. Auf die Milch würde ich gerne ganz verzichten.  Ich habe auch schon mal ein Jahr vegan gelebt. Aber auf Dauer fällt mir das leider schwer. Nachmittags trinke ich Grünen oder Weißen Tee und ab und zu aber auch gerne mal einen Kaffee.

Kaffee ist ein tolles Getränk auf das ich nicht verzichten mag. Allerdings bekommt er mir nicht, wenn ich davon zu viel trinke. Tee kann ich jeden Tag fünf Tassen trinken, was ich auch mache.

Anne: Du hast 2016 mit Smecket ein Manufaktur ins Leben gerufen, in der ausschließlich hochwertige Bio-Teesorten hergestellt werden. Wie bist Du auf die Idee gekommen?

Daniel: In meinem alten Job ist mir mit Schrecken aufgefallen, dass viele der Kollegen gerne Unmengen von Energydrinks zu sich nahmen, um munter zu bleiben. Das hat mich dazu motiviert, Tees anzubieten, die gesund sind und gleichzeitig richtig gut schmecken. Ich wollte gerne etwas machen, hinter dem ich zu 100 Prozente stehe und in das ich meine Leidenschaft einbringen kann. Tee ist einfach ein Thema, das zu mir passt.

Anne: Wann hast Du gemerkt, dass Du ein leidenschaftlicher Teetrinker bist?

Daniel: Das hat sich im Alter eingeschlichen (grinst). Früher habe ich eher selten Tee getrunken.

Anne: Smecket ist besonders. Bei der Sorte „Kokos & Ananas“ esse ich sogar regelmäßig den „Trester“ mit (wie nennt man das bei Tee?), so gut schmecken die Früchte darin. Wo beziehst Du die leckeren Zutaten für Deine Teesorten?

Alle Zutaten stammen von bio-zertifizierten Händlern

SmecketDaniel: Ich beziehe alle Zutaten von bio-zertifizierten Händlern aus Deutschland. Direkt vom Produzenten beziehe ich keine Waren, dazu sind die Abnahmemengen zu gering. Ich habe lange gesucht und viel probiert, um die passenden Partner zu finden.

Anne: Hast Du schon mal eine Teeplantage besucht?

Daniel: Leider nein. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Anne: Schwarzer und Grüner Tee ist in der heutigen Zeit schon mal mit Schwermetallen oder anderen Giften belastet. Wie gehst Du sicher, dass das bei Smecket-Tees nicht passiert?

Daniel: Ja, das ist traurig und fördert nicht unbedingt das Vertrauen in ein so tolles Lebensmittel. Daher verkaufen wir ausschließlich Bio-Tees, denn die Bio-Zertifizierung stellt sicher, dass die Tees frei von Giften sind.

Anne: Alle Tees von Smecket sind als „vegan“ und „biologisch“ gekennzeichnet. War es schwierig, an diese Siegel ranzukommen?

Vegan und bio

SmecketDaniel: Ein spezielles vegan-Siegel verwende ich nicht. Die Biozertifizierung ist schon etwas aufwändiger, dauert und kostet Geld, aber das war mir den Aufwand wert.

Anne: Was hast Du gemacht, bevor Du Tee hergestellt hast?

Daniel: Es ging vor langer Zeit los mit einer Ausbildung zum Industrieelektroniker. Dann habe ich Architektur studiert, aber nur relativ kurz als Architekt gearbeitet. In den letzten Jahren war ich in der Internetbranche tätig. Ein klassischer Bürojob, den ganzen Tag vorm Rechner.

Anne: Betreibst Du die Manufaktur ganz alleine, oder gibt es ein Team?

„Trinkt mehr Tee!“

SmecketDaniel: Aktuell gibt es noch kein Team. Also trinkt mehr Tee (lacht fröhlich).

Anne: Wie läuft das Geschäft bis jetzt?

Daniel: Sagen wir es so: Es gibt noch viel zu tun.

Anne: Hast Du Dich bewusst für den Standort Seelze entschieden?

Daniel: Da ich hier lebe, war es naheliegend. Das muss aber nicht so bleiben.

Anne: Was ist Deine Lieblingssorte?

Daniel: Grüner Tee mit Minze und Lemongras

Anne: Viele greifen, wie Du ja auch schon von Deinen Kollegen berichtet hast, wenn sie einen Durchhänger haben, lieber zu Energy Drinks, als zu Tee. Was nicht unbedingt gesund ist. Welcher Tee holt einen so richtig schön wieder aus dem Mittagstief raus?

Minze & Lemongras ist besonders erfrischend

SmecketDaniel: Die Grünen und Weißen Tees enthalten Koffein und machen dementsprechend munter. Allerdings sind sie in ihrer Wirkung etwas milder als Kaffee oder Schwarzer Tee, was ich sehr angenehm finde. Empfehlen kann ich zum Beispiel die Sorten Südfrucht oder Minze & Lemongras. Sie sind fruchtig frisch und wirken daher sehr belebend.

Anne: Besonders toll finde ich ja, wie es zum Namen Smecket kam. Du beschreibst das auf Deiner Homepage und es steht auch auf den Teedosen drauf. Deine Tochter sagte im Alter von zwei Jahren immer „Smecket“, wenn etwas besonders gut schmeckte. Gibt es eine weitere Anekdote, die Du im Zusammenhang mit Smecket unbedingt loswerden möchtest?

Daniel: Meine Kinder habe ich bei der Suche nach den perfekten Tees mit einbezogen. Natürlich dürfen sie nur koffeinfreie Tees trinken. Die Früchtetees Rote Beere, Ananas & Kokos sowie Sanddorn & Hibiskus haben es auf das Siegertreppchen geschafft und werden nach wie vor auch von meinen Kindern sehr gerne getrunken. Wenn man Kindern einen roten, fruchtigen Tee als „Gummibärchentee“ vorstellt, wird er übrigens noch lieber getrunken (schmunzelt).

Anne: Dein Tee wird in nachfüllbaren Aluminiumdosen geliefert. Was tut Smecket noch für den Umwelt./Klimaschutz?

Daniel: Die Dosen sind aus Weißblech. Aluminium ist sehr energieintensiv in der Herstellung und steht im Verdacht ungesund zu sein. Beim Verpacken der Dosen verzichte ich auf Plastik. Lediglich für die neuen Probiersets verwende ich kleine Plastiktüten. Das ließ sich leider nicht anders lösen.

„Klimaschutz beeinflusst mein Denken und Handeln“

Zero WasteUmwelt- und Klimaschutz beeinflussen mein Denken und Handeln. Früher bin ich zum Beispiel oft die 20 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit gefahren.

Anne: Du bist Vegetarier und hast schon mal kurz vegan gelebt. Kannst Du Dir vorstellen auf lange Sicht wieder auf vegan umzustellen?

Daniel: Grundsätzlich bin ich ein Fan der veganen Ernährung und mir gefällt dieser Trend. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass viele Veganer einfach cool wirken wollen. Suspekt sind mir zum Beispiel auch Würstchen aus Seitan oder andere Ersatzprodukte. Die vegane Küche ist auch ohne diese sehr vielseitig und spannend.

Mein Faible ist eher die gesunde Ernährung. Ich lege zum Beispiel großen Wert auf Gemüse, Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte. Milch und Milchprodukte reduziere ich soweit es geht, Fleisch ganz. Das reicht mir aktuell.

Anne: Was unterscheidet Smecket von anderen losen Tees?

„Am Anfang von Smecket haben wir viele Tees getestet“

SmecketDaniel: In der Anfangsphase von Smecket haben meine Frau und ich viele Tees getestet. Die Verpackung vieler Tees ist sehr gelungen, der Geschmack bleibt aber nicht selten auf der Strecke. Bei Smecket stand von Anfang an der Geschmack im Fokus.

Anne: Vervollständige diesen Satz „Es beflügelt mich, wenn ich…“

Daniel: …meine Familie um mich habe.

Anne: Woran arbeitest Du gerade? Wird es bald eine neue Sorte geben?

Daniel: Ich hoffe doch! Es gibt noch so viel zu probieren!

Anne:  Vielen Dank für das nette Interview und für Deine Zeit! Ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft von Smecket!

Hier findet Ihr meinen Testbericht zu den Smecket Tees.

Zur Smecket Homepage geht es hier entlang.

Das Bild im Header stammt von Smecket. Das trifft auch auf das Portrait von Daniel sowie das erste Bild darunter zu. Alle anderen Bilder habe ich aufgenommen.