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    Patience Of The Trail – "Rite"

    Die Debüt-EP des Post-Rock Duos

    Review von Anne
    10.03.2022 — Lesezeit: 2 min
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    Patience Of The Trail – "Rite"

    Jan Wiesinger gründete Patience Of The Trail 2019 zunächst als Solo-Projekt. Inspirieren ließ er sich von Bands wie I Hear Sirens, If These Trees Could Talk und pg.lost. Als das Ziel, eine Platte aufzunehmen, 2020 immer ernster wurde, stieg Drummer Pascal Schwimmer mit ein und die ersten Demos entstanden. Die erste EP "Rite" nahm das Duo im Oktober 2021 auf.

    Nikita Kamprad (Der Weg einer Freiheit) übernahm bei der EP die Produktion und das Mastering. Die digitale Veröffentlichung fand am 18.02.22 statt.

    Eines gleich mal vorneweg: Wenn Ihr atmosphärischen Postrock mögt, wird Euch Patience Of The Trail gefallen. Das Projekt aus Mittelfranken hat es ganz schön drauf – stellenweise werdet Ihr Euch fragen, ob das wirklich "nur" zwei Personen sind, die da auf "Rite" zu hören sind. Die EP besteht aus insgesamt vier Songs, die zusammen ein Gesamtkunstwerk ergeben, das Ihr unbedingt in seiner Gesamtheit genießen solltet.

    Patience Of The Trail liefern harmonischen Post-Rock

    Patience Of The Trail – "Rite"
    Patience Of The Trail – "Rite"

    Das erste Stück "Beartooth" startet harmonisch und wartet zunächst mit nachdenklichen Momenten auf, die sich immer weiter aufbauen und in einem präzisen Zusammenspiel aus Gitarre und Drums gipfeln. Dieser zugleich wütend und verspielt klingende Eskapismus wird keineswegs nur von Ruhe abgelöst. Das Ende des Stücks wirkt eher nachdenklich und bietet den perfekten Übergang zum von 80ies Sound und Shoegaze angehauchten Namensgeber der EP "Rite".

    Dieses Stück macht so Bock auf mehr. Ich möchte es unbedingt auch sehr bald live erleben. Der treibende Sound des Songs ist einfallsreich und aufregend. Die kleine Spur Punk-Attitüde steht dem Instrumental-Stück gut zu Gesicht. Lyrics braucht es da keine – auch, wenn mir durchaus welche dazu einfallen würden.

    "The Colour Of Burnt Umber"

    "The Colour Of Burnt Umber" startet mit etwas, das klingt, wie ein Xylophon? Unterlegt ist das Stück zunächst von einem gewissen Hauch der Ungewissheit. Dann setzt das Schlagzeug setzt ein und mischt alles auf. Der Rhythmus fördert etwas unbeschreiblich Schönes an die Oberfläche. Lasst Euch von diesem Sound davon spülen und freut Euch auf das Finale – Keyboard und Drums leiten es ein und lösen sich anschließend im Spiel der Melodien auf.

    Das letzte und kürzeste Stück "Expressions" bringt die Bewunderung der oben erwähnten Vorbilder des Bandgründers schön zum Ausdruck. Gemeinsam mit seinem Drummer schafft er es in nur 4:33 genau dieses wunderbare Wechselbad aus leichten und harten Momenten, Licht und Schatten zu vertonen, das wir Post-Music Menschen so sehr lieben.

    Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Patience Of The Trail weitergeht. Die Debüt-EP "Rite" möchte ich Euch hiermit ans Herz legen.

    Patience Of The Trail – "Beartooth"

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