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    Kollapse

    "Bei Musik geht es um Emotionen"

    Interview von Anne
    14.07.2021 — Lesezeit: 11 min
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    Vor ein paar Tagen habe ich Euch das neue Kollapse Album "Sult" empfohlen. Jetzt hatte ich die Gelegenheit, mich mit dem Post-Hardcore Trio aus Dänemark zu unterhalten. Im Interview haben wir auch über die Tourpläne der Band gesprochen.

    Anne: Hallo! Danke, dass Ihr Euch Zeit für das Interview genommen habt! Ich freue mich, Euch kennenzulernen! Wie geht es Euch heute?

    Peter L: Hi! Danke, dass wir Deine Gäste sein dürfen. Im Moment geht es mir ganz gut. Das Album ist draußen, die Leute scheinen es zu mögen und wir haben Auftritte, also sieht alles ziemlich gut aus.

    Peter D: Mir geht's auch gut! Ich bin total begeistert, dass die Leute das Album mögen.

    Thomas: Ich fühle mich gut mit dem Album und freue mich auf das nächste.

    Anne: Ihr habt es schon gesagt: Ihr habt gerade Euer neues Album "Sult" nach vier Jahren veröffentlicht. Herzlichen Glückwunsch dazu! Das Warten hat sich wirklich gelohnt! Seid Ihr zufrieden damit?

    "Jetzt sind wir eine Band"

    Peter L: Ich bin sehr zufrieden damit. Es war ein wirklich langer Prozess. Nachdem mich die Jungs gefragt hatten, ob ich Teil der neuen Bandkonstellation sein möchte, habe ich viel Zeit damit verbracht, sie kennenzulernen – sowohl musikalisch als auch persönlich. Das Album ist so etwas wie der Höhepunkt von ein paar Jahren Arbeit, in denen wir versucht haben, eine gemeinsame Basis und eine musikalische Grundlage zu finden – und ich denke, wir sind in diesem Prozess sehr weit gekommen.

    Kollapse

    Selbst nachdem wir beschlossen hatten, "jetzt sind wir eine Band" und "jetzt sind wir zu dritt" und tatsächlich mit der Planung der Aufnahmen anfingen, gab es noch Stolpersteine auf dem Weg. Der ganze Weg bis zu diesem Moment war ein bisschen chaotisch – aber es könnte mit dieser Band wahrscheinlich gar nicht anders sein. Ich bin glücklich damit. Ich freue mich, dass wir "Sult" endlich veröffentlicht haben, dass die Platte den Leuten gefällt und dass wir sie zusammen gemacht haben!

    Peter D: Peter L sagt es!

    Anne: Worum geht es auf dem Album? Habt Ihr bei der Aufnahme ein Konzept verfolgt?

    Peter L: Ich glaube nicht, dass wir beim Schreiben der Songs ein spezielles, durchdachtes Konzept verfolgt haben. Ich denke, aus musikalischer Sicht haben wir einfach versucht, Songs zu schreiben, die uns etwas fühlen lassen – wir wollten mit dem "Hardcore-Format" experimentieren und sehen, wie weit wir uns in dieser Hinsicht treiben lassen. Wir haben aber viel über die Stimmung des Albums und die Themen gesprochen, die es verkörpert.

    Dinge wie Verzweiflung, Angst, Sterblichkeit und Tod nehmen immer einen großen Teil unserer Diskussionen ein. Es sind Themen, die wir selbst interessant finden. Wir haben uns aber nicht hingesetzt und gesagt: "Na gut, lasst uns ein Album über den Tod machen." Ich denke, es hat sich einfach aus der Kombination der Denkweisen von uns dreien ergeben. Textlich gibt es bestimmte Themen, um die sich das Album dreht. Musikalisch geht es auf dem Album aber vor allem um Emotionen – darum, viele unserer Erfahrungen und Emotionen in etwas zu übersetzen, das wir vor anderen Leuten spielen können.

    "Wir wollten Songs schreiben, die uns etwas fühlen lassen."

    Peter D: Ich werde mich nicht mit Konzepten und Texten befassen, weil das nicht mein Aufgabenbereich ist. Die Drums auf "Sult" verkörpern aber, was ich dazu beigetragen habe. Ich versuche, nicht zu viel nachzudenken, wenn ich Musik schreibe. Ich will mich einfach nur fordern und etwas Neues entdecken. Peter L hat eben gesagt, dass wir Songs schreiben, die uns etwas fühlen lassen. Ich denke, ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Für mich persönlich geht es in der Musik um Emotionen. Wenn ich sie nicht fühle und sie nichts in mir hervorruft, brauche ich sie nicht.

    Thomas: Wenn ich mich auf ein Album vorbereite, arbeite ich normalerweise mit vielen Skizzen und Gedanken, die ich mir notiert habe. Immer, wenn mich etwas bewegt oder erschreckt oder wenn ich in meinem Innenleben gefangen bin, versuche ich, mich mit einer Reihe einfacher Sätze auszudrücken. Worte und Zeilen neigen dazu, ein breites Spektrum an Emotionen abzudecken, und meistens sind einzelne Worte solide emotionale Auslöser für mich. Es ist ein langer Prozess, aber wir würden das nicht tun, wenn wir nicht das Gefühl hätten, etwas von Bedeutung zu kommunizieren.

    Anne: Wie unterscheidet sich "Sult" von den anderen Platten, die Ihr bis jetzt gemacht habt?

    Peter D: "Sult" ist so viel mehr ein Produkt einer Band, die die gleiche Denkweise teilt. "Angst" hat im Gegensatz dazu denke ich viel zu sehr darunter gelitten, dass wir versucht haben, etwas zu erzwingen.

    Thomas: "Sult" ist fokussiert. "Angst" war ein Sammelsurium aus allem Möglichen und Unmöglichen.

    Peter L: Ja, was es für mich auszeichnet, ist die Tatsache, dass es gutgetan hat, dieses Album zu schreiben und aufzunehmen und nicht nur zu hören wie das letzte!

    Anne: Mir gefällt die düstere Atmosphäre des Albums sehr gut. Es fühlt sich für mich vertraut an, aber es ist auch einzigartig. Was macht es so besonders?

    "Wir sind Freunde"

    Peter L: Das ist eine schwierige Frage. Ich sehe das Album in vielerlei Hinsicht gar nicht als besonders an. Für mich persönlich ist es einzigartig, weil ich diese Songs mit zwei sehr guten Freunden geschrieben habe. Ich bin mir aber auch sehr bewusst, an welchen Stellen die vielen Inspirationen, die ich dazu beigesteuert habe, in den Songs auftauchen. Vielleicht ist es auch genau das, was es dann doch zu etwas Besonderem macht: die Tatsache, dass wir unsere verschiedenen Inspirationen zusammenfließen lassen konnten, ohne uns zu sehr an ein bestimmtes Genre-Format zu halten. Und wir haben auch eine angemessene Zeit mit dem großartigen Produzenten Lucas Illanes, verbracht. Mit ihm haben wir den Sound des Albums ausgefeilt.

    Wir haben es "groß" und "bedrohlich" gemacht, ohne dafür vielschichtige Gitarrenspuren zu verwenden. Wir haben uns einfach darauf konzentriert, es präsent klingen zu lassen und viele Akustik im Aufnahmeraum einzufangen. Insgesamt ist dabei ein großer, rauer, geheimnisvoller, "echter" Sound entstanden. Ich denke, das hat dabei geholfen, eine mit den Songs eine Menge Emotionen zu transportieren. Dadurch fühlen sie sich beim Hören sehr nah an. Wir haben versucht, die Tatsache nicht zu verstecken, dass es in unserer Band nur drei Instrumente gibt. Ich glaube, diese Rohheit und Nacktheit, die in dieser Konstellation liegt, hilft dabei sehr. Sie bringt Zerbrechlichkeit und eine Art Co-Abhängigkeit in die Musik und die Band. 

    Einige Kritiker⋆innen haben davon gesprochen, dass die Platte viel von dem erzählt, was gerade auf der Welt passiert. Ich denke, das ist für uns auch etwas Neues, das sie besonders macht. Aber, um das nochmal klar zu sagen: Die Platte handelt nicht von der Pandemie und wir haben sie auch nicht deswegen aufgenommen. Wir haben sie nur zufällig gerade in dem Moment gemacht, als sich die Welt in diesem Ausnahmezustand befand. Ich denke, dass die Platte in irgendeiner Form immer in diesem Licht gesehen werden wird. Wir selbst sehen es nicht so, und wir hatten nicht das Ziel, eine Platte zu machen, die etwas mit Corona zu tun hat. Wir haben die Songs nicht geschrieben, weil die Welt in einem schlechten Zustand ist – wenn überhaupt, COVID den Aufnahmeprozess für uns komplizierter gemacht.

    "Die Stimmung des Albums spiegelt die Stimmung der Menschen wider"

    Ich denke aber, die Stimmung auf dem Album spiegelt die Stimmung vieler Menschen auf der Welt im Moment wider – Verzweiflung, Angst, Furcht, Einsamkeit und so weiter. Und das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum es bei den Leuten Resonanz findet. 

    Thomas: Ich liebe es, dass Du das Gefühl einer dunklen Atmosphäre als "vertraut" beschreibst. Ich denke, tief im Inneren teilen wir als Menschen viele Kernängste und Befürchtungen. Mir persönlich ist es sehr wichtig, mir selbst treu zu bleiben, egal wie schwerfällig oder prätentiös das auf andere Menschen wirken mag. Wenn sich jemand wirklich mit dem Album verbindet (und ich weiß, dass es nicht für jeden etwas ist), ist das das größte Kompliment, das wir bekommen können. Ich denke, dass wir uns als Band langsam auf etwas zubewegen, das einzigartig für Kollapse ist, und in Zukunft wird sich das noch weiter ausprägen.

    Anne: Gina Skowz hat ein fantastisches Horror-Artwork für "Sult" gemalt. Es ist so cool! Ich kann mir kein besseres Artwork für dieses Album vorstellen. Seid Ihr mit Ihr befreundet?

    Kollapse – "Sult" Artwork: Gina Skowz

    Thomas: Ich bin in den frühen Neunzigern mit Noise-Rock aufgewachsen. Durch das amerikanische Label Amphetamine Reptile Label bin ich auf Gina aufmerksam geworden, da sie irgendwie mit diesen Noise-Rock Fieslingen in Verbindung gebracht wird (lacht). Sie ist eine fantastische Künstlerin.

    "Wir wussten, dass wir etwas ändern mussten"

    Peter L: Stimmt – Thomas hat den Rest von uns mit Ginas Arbeit bekannt gemacht, und sie passt einfach perfekt zu dem Album!

    Anne: Ihr habt mir erzählt, dass die letzten paar Jahre ziemlich hart für Euch waren. Zwei Mitglieder haben Kollapse verlassen, und Ihr habt Euch danach als Trio neu formiert. Wie ist es dazu gekommen?

    Peter D: Ja. Wie wir in einem anderen Interview kürzlich besprochen haben, haben wir 2017 einige der letzten Shows zur Promotion von "Angst" in Norwegen und Schweden gespielt. Irgendwie lief es damals nicht so gut. Ich erinnere mich besonders an eine Show in Norwegen, bei der wir nach dem Auftritt von der Bühne gegangen sind und die Stimmung wirklich furchtbar war. Ich bin mit Thomas vor die Halle gegangen und wir haben uns auf Gehsteig gesetzt und gegenseitig einfach nur angesehen. Ich glaube, wir wussten in diesem Moment beide, dass das wahrscheinlich unsere letzte Show in dieser Konstellation gewesen war.

    "Kollapse ist die Band, von der ich immer geträumt habe"

    Wir hatten so viele widersprüchliche Vorstellungen von der Ästhetik und davon, was die Band sein sollte – es hat einfach keinen Spaß mehr gemacht. Als wir von dieser Show nach Hause kamen, beschlossen Troels und Frederik mehr oder weniger sofort, die Band zu verlassen. Ich habe großen Respekt vor Troels, dass er diese Entscheidung getroffen hat, denn ich weiß, dass es nicht leicht für ihn war, aber ich denke, er wusste, dass wir uns irgendwie trennen mussten, um unsere Freundschaft zu retten. Heute ist Troels immer noch einer meiner besten Freunde.

    Thomas: Peter hat recht. Freunde teilen nicht immer eine ähnliche Denkweise. Kollapse ist heute genau die Band, von der ich geträumt habe: ehrlich, fokussiert und ohne jede Einschränkung. Ich bin viel zu alt, um in irgend einer verwässerte Rock 'n' Roll Band zu spielen.

    Anne: Die neue Konstellation ist dann also perfekt?

    Peter D: Auf jeden Fall! Ich wollte schon immer mit Peter L spielen! Sogar in meiner alten Band haben wir darüber gesprochen, ihn zu fragen, ob er der Band beitreten möchte, aber wir haben es nie getan. Deshalb bin ich froh, dass ich Thomas davon überzeugen konnte, dass Peter L der Richtige ist.

    Bei Kollapse fühle ich mich zu Hause"

    Peter L: Ich fühle mich in dieser Band mittlerweile definitiv zu Hause – ich habe schon in einigen Bands gespielt, und ich spiele auch in einer anderen Band, in der ich mich ebenfalls sehr wohlfühle.

    Als ich zu Kollapse kam, hat es ziemlich schnell Klick gemacht. Ich erinnere mich auch daran, dass ich Peter D mit seiner alten Band Aedra spielen gesehen habe und ziemlich beeindruckt von ihm war. Auch das erste Kollapse Album hat einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht. Was sie daraus gemacht haben, hat mich überzeugt. Als Peter D mich gefragt hat, ob ich mitmachen will, war ich gleichzeitig begeistert und erschrocken. Ich bin wirklich froh, dass er es getan hat und dass wir die Band am Leben halten konnten.

    Anne: Wolltet Ihr schon immer Sludge/Post-Metal machen? Wo liegen Eure Wurzeln? Ich habe gehört, dass Ihr ziemlich auf den Noise-Rock der guten alten 90er steht?

    Peter D: Wir haben nie darüber gesprochen, welche Art von Musik wir machen wollen. Kollapse ist ein Produkt von uns drei Individuen und unseren unterschiedlichen Herangehensweisen an Musik und Songwriting. Wir hören alle eine große Bandbreite an musikalischen Ausdrucksformen, aber wir reden nie über Genres. Wenn die Leute uns als Sludge/Post-Metal kategorisieren wollen, ist das für mich in Ordnung, aber Noise/Black-Jazz wäre auch in Ordnung (lacht).

    "Die Kritiker hängen an ihren Genres"

    Peter L: Ja, ich stimme Peter D zu. Ich glaube nicht, dass wir uns vorgenommen haben, Sludge oder Post-Metal zu machen. Wir sind einfach irgendwie dort gelandet, weil es das war, was für uns beim Schreiben der Platte Sinn ergeben hat. Wir haben eine Menge übereinstimmender musikalischer Interessen und Inspirationen, aber zwischen uns liegen auch viele verschiedene Einflüsse. Ich denke, das trifft es irgendwie. Wir beziehen uns manchmal auf Songs oder Alben und sagen: "Mann, so einen Song würde ich auch gerne mal machen", dann probieren wir es aus, und am Ende kommt etwas ganz anderes dabei heraus. Wir versuchen bewusst, nicht in ein Genre zu passen, sondern mit unserer Maske eine Atmosphäre oder einen Sound zu erzeugen, der uns sinnvoll erscheint.

    Thomas: Die Kritiker⋆innen sind wahrscheinlich mehr auf Genres fixiert als Musiker. Vielleicht läuft es darauf hinaus, dass es bequem ist, ein Etikett zu vergeben, wenn man sich durch ein eintöniges Album nach dem anderen quälen muss. Ich liebe die Körperlichkeit von schwerer und rauer Musik. Der Scheiß in meinem Kopf eignet sich einfach besser für diese Art von Sound als für das, was man so im Radio hört. 

    Anne: Was treibt Euch an, wenn Ihr neue Musik macht? Gibt es irgendetwas Bestimmtes, von dem Ihr sagen würdet, dass es Euch die Motivation und Ausdauer gibt, die Dinge in Gang zu bringen?

    Peter L: Für mich ist es eine Frage, mich selbst bei Verstand zu halten. Ich benutze Musik, um mich mit meinen Emotionen und Problemen auseinanderzusetzen. Das mache ich schon seit vielen Jahren. Diese Band ist wahrscheinlich die deutlichste Übersetzung meiner eher existenziellen Gedanken und meiner etwas melancholischen Denkweise, aber ich habe Musik schon immer als eine Form der Therapie für mich genutzt. Ich kann mit Musik Dinge vermitteln, die ich sonst nur schwer ausdrücken kann. Und da wir uns viel mit den Schmerzen und Leiden des Menschseins auseinandersetzen, denke ich, dass es viele Leute anspricht – nicht nur in lyrischer Hinsicht.

    "Songs zu schreiben ergibt für mich Sinn"

    Unsere Songs sind Ausdruck dieser Emotionen, und ich denke, wenn wir versuchen, diese Erfahrungen in unsere Songs zu packen, sprechen sie die Leute an. Ich schreibe Songs, weil es für mich Sinn ergibt – ich kann mir nicht vorstellen, es nicht zu tun. Und das ist eine große Triebfeder. Und ich denke, wenn es funktioniert, wenn Du in einer Band landest, in der Du Songs schreibst, die für Dich einen Sinn ergeben, gibt es nicht vieles, was damit vergleichbar ist. Diese Songs zu kreieren, sie vor einem Publikum zu spielen und die Menschen die Emotionen spüren zu lassen, die beim Schreiben eingeflossen sind, ist eine unvergleichbare Erfahrung.

    Thomas: Peter hat es auf den Punkt gebracht.

    Anne: Wie würdet Ihr die Musikszene in Dänemark beschreiben? Ich kann mir vorstellen, dass sie ziemlich kreativ und produktiv ist, mit all der schönen Natur und einem Schmelztiegel einer Stadt wie Kopenhagen?

    Peter L: Die Musikszene in Dänemark ist wie Du sagst, sehr produktiv. Es gibt tonnenweise tolle Musiker und Bands, die eine Menge großartiger Sachen machen. Ich bin von vielem abgeschnitten, da ich alt werde, und vieles davon liegt irgendwie außerhalb meines bevorzugten Musikgeschmacks. Aber wenn es um die Hardcore/Metal-Szene in Dänemark geht, haben wir eine Menge zu bieten. Die Leute machen heutzutage einfach Alben, die mörderisch klingen. Bands wie LLNN, Eyes, Hiraki, Demersal, Orm und viele andere haben in letzter Zeit Killer-Platten gemacht oder sind gerade dabei, tolle Alben zu schreiben. Die Szene ist heutzutage sehr lebendig – es herrscht ein gesunder Wettbewerb. Man ist bereit, großartiges zu leisten und wird dabei von der großartigen Arbeit aller anderen inspiriert.

    "Die Musikszene in Dänemark ist sehr lebendig"

    Für uns ist Kopenhagen weit weg. Zweifellos ist die Szene dort sehr lebendig, aber unsere Heimatstadt, Aalborg, liegt am anderen Ende des Landes. Sie ist viel kleiner und nicht so großstädtisch wie Kopenhagen – was zugleich positiv und negativ ist. Es gibt in Kopenhagen natürlich eine fantastische Szene mit vielen großartigen Bands, aber aus Aalborg im nördlichsten Teil Dänemarks zu kommen, hat auch Einfluss auf unsere Art zu denken und Musik zu komponieren.

    Thomas: Dänemark hat noch nie so viel großartige und aggressive Musik hervorgebracht, wie im Moment. Natürlich sind wir etwas isoliert von der Szene im Rest Dänemarks, da wir aus Aalborg kommen, aber wir fühlen eine gewisse Verwandtschaft mit einigen der gerade erwähnten Bands, und wir sind mit einigen dieser Leute befreundet. Wir kümmern uns aber auch nicht darum, Teil einer Szene zu sein.

    Anne: Was steht als Nächstes für Kollapse an? Ihr höre, Ihr habt schon Gigs für die nächsten Monate geplant? Und Ihr wollt auch wieder ins Studio gehen?

    "Wir haben schon angefangen, das nächste Album zu schreiben."

    Peter D: Ja, fünf oder sechs Shows stehen in diesem Jahr an. Ein paar lokale Shows, ein paar in Kopenhagen und eine in Deutschland. Hoffentlich können wir im nächsten Frühjahr auch in einigen Teilen Europas touren!

    Wir haben schon angefangen, für das nächste Album zu schreiben und haben sogar im Voraus für Studiozeit bezahlt. Wir haben noch keine festen Termine gebucht, aber hoffentlich werden wir irgendwann im nächsten Jahr aufnehmen. Drück uns die Daumen!

    Peter L: Ich liebe es, Shows zu spielen, und ich liebe es, zu touren, deshalb war das letzte Jahr eine Herausforderung für mich. Aber ich kann es kaum erwarten, wieder zu touren und den Leuten das Album vorzuspielen. Und außerdem kann ich es kaum abwarten, das nächste Album zu schreiben!

    Anne: Vielen Dank für die spannenden Einblicke und dass Ihr meine Fragen beantwortet habt!

    Peter D: Danke!

    Thomas: Danke für Dein Interesse!

    Peter L: Danke!

    Meine Review zum Kollapse Album "Sult" findet Ihr hier.

    Kollapse – "Drift"

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