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Schon seit langen Jahren beziehe ich Strom über Greenpeace Energy. Das hat verschiedene Gründe. Unter anderem möchte ich natürlich meinen CO2-Fußabdruck gering halten und die Atomlobby nicht unterstützen. Der Ökostrom ist für mich aber auch direkt mit Ethik und Tierrechten verbunden. Hier ein paar Fakten dazu.

Von Kochen ohne Knochen, der Albert Schweitzer Stiftung, den Ärzten gegen Tierversuchen und Veganbox wird Greenpeace Energy als veganer Stromanbieter empfohlen. Aber warum ist das so?

Ein veganer Stromanbieter?

Ökostrom

Blick auf den Hamburger Hafen. Schaffen wir die Energiewende?

Als Veganerin habe ich mich dafür entschieden, mein Leben so zu führen, dass dabei keine Tiere zu Schaden kommen und ihre Rechte geschützt werden. Außerdem möchte ich einen aktiven Beitrag im Kampf gegen die Klimakatastrophe leisten. Da gehört für mich Ökostrom genauso dazu, wie der Verzicht auf Schnitzel, ein eigenes Auto, Fernreisen, das Sparen von Energie im Alltag (wir sind vor Kurzem in eine Wohnung in einem Passivhaus gezogen), das Kompostieren meiner Küchenabfälle und die Vermeidung von Plastikmüll.

Soviel dazu. Doch gibt es wirklich veganen Strom? Das ist ziemlich kompliziert. Andreas Khan von Greenpeace Energy beantwortet die Frage so:

„Aufgrund der Rahmenbedingungen kann streng genommen kein Stromanbieter zu 100 Prozent vegan sein. Das liegt daran, dass jeder Energieversorger laut Gesetz einen gewissen Anteil im Stromtarif für die EEG-Umlage berechnen muss. Über diese Umlage werden auch Anlagen mitfinanziert, die hohen Tierschutz-Anforderungen nicht genügen können. Dazu gehören unter anderem mit Gülle betriebene Biogasanlagen.“

Alle Stromanbieter sind zur Zahlung der EEG-Umlage verpflichtet – also auch Greenpeace Energy. Obwohl für den Ökostromlieferanten derartige Anlagen zur Stromgewinnung nicht in Frage kommen. Ähnlich sieht es ja zum Beispiel auch bei den Steuergeldern aus: Auch über sie können Maßnahmen finanziert werden, die den hohen Ansprüchen bestimmter Anbieter nicht genügen können.

Darum ist der Strom von Greenpeace Energy „so gut wie“ vegan

Ökostrom

Andreas Khan von Greenpeace Energy. Foto: Greenpeace Energy

Wie noch ein paar andere Stromanbieter achtet Greenpeace Energy darauf, nur Strommengen einzukaufen und weiterzugeben, die ohne Massentierhaltung, Intensivlandwirtschaft und Co. gewonnen werden. Andreas Khan drückt das so aus:

„Unsere Energiegenossenschaft gilt zu Recht als Ökoenergieanbieter mit hohem veganen Anspruch. Wir arbeiten im Gegensatz zu vielen Energieversorgern nicht mit Nebenprodukten aus der Tierhaltung.“

Wenn Ihr also auf der Suche nach einem möglichst veganen Stromanbieter seid, trefft Ihr mit Greenpeace Energy auf jeden Fall eine gute Wahl.

Natürlich macht Ihr Euch als Veganer⋆innen neben der Massentierhaltung auch noch Gedanken zu anderen Gesichtspunkten. Wie sieht es zum Beispiel bei den Wind- und Wasserkraftanlagen mit dem Wildtierschutz aus?

Bei Greenpeace wird zum Beispiel darauf geachtet, dass die Wasserkraftanlagen mit Fischtreppen ausgestattet sind oder es sonstige Einrichtungen für die Fischwanderung gibt und die Bachläufe durchgängig sind.

Die Windkraftanlagen halten für den Tierschutz einen gebührenden Abstand zu Nationalparks, Vogelschutzgebieten, geschützten Biotopen, Biosphärenreservaten ein. Außerdem soll eine Flora-Fauna-Habitat-Verträglichkeitsprüfung dafür sorgen, dass die Lebensräume von Tieren sich durch den Bau von Windrädern nicht deutlich verschlechtern. Dabei fällt den in der jeweiligen Region vorkommenden Vogelarten sowie Brut- und Gastvögeln besondere Beachtung zu. Zudem werden die Rotoren angehalten, wenn zu bestimmten Zeiten Fledermäuse in der Nähe einer Windkraftanlage unterwegs sind.

Biogas

Biogas spielt in der Arbeit für die Energiewende eine tragende Rolle. Allerdings bedeutet das nicht, dass Biogas ökologisch in jedem Fall von Vorteil ist. Der aufwendige Aufbau, Transport und die Verarbeitung der Pflanzen wirkt sich sehr häufig negativ auf die CO2-Bilanz aus. Stammen die Ausgangsstoffe für die Biogasanlagen aus Monokulturen und industrieller Massentierhaltung, kann von einem ethisch vertretbaren und nachhaltigen Endprodukt natürlich keine Rede sein.

Bei Greenpeace Energy möchte man mit ökologisch möglichst wertvollem Biogas eine gute Alternative für Erdgas bieten. Zu den Ansprüchen zählt daher unter anderem, dass das Material nicht aus der Tierhaltung stammt. Verwendet werden ausschließlich echte Biogas-Überschüsse. Diese stammen vor allem aus Landschaftspflegematerial, Kläranlagen und Deponien. Außerdem stellt Greenpeace sicher, dass die Lieferanten das verkaufte Biogas nicht durch anderes Gas, zum Beispiel Erdgas, ersetzen. Durch dieses Verfahren ist das Biogas unbedenklich. Allerdings ist es bis dato noch nicht in großen Mengen verfügbar.

Veganes Biogas

Ökostrom

Windpark am Eidersperrwerk.

Die vegane Alternative lautet hier „Power to Gas“ oder „Windgas“. Hinter diesen Namen steckt mithilfe von Wind gewonnenes Gas, das zusätzlich einen zehnprozentigen Biogas-Anteil enthält. Hier stammt das Gas jedoch im Gegensatz zum herkömmlichen Biogas von Greenpeace Energy ausschließlich aus Biotonnen-Abfällen und Resten aus der heimischen Zuckerrüben-Produktion.

Ein echter Clou ist, dass man sich mit zwei veganen Tarifoption bei Greenpeace Energy seit Kurzem sogar absichern kann, dass ausschließlich veganes Gas angeliefert wird. Das beigemischte Biogas stammt dann also, wie soeben beschrieben, ausschließlich aus Pflanzen. Die Antwort auf die Frage, ob es inzwischen möglich ist, sich mit zu 100 Prozent veganem Biogas zu versorgen, lautet also: Ja!

So entsteht Windgas

Wenn es Euch wie mir geht und Ihr Euch fragt, wie aus Wind Gas entstehen kann: Hier ist die Antwort: Bei der Windgas-Gewinnung wird Wasser in einem Elektrolyseur in die Bestandteile Wasser und Sauerstoff aufgespalten. Der Wasserstoff kann dann in das Gasnetz eingespeist werden.

Betrachtet man die Gesamtbilanz, gibt es natürlich noch wesentlich umweltfreundlichere Lösungen. Bei uns im Haus heizen wir zum Beispiel (wenn es wirklich mal nötig werden sollte) mithilfe eines Wärmetauschers mit Erdwärme. Durch die gute Dämmung im Passivhaus passiert das allerdings höchstens an ein paar Tagen im Jahr. Die Heizung ist also eher eine Absicherung für den „Notfall“. Je mehr Gebäude wir in Zukunft mit solch einer Lösung ausstatten, umso besser. Ökogas kann jedoch auf dem Weg zur Energiewende durchaus eine sehr sinnvolle Übergangslösung sein. Übrigens könnt Ihr auch für den Betrieb Eures Wärmetauschers den Ökostrom direkt über Greenpeace Energy beziehen.

Insgesamt überzeugt mich das Angebot von Greenpeace Energy wesentlich mehr, als das vieler anderer Anbieter. Man steht offen dazu, dass komplett veganer Strom derzeit leider (noch) nicht komplett machbar ist, arbeitet aber weiter daran, möglichst Tierleid-freie Lösungen anzubieten. Der vegane Gastarif ist schon mal ein großer Schritt in diese Richtung. Für die Bemühungen wurde Greenpeace Energy 2012 von der Veganen Gesellschaft sogar der Vegane Innovationspreis verliehen.

Tarifoptionen Biogas Greenpeace Energy

Tarifrechner Ökostrom Greenpeace Energy

Tarifrechner Wärmestrom Greenpeace Energy

*Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Infos zum Thema Werbekennzeichnung in meinem Blog findet Ihr auf meiner Transparenz-Seite.