Die Metal Band Risen from Shadows macht anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November gemeinsam mit Mokoh Music Berlin, Simon&Paul und der britischen Non-Profit-Organisation Action on Sugar sowie den Agenturen Serviceplan Berlin und Mediaplus mit einer besonderen Kampagne auf die Gefahren von Zucker aufmerksam.

Die Erlöse der Aktion kommen der unabhängigen Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe e.V. zugute. Pünktlich zum Weltdiabetestag veröffentlichten Risen from Shadows mit einem Cover von Frankie Js „Suga Suga“ ihr erstes Musikvideo zum Thema.

Die The Dark Side Of Sugar Kampagne soll zugleich Weckruf und Mahnung sein. Viele Lebensmittel, die heute auf unserem täglichen Speiseplan stehen, enthalten versteckten Zucker, der auf Dauer krank machen kann. Die Initiatoren wollen mit der Aktion auf die Tricks der Lebensmittelindustrie hinweisen und die Verbraucher⋆innen schützen.

Mit Metal gegen Zucker

The Dark Side Of SugarIm Musikvideo werden die Gefahren von Zucker visualisiert: zuckerhaltige Lebensmittel verwandeln sich in gruselige Artefakte. Das passt überraschend gut zum Metalsound von Risen from Shadows. Zeitgleich mit dem Release des Videos erschien die Single auch bei allen bekannten Streaming-Diensten.

Das komplette gleichnamige Album von The Dark Side Of Sugar soll Ende 2020 erscheinen. Eine zweite Auskopplung ist seit Halloween bei Spotify & Co. zu finden: Eine neue Interpretation des Pop Songs „I Want Candy“ von Bow Wow Wow.

Holly Gabriel, Ernährungswissenschaftlerin bei Action on Sugar kommentiert die Kampagne so:

„Wir fordern mehr Transparenz in der Lebensmittelbranche, zum Beispiel durch eine eindeutige Kennzeichnung der Inhaltsstoffe. Das ist wichtig, damit jede⋆r Verbraucher⋆in ihre⋆seine Kaufentscheidung bewusst treffen kann“,

In Großbritannien konnte Action on Sugar durch Aufklärungsarbeit bereits weitreichende Zuckerreformen erwirken. The Dark Side Of Sugar ist die erste Aktion dieser Art in Deutschland.

Zucker macht krank

The Dark Side Of SugarJede⋆r Deutsche konsumiert pro Jahr im Schnitt 34,6 Kilogramm Zucker. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät dazu, höchstens die Hälfte davon, sprich 18,25 Kilo pro Jahr, zu sich zu nehmen. Die Empfehlung für eine gesunde und ausgeglichene Ernährung ist jedoch lediglich ein Viertel, also 9,1 Kilo pro Jahr.

Wer zu viel Zucker konsumiert, begibt sich in Gefahr: Alleine hierzulande leiden bereits über acht Millionen Menschen unter Typ-2-Diabetes. Die Tendenz geht nach oben. Während dessen arbeitet die Lebensmittelindustrie an immer neuen irreführenden und intransparente Produktkennzeichnungen. Die Verschleierung von Zucker lässt man sich einiges kosten.

Wer zuviel zugesetzten Zucker konsumiert, erhöht die Energiezfuhr. das führt zu Karies und Gewichtszunahme. Durch Übergewicht erhöht sich das Risiko an Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten und Kebs zu erkranken.

Freier Zucker

Zugesetzter oder auch „freier Zucker“ steckt unter anderem in Honig, Sirupen und Nektaren. Man findet ihn zum Beispiel in Form von Malzextrakt, Glukosesirup, Laktose und Galaktose auf den Zutatenlisten verschiedenster Lebensmittel. Einzig natürlich vorkommender Zucker in Obst und Gemüse gilt als gesundheitlich unbedenklich.

Nimmt man gängige Convenience Produkte zu sich, gelangt man schnell an sein Zucker-Tageslimit. Ein Löffel Ketuchup oder BBQ-Sauce enthält zum Beispiel einen Würfel Zucker. In fertigem Eistee stecken sogar fünf Zuckerwürfel pro 400 Milliliter. Bei Energy-Drinks sieht es noch finsterer aus. Sie enthalten pro 500 Milliliter bis zu 14 Würfel. Frühstückscerialien kommen auf 30 Gramm. Eine besonders gefährliche Falle ist aromatisiertes Wasser. Bei bestimmten Sorten kommt man auf ganze drei Stück Würfelzucker pro 500 Milliliter Flasche. Außerdem wird der Zucker Nudelsaußen, Fertigpizza, Sushi-Reis, Erdnussbutter, Smoothies und Suppen zugesetzt. Der Phantasie der Hersteller sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Risen from Shadows wurde von Marcel Neumann und Stephan Moritz gegründet. Der Kampf gegen den Zucker ist die erklärte Mission der beiden Metaller. Während des ersten Lockdowns arbeiteten die beiden an ihrem gemeinsamen Debüt. Mit einer Sammlung von klebrig-süßen Hits wollen sie auf ein Problem in unserer Gesellschaft hinweisen, das besser schnell ans Tageslicht befördert werden sollte, wenn uns unsere Gesundheit lieb ist.

The Dark Side Of Sugar – „Suga Suga“

Quellen/sources: BLZ Datenzentrum, Pressemitteilung Serviceplan, darksideofsugar.com Musikproduktion: Mokoh Music, Musikproduzenten: Marcel Neumann & Stephan Moritz Filmproduktion: Simon&Paul Regie: Carlo Oppermann Fotograf: Marco Justus Schöler Konzept und Project Lead: Serviceplan Berlin (Media: Mediaplus)