Veganes Frühstück auf dem Festival

Veganes Frühstück auf dem Festival

brought to you by Anne bloggt cardamonchai

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Seit Jahren schon findet meine Festivalliste regen Anklang. Jahr für Jahr optimiere ich sie, schraube daran herum, fahre wieder auf Festivals, bemerke, was man weglassen, was hinzufügen kann und im nächsten Jahr gibt es wieder eine neue Liste.

Nachdem der Herzmann und ich nun seit einem Jahr vegan leben und ich auch schon von anderen vegan lebenden Musikliebhabern darauf aufmerksam gemacht wurde, ist es nun an der Zeit für die ultimative vegane Festivalliste! Alles, was man als Veganer auf dem Openair-Wochenende dabei haben sollte. Natürlich sind auf der Liste nicht nur Fressalien, sondern auch viele weitere lebenswichtige Dinge zu finden. Es lohnt sich also, sie bei der Planung zur Rate zu ziehen.

Dieses Mal gibt es was ganz Besonderes

Dieses Mal habe ich mir für Euch was ganz Besonderes ausgedacht: Ihr könnt Euch die ultimative vegane Festivalliste ausdrucken! Wie das geht, erfahrt Ihr weiter unten. In den Jahrhunderten meiner Festivalbesuche wurden die Infoheftchen und Timetables immer moderner. Inzwischen hat fast jedes Festival eine eigene App mit dem Spielplan und noch anderem Zeuch. Leider halten ja die Akkus der modernen Mobiltelefone mit Ach und Krach noch bis zum 2. Festivaltag durch, die Ladestationen sind dauerüberlastet und kaum eine/r hat Lust, den ganzen Vormittag in einem Auto (dessen Batterie danach leer ist) zu sitzen und den Handakku aufzuladen.

Vom Timetable zur Festivalapp

Nicht vergessen: Die Tickets

Nicht vergessen: Die Tickets

Deshalb neige ich auch nach wir vor dazu (auch, wenn ich unter normalen Umständen nicht unbedingt eine Ausdruckerin bin), mir alle wichtigen Infos auszudrucken und mitzunehmen. Der Vorläufer der Festivalapp war der druckfähige Timetable, leider haben einige den inzwischen komplett von ihren Seiten verbannt. Ich wünsche sie mir zurück. Festivalseitenbetreiber, falls Ihr das hier lesen solltet. Und ich bin damit nicht alleine! smile Am tollsten sind natürlich die Festivals, die vor Ort tolle Programm-Heftchen verteilen, leider sind die immer sehr schnell vergriffen. Rantmodus off. Das hat natürlich alles nichts mit der ultimativen veganen Festivalliste zu tun. Jedenfalls stelle ich Euch exklusiv und kostenlos eine Druckversion davon zur Verfügung, die Ihr bequem mit Euch rumtragen und bereits Besorgtes darauf abhaken könnt. Ihr könnt sie gerne auch vollmalen und mir per Post schicken. Oder mit zum Festival nehmen und kucken, wie sie danach aussieht. Oder einrahmen und an die Wand hängen. Oder auf dem Festival vollmalen, einrahmen und mir schicken, damit ich sie an meine Wand hänge. Ihr seht: Der Phantasie sind mal wieder keine Grenzen gesetzt.

Auf Biergarnituren wird bewusst verzichtet

Trotz der häufig matschigen, regennassen Erlebnisse auf diversen Freiluft-Festivitäten habe ich die allseits beliebten Ganzkörpergummianzüge aus modischen Gründen auch dieses Mal weggelassen, selbiges gilt für Bierfässer, Gartenzäune, Biergarnituren und Pferdedroschken. Ihr könnt den Kram natürlich gerne trotzdem einpacken, Ihr müsst Ihn dann auch alleine tragen. Wobei, wenn Ihr eine Pferdedroschke dabei habt, lasst es mich wissen, dann könnt Ihr meine Sachen für mich zum Zeltplatz transportieren. Ich lade Euch dann im Gegenzug zum Zelt-Richtfestbier ein.

Am wichtigsten sind die Gummistiefel

Am wichtigsten sind die Gummistiefel

Auch Konserven werdet Ihr auf der Liste wie immer vergeblich suchen, mir sind die Dinger im Rucksack einfach viel zu schwer. Dafür gibt es aber jede Menge anderen leckeren Schnickschnack. Ohne Ballast läuft es sich einfach viel besser und auch Bierdosenschleppen sollte, seitdem es auf jedem mittelgroßen Tanzvergnügen Supermarktstände gibt, an denen der halbe Liter (eiskaltes!) Bier für 1,50 zu haben ist. Dort kann man sich übrigens auch kostengünstige Einweggrills, Eiswürfel, Becher und Getränke besorgen. Manche bieten inzwischen sogar Obstsalat und Müsli (Kaffee sowieso) mit Sojamilch an.

Sogar Sojamilch und Müsli

Auch, was das vegane Angebot an den diversen Futterständen angeht, haben die meisten in den letzten Jahren toll nachgerüstet. In Ermangelung pflanzlicher Kost muss längst nicht mehr zwangsläufig jeden Abend zu den Glutamatnudeln beim Asia Wok gegriffen werden. Auch wenn die zwischendurch zum Bier aufsaugen gar nicht so schlecht sind, wenn man sie mit genügend Sambal Oelek einweicht. Nun aber genug der Ausschweifungen, kommen wir zur Liste. Viel Spaß beim Lesen und Planen

  1. Kopfbedeckung gegen Sonnenbrand

    Kopfbedeckung gegen Sonnenbrand

    Tramperrucksack mit 65 – 70 Litern Volumen

  2. Zelt (sollte möglichst wasserdicht sein, aber nicht unbedingt das teuerste, man ärgert sich sonst nur, wenn nachher Schlamm dran klebt oder Brandlöcher drin sind)
  3. Isomatte oder Luftmatratze
  4. Taschenmesser
  5. Wärmflasche (Falls es nachts sehr kalt wird)
  6. Flugzeugdecke (Ihr kennt diese kleinen Fleecedecken, die lassen sich auf Geldbeutelgröße zusammenfalten und sind oft nicht nur nachts im Schlafsack, wenn man die kalten Füße darin einwickelt superpraktisch)
  7. Gehörschutz (Für Mimosen, die sonst nicht mit auf’s Boysetsfire-Konzert kommen und für gesegneten Nachtschlaf auch neben dem Partyzelt oder dem abgefüllten Festivalneuling von nebenan, der erst wenn die Konzerte mittags wieder losgehen in den Schlafsack kriecht)
  8. So viele grüne Bananen, wie in den Rucksack gehen (reifen nach und werden nicht so schnell matschig, wie gelbe Bananen), die sind nicht nur als Zwischendurchsnack geniale Energielieferanten, kleingeschnitten im Müsli geben sie auch eine hervorragende Frühstückszutat ab, die Omnis werden vor Neid erblassen
  9. Müsli (Ich empfehle das Hari Crunch „Let’s Rock“ Bio-Knuspermüsli, das ist soo lecker und macht ordentlich satt, zu Hause mache ich mein Müsli selbst)
  10. Pflanzenmilch je nach Geschmack (Zur Not wird die halt ein Bisschen warm, hält sich im Zelt aber wirklich lange)
  11. Studentenfutter (Habe ich grundsätzlich für jeden Tag einen Beutel dabei, das macht schön satt)
  12. Energieriegel (Meine Lieblingsriegel sind die Raw Bites, ähnliche gibt es auch von anderen Herstellern)
  13. Knabbersoja
  14. Paprikas (Kann man super roh essen)
  15. Äpfel
  16. Schokoaufstrich (z. B von Samba)
  17. Instantkaffee (Z. B. den von Sonnentor)
  18. Becher
  19. Kleiner Kochtopf
  20. Kaugummis
  21. Abgepacktes Brot
  22. Hefeaufstrich (1 – 2 Tage hält sich so eine Dose ungekühlt)
  23. Kopfloser

    Kopfloser

    Vegusto-„Käse“ am Stück geht prima als Babybell-Ersatz durch, falls Ihr die Dinger vermissen solltet, gibt es auch z. B. mit Walnüssen oder Paprika

  24. Chips
  25. 2-3 Tetrapacks Mineralwasser für den Tag danach, wenn der Wasserhahn zu weit weg ist haben sich bewährt, das könnt Ihr zu späterer Stunde auch gut mit
  26. Weißwein mischen.
  27. Spacebars sind wunderbar für zwischendurch oder zusammen mit
  28. Senf aus der Tube und dem Brot ein leckerer Mittagsimbiss
  29. Billig-Sonnenbrille (Ersatz gibt es zur Not auch auf dem Festival, allerdings kostet das 3 Euro-Modell hier gerne mal 15 Euro)
  30. Ausreichend Bandshirts (Rechnet mal lieber pro Tag zwei ein, falls es beim Konzert zur Bierdusche kommt)
  31. Bikini (Ihr könnt dann auch mal bequem am Wasserhahn oder mit dem Wasserkanister duschen, falls Euch die Schlangen vor den sanitären Einrichtungen zu lang sind oder die Duschen mal wieder verstopft, außerdem kann man sich darin einfach immer noch am besten sonnen)
  32. Flip Flops
  33. 2 – 3 kurze Jeansröcke und dazu zahlreiche Leggins (Die trocknen nach dem Regen auch am Bein ziemlich schnell, da sie eng anliegen, halten sie schön warm, zudem kann man zur Not auch mehrere übereinander tragen, außerdem hat man sie schnell ausgezogen und in die Tasche gesteckt, sollte das Wetter von böse zu freundlich umschlagen) oder wahlweise 2 -3 dieser lustigen schnelltrocknenden Funktionshosen, bei denen man die langen Beine mit dem Reißverschluss abnehmen kann
  34. Ausreichend Unterwäsche
  35. Dicker Hoodie oder Pullover, falls die Wettervorhersage mollig warme Temperaturen von unter 15 Grad in der Nacht anpreist evtl. auch eine Winterjacke
  36. Regenjacke
  37. Müllsäcke (Daraus kann man sich Notfallregenhosen und alle möglichen anderen praktischen Dinge basteln)
  38. Panzertape (auch Gaffer oder Gartentape genannt, damit kann man nicht nur Regenmäntel, Zelte und Miniröcke flicken, sondern zusammen mit den Mülltüten auch ganze Modekollektionen basteln. Außerdem benötigt Ihr es dringend zum Bau Eures
  39. Umhängetetrapacks. Dazu braucht Ihr außerdem, wie der Name schon verrät, noch einen handelsüblichen Tetrapack. Achtung: Auf sehr vielen Festivals sind seit ein paar Jahren nur noch 1-Liter (auf manchen sogar noch kleinere, das kann man vorher auf der Homepage des jeweiligen Festivals nachlesen) Tetrapacks auf dem Konzertgelände erlaubt. Mit Hilfe des Gaffertapes könnt Ihr mit etwas Geschick einen eleganten Trageriemen basteln, der Tetrapack kann immer wieder mit Getränken nachgefüllt werden. Wer möchte, kann natürlich auch zum
  40. Vegane Spezialitäten

    Vegane Spezialitäten

    mittelalterlichen Weinschlauch greifen und auch

  41. diese neumodischen Trinkrucksäcke erfreuen sich in der letzten Zeit immer größerer Beliebtheit
  42. Deo (Ich empfehle Euch das aluminiumfreie Deo von Wolkenseifen, das gibt es in den verschiedensten Variationen, es hält wirklich sehr lange und hat sogar mich von meiner Sucht nach aggressiven Sprühdeos losgebracht)
  43. Duschgel
  44. Zahnputzzeug
  45. Sonnencreme
  46. Trockenshampoo gibt es von Lush oder Balea, Ihr könnt Euch aber auch einfach ein Beutelchen Weinsteinbackpulver mitnehmen, vorsichtig in den Haaransatz einmassieren, leicht frottieren und dann ausbürsten, damit erzielt Ihr die gleiche Wirkung
  47. Haarbürste oder Kamm, je nach Haarstruktur
  48. Palästinenser oder großes Halstuch gegen Zug oder als
  49. Kopfbedeckung gegen Sonnenbrand (Wenn der Sonnenstich droht: Einfach nass machen)
  50. Brandsalbe (hilft auch gegen Mückenstiche und Sonnenbrand)
  51. Feuchte Babytücher (Falls die Dusche mal klemmt)
  52. Abschminktücher (Z. B. von Balea)
  53. Transportabler Schminkspiegel (Wenn Ihr morgens im Zelt aufwacht und am Vortag echt keine Lust mehr hattet Euch abzuschminken, kann das äußerst hilfreich sein)
  54. Klopapier (In den Dixies ist einfach niemals welches drin)
  55. Desinfektionsgel (Gibt’s auch in vegan, z. B. von Balea)
  56. Mandeln (nicht nur als Zwischendurch-Snack, die Dinger helfen auch gut gegen evtl. auftretenden Kater, einfach ein paar davon kauen, dann spart Ihr Euch die Aspirin, die im nächsten Punkt trotzdem auf meiner Liste landen, sicher ist sicher)
  57. Aspirin
  58. Handtuch (Die Antwort ist und bleibt schließlich 42, außerdem kann man es sehr gut als Sonnenschutz, Superheldenumhang, Turban, zum Abtrocknen oder als Kopfkissen verwenden)
  59. Kamera (nehmt bitte nicht Eure superteure, neue SF-Ausrüstung mit, Ihr werdet es nur bereuen. Die lustigsten Festivalfotos entstehen sowieso immer mit der kleinen Klickse
  60. Handy und Ladekabel (Falls Ihr in den Genuss einer Ladestation kommt) – Nicht wundern, am ersten Tag bricht der Handyempfang meist komplett zusammen, weil einfach alle versuchen, sich zu verabreden. Ich empfehle daher schon seit Jahren:
  61. Pavillon

    Pavillon

    Nehmt eine Uhr mit und sucht Euch schon zu Hause einen Treffpunk auf dem Geländeplan raus. Das klingt superaltmodisch, funktioniert aber in den meisten Fällen erstaunlich gut, später muss man dann (je nachdem, wie gut die Bands sind und mit wem man unterwegs ist) darauf hoffen, dass sich die Kollegen noch an den jeweils vereinbarten Treffpunkt erinnern, aber zur Not findet man sich ja spätestens am Abend vor dem Zelt wieder

  62. Faltkanister (wurde oben schon erwähnt, ist natürlich auch für das Trinkwasser gedacht. Falls Euer Kumpel vorhat, den mit Spirituosen zu füllen, nehmt besser noch einen zweiten mit)
  63. Warme Socken
  64. Gummistiefel! Das wichtigste Kleidungsstück auf dem Festival. Damit lässt es sich nicht nur durch hohen Schlamm waten, man kann so auch bedenkenlos gerade noch okaye Dixies betreten und verliert keine Zehennägel, wenn einem beim Pogo jemand auf den Fuß springt. Natürlich gehen auch diese tollen, veganen Dockmartens, sie sind super wasserdicht, allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass es mitunter sehr spaßig sein kann, nachts vor dem Zelt die vom Schlamm verbackenen Schnürsenkel zu lösen. In beiden Fällen empfiehlt sich auf jeden Fall ein kleiner
  65. Stiefelknecht oder Schuhlöffel
  66. Flyer und Kreide (Die URL www.earthlings.de ist bekannt, ich wünsche Euch viel Spaß, wo trifft man mehr Leute auf einem Haufen, als auf Festivals)
  67. Ohrstöpsel

    Ohrstöpsel

    Kondome

  68. Klappgaskocher (Wenn Ihr in größeren Gruppen unterwegs seid, sprecht Euch vorher ab, wir hatten mal sage und schreibe 12 Gaskocher dabei, als wir zu achtzehnt auf dem Southside waren)
  69. Ersatzkartusche
  70. Pro Person ein Klappstuhl
  71. Eventuell ein leichter, faltbarer Alutisch für alle zusammen
  72. Verbandskasten (Am besten auch wieder absprechen, werden mitnimmt)
  73. Musikinstrument für die Mittagspause
  74. Liederbuch
  75. Pavillon (Gibts für kleines Geld im Baumarkt, unserer jetziges hat bereits rund 12 Festivals überlebt, Freunde danken es uns immer, wenn wir es dabei haben, es eignet sich super als Pow Wow zwischen den Zelten, eins reicht für bis zu 4 Zelte)
  76. Ersatzheringe (Einer vergisst immer, die Dinger mitzunehmen und freut sich dann)
  77. Tickets
  78. Timetable-Ausdruck
  79. Lageplan
  80. Taschenlampe
  81. Räucherstäbchen gegen diverse seltsame Düfte
  82. Feuerzeug
  83. Batterien für Eure elektrischen Devotionalien
  84. Packt das Navi und den Wohnungsschlüssel ins Handschuhfach, wenn Ihr auf’s Gelände geht. Ich könnte Euch jetzt die wüstesten Geschichten von verlorenen Schlüsseln erzählen, aber ich lasse es.

Wie immer enthält meine Liste hauptsächlich Frühstückszutaten und Snacks. Am Ende möchte man sowieso das Essen an den Buden ausprobieren und es wäre ja schade, wenn man deshalb Tonnen von angeschleppten Dosensuppen wieder nach Hause schleppt. Wer doch noch Platz für genau zwei Konserven in seinem Rucksack frei hat, kann gerne in Kürze hier vorbei klicken. Ich werde Euch ein sehr leckeres Festival-Rezept aus meiner Feder verraten. smile Dafür braucht Ihr dann noch

  1. 1 Dose Baked Beans
  2. 1 Dose Mais
  3. 1 Suppenwürfel
  4. 1 Beutel Sojaschnetzel
  5. 1 Dosenöffner
  6. 1 Löffel
  7. 1 Chilischote
  8. 2 Beutelchen Salz aus dem nächsten Schnellimbiss
  9. Das Rezept (Das gibt es auch als praktischen Download zum Ausdrucken)

Gegessen wird natürlich stilecht aus dem Kochtopf, den Ihr weiter oben in der Liste ja schon gefunden habt. Viel Spaß beim Packen! Gebt Bescheid, sollte auf der Liste noch was Wichtiges fehlen, ich füge es gerne hinzu. Weiterrocken! heart

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