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    Airline fliegt Affen in Versuchslabore

    PETA demonstriert gegen EgyptAirs Affentransporte

    Beitrag von Anne
    19.09.2023 — Lesezeit: 2 min
    Airline fliegt Affen in Versuchslabore
    Bild/Picture: © Abdelkareem10, pixabay

    PETA demonstriert heute im Terminal des Düsseldorfer Flughafens gegen den Transport von Affen in Versuchslabore. Die Fluggesellschaft EgyptAir hatte das Ende der Flüge eigentlich bereit im August letzten Jahres zugesagt, hält sich jedoch nicht an die Abmachung.

    Aus diesem Grund starteten heute Morgen unter anderem ein*e Aktivist⋆in im Affenkostüm zu einer Demo am Flughafen, um die qualvollen Affentransporte aufzuhalten. Fast alle großen Airlines haben das Ausfliegen von Affen in Versuchslabore bereits beendet. Auch darauf möchte PETA mit dieser Aktion noch einmal gezielt hinweisen. Im Presseportal der Tierrechtsorganisation heißt es:

    "In den Laboren werden die Affen verstümmelt, vergiftet, zeitweise ohne Nahrung und Wasser gehalten, gewaltsam fixiert, mit schmerzhaften und tödlichen Krankheiten infiziert, psychisch gequält oder getötet. Sie dorthin zu befördern, ist durch nichts zu entschuldigen“, so Ayshea Kelly, Aktionskoordinatorin bei PETA. „Die hochintelligenten, sozialen und sensiblen Lebewesen leiden zudem unter dem Stress des langen und zermürbenden Transports in den Frachträumen von Flugzeugen und in Lastwagen. Darüber hinaus können sie Krankheitserreger übertragen. Diese gefährden die öffentliche Gesundheit und Sicherheit – auch die des Luftfahrtpersonals."

    Affentransporte von Mauritius nach New York

    Erst vor Kurzem hatte PETA USA herausgefunden, dass EgyptAir rund 500 Langschwanzmakaken von Mauritius zum New Yorker John F. Kennedy Airport gebracht hatte. Von dort aus sollten die Tiere in ein Versuchslabor transportiert werden. Beobachtungen zufolge stammen die Tiere aus Affenzuchtunternehmen. Dort hat sich unter anderem Tuberkulose ausgebreitet, die hochzusteckend ist – auch Menschen können sich damit anstecken. Die International Union for Conservation of Nature hatte die Art bereits als gefährdet eingestuft.

    Bereits im Mai hatte PETA aufgedeckt, dass die Fluggesellschaft Hunderte Affe auf dieser Route transportiert hat. Die Primate wurden dabei über 30 Stunden in kleinen Kisten eingesperrt und in den Frachträumen der Flugzeuge transportiert. Für die kleinen Affen eine traumatische und qualvolle Erfahrung. Den Angaben der Organisation nach hatte man die Tiere in New York ankommend in Lkw verladen und anschließend auf dem Landweg in eine Quarantäneeinrichtung in Texas gebracht – quer durch die USA.

    720 Affen an einem Tag

    720 Langschwanzmakaken sollen es allein am 30. April 2022 gewesen sein, die von Kambodscha aus nach New York fliegen mussten. Zwischen März und Juli 2022 spricht PETA von mehr als 6.000 Makaken. Die Tiere wurden auf ihrer langen Reise unzumutbaren Bedingungen ausgesetzt. Ob sie alle den Transport überlebt haben, weiß auch die Tierrechtsorga nicht.

    PETA sammelt aktuell 10.000 Unterschriften gegen die Affentransporte. Wenn Ihr den Aktivist⋆innen helfen wollt, EgyptAir aufzuhalten und die qualvollen Flüge zu den Versuchslaboren zu stoppen, könnt Ihr die Petition hier unterschreiben. Bis jetzt sind etwas mehr als 8.000 Unterschriften eingegangen.

    Bild/Picture: Abdelkareem10, pixabay

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