Es ist so weit! Die Songs für den November stehen bereit! In den letzten vier Wochen war musikalisch so einiges geboten also: Buckle your seatbelts!

IPlatten Novemberm Moment befindet sich alles im Umbruch. Während draußen die Blätter von den Bäumen fallen, wird unsere Plattensammlung feinsäuberlich in Kartons geschichtet. Wir ziehen nämlich um.

Trotzdem lassen wir uns natürlich nicht davon abhalten, auch diesen Monat wieder unsere 12 Songs zu präsentieren. Im November solltet Ihr Euch warm anziehen. Das Wetter ist zwar noch relativ mild, aber die Musikliste, die Euch die nächsten vier Wochen begleiten wird, hat es ganz schön in sich.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Hören. Die Playlists für iTunes und Spotify findet Ihr wie immer ganz unten. Wir melden uns dann spätestens in vier Wochen wieder bei Euch – drückt uns die Daumen, dass beim Umzug alles glattgeht. Die Platten werden im neuen Heim selbstverständlich als Erstes ausgepackt!

Crippled Black Phoenix – „Everything I Say“ vom Album „Ellengæst“

Über dieser Band habt Ihr hier im Blog schon das ein oder andere Mal etwas gelesen und Ihr werdet es schon bald wieder tun. Die erklärten Tierrechtsaktivist⋆innen sorgen jetzt mit ihrem neuen Album „Ellengæst“ erneut für Furore. Hier sind Matzes Gedanken dazu:

„‚Frames‘ von Oceansize ist ein Album, nachdem ich eine Zeitlang regelrecht süchtig war. Ich konnte wochenlang nichts anderes mehr hören, was für mich eigentlich gar keinen Sinn ergab. Normalerweise reagiere ich schon allergisch, wenn an einem Tag das gleiche Lied ein zweites Mal läuft. Mit dem letzten Freitag erschienenen neuen Crippled Black Phoenix Album ‚Ellengæst‘ geht es jetzt genauso los. Ab und zu höre ich mal ein paar Songs zwischendurch, um dann gleich wieder zu diesem monumentalen Album zurückzukehren. „Everything I Say“ ist nur eines der vielen Highlights auf der Platte.“

The Ocean – „Pleistocene“ vom Album „Phanerozoic II“

Auch über diese Platte freut sich Matze ganz besonders. Obwohl er auf sein Exemplar der Limited Edition nach wie vor wartet – Pelagic Records wurde von Plattenbestellungen richtiggehend überrollt.

„Inzwischen haben wir ‚The Ocean‘ ja schon ein paarmal gefeatured – und zwar zu Recht. Es handelt sich bei der Berliner Truppe derzeit wahrscheinlich um die beste Band Deutschlands. ‚Phanerozoic II‘ vollendet das Doppelalbum, das mit ‚Phanerozoic I‘ das Licht der Welt erblickte. ‚Pleisocene‘ ist, wie ich finde, der beste Song auf der Platte. Vielschichtig wie die ganze LP, mit ruhigeren, sich steigernden Passagen und immer aggressiver werdenden Sludge Parts, in denen sich Gitarren und Shouting gegenseitig anspornen.“

Robin Staps von The Ocean im Interview

pg.lost – „E22“ (Vorauskopplung vom Album „Oscillate“)

pg.lost haben was Neues. Für mich ein Grund zum vor Freude aus der Haut fahren! Das Vinyl ist natürlich schon vorbestellt und die Vorauskopplungen laufen bei uns rund. Valentin hat einen Song ausgesucht.

„Die schwedische Post-Rock Band hat von ihrem neuen Album, das am 20. November erscheinen wird, schon zwei Songs veröffentlicht. ‚Suffering‘ und ‚E22‘. Ich habe mich für den zweiten entschieden. Ich finde, er macht so richtig Lust darauf, endlich die ganze Platte zu hören.“

Puscifer – „The Underwhelming“ (Vorauskopplung vom Album „Existential Reckoning“)

Valentins Worte zu diesem Song:

„Tool Gründer Maynard James Keenan bringt am 30. Oktober eine neue LP mit seinem Projekt Puscifer raus. Mit dem Song ‚The Underwhelming‘ vom Album mit dem Titel ‚Existential Reckoning‘ kann man sich nach ‚Apocalyptical‘ schon den zweiten Song anhören, der Lust auf restliche zehn Stücke macht.“

Ox en Mayo Alto – „Moi, Pierre Rivière, ayant érgorgé ma mére, ma sœr et mon frère“ von der Video-EP „Los famosos días de la fiebre“

Dieses Projekt ist etwas ganz Besonderes. Das erste Lebenszeichen der Musikgruppe aus dem argentinischen Córdoba zeigt uns: Es wird etwas Großes kommen. Vor Kurzem habe ich Ox en Mayo Alto hier im Blog einen Artikel gewidmet. Ihre Video-EP „Los famosos días de la fiebre“ („Die berühmten Tage des Fiebers“) baut sich zu einer Geschichte auf, die Ihr Euch unbedingt in ihrer Gänze zu Gemüte führen solltet. „Moi, Pierre Rivière, ayant érgorgé ma mére, ma sœr et mon frère“ („Ich, Pierre Rivière, habe meine Mutter, meine Schwester und meinen Bruder abgeschlachtet“) ist der starke Mittelteil davon. Musikalisch beeindruckend und bildgewaltig.

Review „Los famosos días de la fiebre“

Ranges – „Vainglory“ vom Album „Babel/Confusion Of Tongues“

Wisst Ihr, was mich freut? Dass ich Matze mit Ranges so anstecken konnte. Er liebt die Band inzwischen genauso wie ich und hat diesen Monat sogar einen Song von der Band aus Bozeman, Montana auf unsere Liste gesetzt.

„‚Confusion of Tongues‘ ist für sich betrachtet eine Drei-Song-EP. Mit ihr vervollständigen Ranges außerdem ihr hervorragendes Epos „Babel“ aus dem letzten Jahr. Beides zusammen gibt es jetzt unter dem Titel „Babel/Confusion of Tongues“ als Boxset bei Dunk Records/A Thousand Arms. „Vainglory“ bildet das Intro und liefert den gewohnten amerikanischen Post-Rock Sound ab, kommt aber sehr leicht daher und bildet damit das perfekte Gegenstück zu ‚Revelation'“, dem letzten Song auf „Babel“. Mein Tipp: Hört Euch ruhig mal alle Songs hintereinander an – in ihrer Spielreihenfolge, wie sie gedacht sind.“

worriedaboutsatan – „Full Of Wires“ von der EP „The Vault“

Diese Elektro Band aus Bradford, West Yorkshire fasziniert mich, seit ich sie vor Jahren für mich entdeckt habe. Ich glaube, es passierte in einer last.fm Gruppe. Der Funke sprang über und bringt meine Augen beim Hören bis heute zum Leuchten. Ihre perfekte Verbindung aus Techno, Glitch, Elektro und Metal haben sie mit ihrer aktuellen EP „The Vault“ ein weiteres Mal auf ein neues Level gehoben. Ich erfreue Euch heute mit dem Opener „Full Of Wires“.

Jónsi – „Exhale“ vom Album „Shiver“

Die neue Jónsi Platte ist da und wird bei mir gerade täglich konsumiert. Sigur Rós Sänger Jón Þór Birgisson hat mit seiner nach „Go“ zweiten Solo-LP mal wieder Kunst in Reinform abgeliefert. Ich verordne den Hörgenuss allen, die wie ich der experimentellen Ambient und Drone Musik verfallen sind. Übrigens ist auch das Video durchaus sehenswert.

Emma Ruth Rundle & Thou – „The Valley“ (Vorauskopplung vom Album „May Our Chambers Be Full“)

Eine von Matzes Lieblingsmusikerinnen hat ein neues Stück auf Lager. Die Veröffentlichung des Albums steht kurz bevor.

„Emma Ruth Rundle nutzt in Corona-Zeiten für die Präsentation ihrer Musik eine Art Salamitaktik. Über den Sommer war jeden Monat etwas Präsentables dabei, das es in manchen Monaten auch auf die Liste geschafft hat. Eigentlich hätte sie sich ja mal eine Auszeit verdient – vor allem vor dem bald erscheinenden Album, das sie als Projekt mit der Lousianna Doom Band Thou aufgenommen hat. Leider ist diese vermutlich letzte Vorauskopplung so gut, dass ich sie einfach mit Euch teilen muss. Das ‚Album May Our Chambers Be Full‘ erscheint am 30. Oktober.“

Dead Now – „Slow Beam“ (Single)

Stoner-angehauchter Heavy Rock für Fans von Baroness – das würde ich die Musik von Dead Now wohl ziemlich genau beschreiben.

Das Trio Dead Now besteht aus (zum Teil ehemaligen) Mitgliedern der Bands Torche, Riddle of Steel, Tilts und Day Old Man.

Die Band aus Atlanta schreibt im Moment an einem Album in voller Länge. Wir dürfen also gespannt sein, wie es weitergeht.

Steven Wilson – „Eminent Sleaze“ (Vorauskopplung vom Album „The Future Bites“)

Dieses Stück hat Valentin für Euch aufgetan.

„Auch Steven Wilson hat während des Lockdowns an etwas Neuem gearbeitet. Er hört sich wieder anders an – dieses Mal aber wieder sehr gut! Für mich ist das Stück eine Mischung aus der Musik von Muse und Funk. Ich freue mich schon darauf, wenn im Januar das komplette Album erscheint.“

Jimi Hendrix „Castles Made Of Sand“ vom Album „Axis: Bold As Love (1967)

Valentin ist hier ja immer ein bisschen für die Klassiker verantwortlich. Heute hat er einen ganz besonderen für uns.

„Da am 18. September der mittlerweile 50. Todestag von Jimi Hendrix war, gibt es diesen Monat einen für mich ganz besonderen Song vom besten Gitarristen der Welt. ‚Castles Made Of Sand‘ vom zweiten Album ‚Axis: Bold As Love‘ von 1967.“

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