🇬🇧 Click here for English version

Arvensis – das ist ein experimentelles Ambient-Projekt auf Merigold Independent. Die avantgardistischen Klänge wirken wie aus einer fremden Welt. Weil mich das Projekt so fasziniert hat, habe ich mich mit Gründer Dani Laubscher zum Interview verabredet.

Dani legte den Grundstein für Arvensis im Jahr 2011. Seit 2018 nimmt er Platten auf. Inzwischen umfasst seine Discografie drei Alben. Das dritte trägt den Namen „AXIS“ und ist erst vor ein paar Tagen erschienen.

Anne: Hi Dani! Danke, dass Du Dir die Zeit nimmst! Wie geht es Dir? Wie war die Veröffentlichung Deines neuen Albums „AXIS“? Es ist übrigens ziemlich klasse geworden!

„Mein neues Album ist am 9. Oktober erschienen“

ArvensisDani: Hallo Anne! Aber gerne doch! Mir geht es gut. Bis jetzt ist es gut gelaufen. Es ist am 9. Oktober erschienen und ich bin noch ziemlich aufgeregt! Ich danke Dir sehr herzlich!

Anne: Dein Sound ist sehr vielschichtig und variantenreich. Die Kombination aus Percussion und fesselnden und abwechslungsreichen Soundlandschaften fasziniert mich. Wie kommst Du auf diese Ideen? Was treibt Dich an?

Dani: Die meisten meiner Ideen kommen von innen. Normalerweise bastle ich einfach. Meine Emotionen sind dabei mein Antrieb. Sie sind die treibende Kraft hinter Arvensis.

Anne: „AXIS“ besteht aus 18 Tracks – Wie lange hat es gedauert, sie aufzunehmen und abzumischen?

„Das Album ist ziemlich lang geworden“

Dani: Ich glaube, insgesamt circa ein Jahr! Es ist ein ziemlich langes Album geworden.

Anne: Du hast mir erzählt, dass „AXIS“ bis jetzt Dein düsterstes Album ist. Was hat Dich zu diesem Ergebnis Deiner Arbeit geführt?

Dani: Ja, ich glaube, es ist hat auch eine potenziell düsterere Stimmung, als mein Album „Downwards“. Ich glaube, es ist eine Vielzahl von Faktoren, die dazu geführt haben. Es hat eine Menge mit der Wahrnehmungen der Welt und meinen persönlichen Gefühlen zu tun. Nachdem ich in meinem Leben unbeabsichtigt an vielen düsteren Orten gewesen bin, habe ich eine gemischte Sicht der Dinge. Obwohl ich im Allgemeinen versuche, positiv zu bleiben. Das hat zur Düsternis und Ernsthaftigkeit des Albums auf jeden Fall beigetragen.

Anne: Hast Du für „AXIS“ mit anderen Musiker⋆innen zusammengearbeitet?

„Ich habe mit wundervollen Künstler⋆innen zusammengearbeitet“

Dani: Ja! Ich hatte die Freude mit zweien meiner Freund⋆innen, beide wundervolle Künstler⋆innen, zusammenzuarbeiten. Der eine ist Murice White of Pyre. Er ist auf „Stasis“ und „Wuther“ zu hören. Pyre hat einen ziemlichen Lärm gemacht. Er hatte einen ziemlich positiven Einfluss auf meine Musik. Der andere ist Chris Hunt, den ich als Künstler sehr verehre. Er ist in meinem Song „At-To-Start“ zu hören und bringt meinem Sound den elektronischen Punch mit!

Anne: Gibt es Künstler⋆innen, die Du als besonderen Einfluss auf Deine Arbeit und Deinen Style bezeichnen würdest?

Dani: Wer mir bei dieser Frage als Erstes in den Sinn kommt, ist mein Bruder. Nicht, was den Stil betrifft, sondern mehr sein Gesamtwerk. Ich blicke auf jeden Fall zu ihm auf.

Anne: Wolltest Du schon immer elektronischen Avend-Garde Sound machen?

„Meine Musik ist auf natürliche Art zu mir gekommen“

ArvensisDani: Es war nicht wirklich ein Ziel, das ich mir gesetzt hatte, um ehrlich zu sein. Es ist eher auf ganz natürliche Weise zu mir gekommen. Es hat sich herausgestellt, dass es die Art von Musik ist, die ich machen möchte. Manchmal mache ich etwas und überlege mir, dass es ein Nebenprojekt wert ist, aber am Ende entscheide ich mich dann doch immer dafür, es unter dem Namen Arvensis zu veröffentlichen.

Anne: In Deinem Band Porträt hast Du den Song „Witchcraft“ besonders hervorgehoben. Du hast geschrieben, dass der Track Deine Interpretation eines Sounds ist, der für Hexenkunst steht. Was verbindet Dich mit Hexerei?

Dani: Nachdem ich etwas durchgemacht habe, von dem ich glaube, dass es auf die Kraft eines Fluches zurückzuführen ist, suchte ich nach Mitteln der Hexerei. Ich finde mich seitdem manchmal in Ritualen wieder oder dabei, wie ich Siegel oder ähnliche Dinge erschaffe. Das hat einige meiner Stücke, wie zum Beispiel „Curse“ und „Keep Them Out“ oder auch „Constant Poison“ und ein paar andere beeinflusst.

Anne: Du kommst aus Atlanta, Georgia. Diese Stadt scheint sehr kreativ zu sein. Lebst Du gerne dort? Bist Du dort aufgewachsen?

„Atlanta ist sehr kreativ“

Dani: Ja, ich bin hier aufgewachsen. Ich bin in Dunwoody zur Welt gekommen. Das ist in der Nähe von Atlanta. Ich habe mein ganzes bisheriges Leben im Dunstkreis von Atlanta verbracht. Mir gefällt es hier wirklich sehr gut. Es gibt hier so viele unabhängige Musiker⋆innen und wenn wir nicht wie jetzt im Moment unter Quarantäne stehen, gibt es immer jede Menge Konzerte und andere Events.

Anne: Wie würdest Du selbst Deine Musik beschreiben?

Dani: In der Regel beschreibe ich sie als experimentelle elektronische Musik, um es einfach zu halten, wenn das Thema Genres aufkommt. Bei diesem Album nicht wirklich, aber normalerweise mische ich auch gerne noch Percussion oder Vocals mit rein. Insgesamt sage ich am liebsten, dass meine Musik sehr emotionsgetrieben ist.

Anne: Was steht als Nächstes für Arvensis auf dem Plan?

„Ich arbeite schon am nächsten Album“

Dani: Im Moment arbeite ich an einem weiteren Album. Bis jetzt gibt es acht fertige Songs. Ich freue mich schon sehr darauf, es bald zu veröffentlichen!

Anne: Vielen Dank für das Interview! Ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg für Dein Album!

Dani: Vielen Dank, Anne!


[⋆] English version

„My ideas come from within“

Interview with Dani from Arvensis

Arvensis is an experimental ambient project on the Merigold Independent label. It’s avant-garde sounding tones seem to come from a foreign world. Because the project fascinates me so much, I arranged an interview with founder Dani Laubscher.

Dani laid the groundwork for Arvensis in 2011 and has been recording records since 2018. His discography now includes three albums. The third one is called „AXIS“ and was released just a few days ago.

Anne: Hi, Dani! Thank you for your time! How are you doing? How was the release of your new album „AXIS“? It is really awesome, by the way!

„I released my new album on October, 9th“

ArvensisDani: Hello, Anne! Definitely! I am well. Good so far; it’s officially out on October 9th, so I’m very excited about it. Thank you very much!

Anne: Your sound is very versatile and varied. The combination of percussion and haunting and alternating soundscapes really fascinates me. How are you getting your ideas? What drives you?

Dani: Most of my ideas come from within. Usually, I just create and find drive almost solely through my emotions; it’s primarily the driving force behind Arvensis.

Anne: „AXIS“ consists of 18 Tracks – How long did it take you to record and mix them?

„The album is quite lengthy“

Dani: I think roughly a year or so! It’s quite a lengthy album.

Anne: You said to me that „AXIS“ is your darkest album so far. What has led to this outcome of your work?

Dani: Yes, I suppose potentially darker than my Downwards album as well. I believe it’s a variety of factors and a lot to do with perceptions of the world and inner feelings. After being in many dark places without intention in life and having quite a mixed outlook on things, I generally try to remain positive. That has, in turn, helped with the darkness and outcome of the album.

Anne: Did you collaborate with other musicians when you recorded „AXIS“?

„I worked together with wonderful artists“

Dani: Yes! Two friends of mine who are outstanding artists I had the pleasure of featuring them. The first being Murice White of the band Pyre: he is featured on Stasis and Wuther. Pyre has quite the noise, and he had been a positive influence in the makings of my work as well. The other is Chris Hunt, who I deeply respect as an artist. He is featured in my song At-To-Start and brings quite the electronic punch along with my sound!

Anne: Are there any artists that you want to mention in particular that influenced your work and music style?

Dani: The only I can think of would be my brother! Not so much stylistically, but more so, his overall works. I definitely look up to him.

Anne: Did you always want to make avant-garde electronic music?

„My music came to me naturally“

ArvensisDani: It was no set goal of mine honestly, it just came entirely natural and tended to occur no matter the music I was making. Sometimes I would make something and think maybe this deserves a separate side-project, but in the end, I always choose to release under Arvensis.

Anne: In your band portrait, you’ve mentioned the song „Witchcraft“ in particular. You wrote that the track is your interpretation of a defining sound of the art of witchcraft. What connects you with witchcraft?

Dani: After going through what I believe to be struggling under a hex, I sought out other means of witchcraft and found myself sometimes performing rituals or creating sigils and similar things. This experience influenced some of my track titles, such as „Curse“ or „Keep Them Out,“ as well as „Constant Poison“ and maybe others.

Anne: You are originally from Atlanta, Georgia, which seems to be a very creative city. Do you enjoy living there? Did you grow up there?

„Atlanta is pretty creative“

Dani: I am! I was born in Dunwoody, which is right near Atlanta, and I also lived in the outskirts of Atlanta my whole life. I enjoy it here, there are so many musically inclined musicians, and minus the quarantine, there is always shows to go to or typically things to do!

Anne: How would you describe your music?

Dani: Generally, I call it experimental electronics to keep it simple when it comes to genres! Not this album, but often I include real percussions as well as vocals, etc. But overall, I always like to say my music is just very emotionally driven.

Anne: What’s up next for Arvensis?

„I am already working on the next album“

Dani: I am in the process of another album, which I have eight tracks done thus far. I look forward to releasing this in the future as well!

Anne: Thank you very much for this interview! I wish you all the best and much success with the new album!

Dani: Thank you so much, Anne!