Feuert mich an!

Laufen mit den Lieblingsschuhen

Laufen mit den Lieblingsschuhen

Nachdem sich langsam aber sicher nach und nach das Gefühl eingestellt hat, endlich wieder etwas tun zu müssen und ich mich körperlich nach diversen nervigen Zipperlein nun wieder dazu in der Lage fühle, bin ich am Montag endlich wieder angelaufen. Und was soll ich sagen? Ich fühle mich gut.

Nach dem gemütlichen Warmlaufen am Montag und einem kleinen unglaublich aufbauenden, genialen Motivationslauf (Storyrun1 von Runtastic) am Dienstag tat ich heute etwas, was ich schon viel früher hätte tun sollen: Ich habe die Helden meiner Jugend wieder ausgepackt.

Ich bin mit DJ Hell um die Häuser gezogen. Einem plötzlichen inneren Impuls folgend packte ich sein mit schweißtreibenden Beats bepacktes Album „Munich Machine“ auf mein iPhone und joggte los. Das Ergebnis: Ich werde morgen definitiv einen sensationellen Muskelkater haben und ich bin stolz darauf.

Ultraschall-Hits wie „Suicide Commando“ und „Warm Leatherette“ auf dem Ohr joggte ich grinsend am Fleet entlang. In einem „affigen“ Durchschnittstempo von 8 km/h. 5,43 km in 43 Minuten und 54 Sekunden. Langsamer geht es nicht? Stimmt. Mir geht es jetzt am Anfang erst mal darum, wieder reinzukommen. Das schaffe ich am besten, indem ich versuche, bei jedem Lauf mindestens 30 Minuten durchzuhalten.

Mein Ziel, irgendwann 12 km zu schaffen, kommt dann als nächstes dran. Erstmal muss die Kondition wieder aufgebaut werden. Der Motivationslauf am Dienstag war für mich auf jeden Fall ein guter Schritt in die richtige Richtung, den ersten Schritt habe ich am Montag schon geschafft, als ich endlich meine Laufschuhe wieder angezogen habe.

Wie aus den 30 Minuten, die ich mir heute eigentlich vorgenommen hatte plötzlich 43 geworden sind, kann ich mir auch nicht erklären. Irgendwie hat zwischen „Passion“ und „Bass Mechanic“ wohl irgendwann der Adrenalinschub eingesetzt und ich musste einfach weitermachen.

Klar muss ich unglaublich dämlich ausgesehen haben, wie eine Schnecke schleichend, das Handy mit dem Schweißband aus meiner technoiden Phase notdürftig am Handgelenk fixiert, Fliegen im zauseligen Haar, Kajastiftbäche schwitzend. Aber soll ich Euch was sagen: Ist mir völlig egal. tongue

Ich freue mich schon auf den nächsten Lauf am Samstag, dann wird mich Takkyo Ishino begleiten. Mal sehen, wie der mich anfeuert.

Gurkenwasser zum Cool Down

Gurkenwasser zum Cool Down

Personal Trainer raten ja gerne mal dazu, das Vorhaben, wieder zu laufen, mit Freunden, oder dem Internet zu teilen, um sich Feedback und Motivation zu holen. Ich bin jetzt einfach mal mein eigener Personal Trainer und rate mir selbst dazu. Schon interessant, solch privaten Kram mit dem Netz zu teilen (Ich tue das ja sonst NIE, haha. tongue ) Ich befolge meinen Ratschlag, indem ich meine Läufe in Facebook teile und diesen Tagebucheintrag schreibe. Ich hoffe schwer, Ihr feuert mich an!  Mir ist es wirklich ernst, ich muss fit werden!

Normalerweise bin ich ja kein Fan von „diesen Motivationskisten“ aber irgendwie macht mir das gerade Spaß, also nerve ich Euch damit. Auch, wenn Ihr das genau so doof findet, wie ich normalerweise. Übrigens gab es für mich noch einen weiteren Motivator, der mir am Wochenende einen kleinen Arschtritt gegegeben hat, als ich ihm von meinen Omi-Beschwerden erzählt habe. Lieben Dank dafür an dieser Stelle! Es ist schon sehr viel besser geworden! *fg*

Und jetzt sitze ich mit einem Glas Gurkenwasser vor dem Bildschirm grinse weiter vor mich hin. Den Helden meiner Jugend lauschend. Allerdings gibt es jetzt erst mal ein Bisschen Faith No More in den Gehörgang.

Sonnige Grüße aus Hamburg sendet Euch
Anne heart

[1] Storyrun von Runtastic