„Gunda“ heißt der neue Tierrechts-Film von Victor Kossakovsky. Produziert hat ihn Anita Rehoff Larsen. Schauspieler und Vegan-Aktivist Joaquin Phoenix ist der ausführende Produzent.

Die 93-minütige Dokumentation gibt Einblicke in das Leben eines Schweins. Er wurde aus der Schweineperspektive gefilmt und soll dabei helfen, eine Brücke zu schlagen zwischen Blick der Menschen auf „Nutztiere“ und deren Leben. Dem Filmteam ist es gelungen, die Welt mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu zeigen.

Regisseur Victor Kossakovsky hat mit „Gunda“ eine weitere Weltklasse-Dokumentation erschaffen. Sein Talent für das Genre hat er 2019 bereits mit „Aquarela“ bewiesen. In seinem neuen Film stehen die Tiere im Mittelpunkt – genauer gesagt: ein Schwein, zwei Kühe und ein einbeiniges Huhn auf einem Bauernhof in Norwegen.

„Gunda“ zeigt wie ähnlich und Tiere sind

Gunda

Gunda Movie. Picture © gunda.movie.com

Die Bilder wurden in wirkungsvollem Schwarz-Weiß-Stil festgehalten. Die Tonspur blieb dabei unbearbeitet. Das Ergebnis ist ein nachdenkliches Gesamtwerk über die Lebewesen, die im heutigen Machtgefüge den Menschen untergeben sind.

„Gunda“ zeigt uns, wie intelligent, sensibel, besonders, neugierig und lebensfroh unsere Mitgeschöpfe sein. Kossakovsky selbst ist laut eigener Aussage überzeugter Vegetarier. Für ihn ist sein Film ein kommentarloser Aufruf an die Menschheit – gespickt mit zahlreichen überzeugenden Argumenten.

Hauptdarstellerin ist die Schweinedame Gunda, die einen Wurf Ferkel zur Welt bringt. Die Schweine werden auf ihrem Bauernhof für sechs Monate von der Kamera begleitet. Durch die nicht vorhandenen Dialoge ist ein einfühlsamer Film entstanden, der Kritiker⋆innen auf der ganzen Welt begeistert.

Kossakovsky hat auf blutige Bilder verzichtet

Gunda

Gunda Movie. Picture © gunda.movie.com

Auf brutale Bilder Victor Kossakovsky im Gegensatz zu anderen Tierrechts-Filmen bewusst verzichtet. Es werden keine Szenen aus der Massentierhaltung oder aus Schlachthören gezeigt. Kossakovsky hat es laut den Kritiker⋆innen dennoch geschafft, seine Aussage klar herauszuarbeiten – ohne dabei für Schuldgefühle oder gar Ekel zu sorgen.

Gegenüber der GQ äußerte sich der Filmemacher so:

„Ich wollte keine scheinheiligen Film machen. ‚Gunda‘ sollte kein durchschnittliches ‚veganes Propagandastück‘ werden. Gleichzeitig wollte ich, dass meine Botschaft – dass alle empfindungsfähigen Wesen einander ähnlich sind – ankommt. Lasst es mich freundlich ausdrücken: Ich habe die Nase voll von den Menschen. Warum sind wir nur so blind? Ich kann das nicht verstehen. Wir haben alle Hunde zu Hause und lieben und respektieren sie. Kühe, Hühner und Schweine hingegen töten wir einfach und denken nicht mal darüber nach. Dabei ist es das Gleiche. Es sind die selben Kreaturen mit denselben Gefühlen, Emotionen und dem Recht, glücklich zu sein.“

Fazit: „Gunda“ ist eine sehenswerte Tierrechts-Dokumentation

Egal, ob Veganer⋆innen oder nicht – „Gunda“ sollten wir uns auf alle Fälle anschauen. Wenn ich den Trailer so sehe, bin ich mir sicher: Dieser Film geht ans Herz und wir werden sicher alle eine Menge daraus lernen.

In ausgewählten Kinos in Los Angeles, New York und San Francisco hat der Film bereits Premiere gefeiert. In Deutschland wird er ab dem 25. April zu sehen sein. Den Trailer könnt Ihr Euch jetzt schon anschauen.

„Gunda“ – Trailer

Hier geht’s zur Gunda Webseite.

Bilder Pictures: gunda.com.

  • Regie: Victor Kossakovsky
  • Dreharbeiten: Victor Kossakovsky, Ainara Vera
  • Produzent⋆innen: Anita Rehoff Larsen, Joslyn Barnes
  • Produktion: Sant & Usant AS, Oslo
  • Weltweiter Vertrieb: Cinephil, Tel Aviv
  • Vertrieb in Deutschland: Filmwelt Verleihagentur GmbH, München