Vom Tod des Märchenprinzen schrieb hier erinnye auf Störstoff – Das Schreib-Kombinat:

Wir wollen keine Märchen.

Ein wundervolles, wahres Gedicht. Ist es wirklich so, dass immer weniger Menschen an Märchen glauben? Wäre das nicht schön? Einer nach dem anderen wacht aus seinem Dornröschenschlaf auf, sperrt den Prinzen in den Glassarg, bekleidet sich mit Sicherheitsschuhen, krempelt die Ärmel hoch und beginnt endlich was zu tun.

Bild: Alexander Dreher_pixelio.de

Oder ist es eher so, dass wir gerade das immernoch nicht begriffen haben? Das wir das tun sollten? Aufwachen? Das Märchenland verlassen? Eingreifen? Fairtrade-Kaffee trinken und Ökostrom beziehen? Für die Menschenrechte auf die Straße gehen und Labortiere freilassen? Aufhören, vor uns hinzuleben und einfach alles als gegeben hinzunehmen?

Mitdenken lautet die Devise. In einem sehr interessanten Gespräch vor einiger Zeit war genau das wieder mal das Thema. Es ging dabei auch um die Grenzen. Wie lebt es sich, wenn man immer auf alles achtet. Nur Lebensmittel aus fairem Anbau, nur Kleidung, bei der man sich sicher ist, dass sie nicht in Kinderarbeit hergestellt wurden, bei jeder Unterschriftenaktion mitmachen, bei jeder Demo dabei sein, keine Lederschuhe, keine Convenience-Produkte, denn da stecken ja nach wie vor Käfigeier drin, spenden, sammeln und bloggen.

Am Ende einigte man sich darauf, dass man leider persönlich nicht alles umsetzen kann. Ein Mensch alleine kann nicht die ganze Last der Welt auf seinen Schultern tragen. Atomkraftwerke, Welthunger, Fremdenhass, Ausbeutung, Kinderarbeit, Krieg, Tierversuche, Massentierhaltung. Doch wenn sich jeder einen Teil aus dieser langen Liste herauspickt und nur einen kleinen Beitrag leistet, ist sicher schon eine Menge gewonnen. Das wichtigste ist, nicht nur zu reden, sondern wirklich was zu tun. Einer kauft Fairtrade-Kaffee, ein anderer setzt sich gegen den Walfang ein und wieder ein anderer ernährt sich vegan aus seinem eigenen Garten und verzichtet auf Lederschuhe. Einen Anfang sollte jeder machen. Ökostrom ist für jeden Haushalt verfügbar. Und die Umstellung kostet einen Telefonanruf.

Die helfen beim Helfen:

Greenpeace

Peta

WDCS

Unicef

Campact

Albert Schweitzer Stiftung

Natürlich gibt es noch jede Menge andere Organisationen, die helfen, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Der Fokus meiner Liste liegt momentan auf Tierschutz und Umweltschutz. Nicht böse sein deswegen. Ihr dürft meine Liste gerne ergänzen.

Um mich noch mal für unsere tierischen Miterdlinge einzusetzen, hier erneut der Link zu den Listen der Kosmetikhersteller, die sich GEGEN Tierversuche einsetzen.

So far, lasst Euch nicht unterkriegen, macht weiter. Denn Märchen gibt es eben doch nur im Märchen.