Für den Oktober haben wir wieder 12 ganz besondere Songs für Euch selektiert. Mit im Körbchen sind wieder ausschließlich echte Spezialitäten. Wir wünschen Euch viel Freude beim Hören und einen goldenen Herbst!

12 Songs Oktober

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Die Sommermonate sind trotz des Verzichts auf Festivals, Tourneen und Co. unfassbar schnell vergangen, oder? Die gute Musik, die uns während dieser turbulenten Zeit begleitet hat, ist sich einer der Gründe dafür. Heute gibt es mehr davon.

Von Post-Rock über Prog und Metal bis hin zu Post-Punk und sogar ein Zusammenspiel aus Hip Hop und New Wave ist dieses Mal musikalisch wieder einiges geboten. Die Jahreszeit der bunten Bäume hält also so manches für Euch bereit und wird mindestens genau so spannend, wie der verrückte Sommer, der hinter uns liegt.

Wir starten dieses Mal mit Valentins Tortenstücken. Los geht es diesen Monat mit einigen schwermetallischen Herrschaften. Ich gebe den Staffelstab weiter und übergebe hiermit direkt an Valentin.

Mastodon – „Fallen Torches“ vom Album „Medium Rarities“

„Mastodon haben was ‚Neues‘! Die einzigartige Band aus Atlanta, Georgia hat mit ihrer Raritäten-Sammlung ‚Medium Rarities‘ einen raus. Ich habe mir das Stück ‚Fallen Torches‘ ausgesucht. Viel Spaß damit!“

Deftones – „Ohms“ (Vorauskopplung vom Album „Ohms“)

„Ohms“ von den Deftones hatte ich ja am Veröffentlichungstag schon eine keine Lobhudelei gewidmet. Der Song darf natürlich auch hier in der Monatsliste nicht fehlen. Inzwischen gibt es mit „Gemesis“ noch eine weitere Vorauskopplung, die ich persönlich auch wärmstens empfehlen kann. Hier sind Valentins Worte zum Song „Ohms“:

„Wir alle freuen uns unheimlich, dass endlich die neue Platte von Deftones rauskommt! Es ist mittlerweile das neunte Studioalbum und klingt einfach nur nach Deftones! Ihre ganz eigene Mischung aus Eingängigkeit und Komplexität, an die wohl keine andere Band rankommt. Ich bin mir sicher, dass das komplette Album an dieser Stelle ganz bestimmt noch ausführlich besprochen wird.“

Sumac „The Iron Chair“ (Vorauskopplung vom Album „May You Be Held“)

Was für ein Fest haben wir gefeiert, als wir gehört haben, dass es was Neues von Sumac geben wird! Valentin findet über die erste Vorauskopplung schon mal nur positive Worte:

„Neben zwei Collaborations mit Keiji Haino erfreuen uns Sumac mit ihrem vierten Longplayer ‚May You Be Held‘. Zu dem Projekt, das vom ehemaligen Isis-Frontmann Aaron Turner ins Leben gerufen wurde, gehört unter anderen auch Brian Cook, der auch bei Russian Circles Bass spielt. Zuvor hatte er bei These Arms Are Snakes die Saiten gezupft. Zu Aaron Turner braucht man eigentlich nicht mehr viel sagen. Neben Isis sind auch Projekte wie Mamiffer oder Old Man Gloom sehr zu empfehlen! Allerdings ist das lange nicht alles von diesem hochinteressanten Musiker, der auch das Label ‚Hydra Head‘ gegründet hat. Ein weiterer heftiger Brocken Musik ist unter anderem ‚The Iron Chair‘.“

Seether – „Liar“ vom Album „Si Vis Pacem, Para Bellum“

Diese Band begleitet Valentin schon ziemlich lange. Jetzt hat sie sein Herz mit einer neuen Veröffentlichung erfreut.

„Diesen Monat haben Seether ihre mittlerweile achte Platte veröffentlicht. Ich kann mich noch erinnern, wie ich sie ziemlich zu Beginn ihrer Karriere bei Rock im Park gesehen habe. Schön, dass mich ihre Musik immer noch genauso mitnimmt wie damals. Auf Morecore steht dazu: ‚Seether bleiben beim Bewährtem, ohne sich dabei zu wiederholen‘. Ich habe mich für den Titel ‚Liar‘ entschieden.“

Briqueville – „Akte XII“ (Vorauskopplung vom Album „Quelle“)

Was wäre eine gute Playlist ohne verrückte Breaks und wirre Twists? Ich mache an dieser Stelle mal mit meinen Songs weiter und überrasche Euch gerne mit dem nächsten Titel.

Briqueville sind wieder da! Inzwischen beim legendären The Ocean Record Label Pelagic in Berlin untergekommen, fahren sie mit ihrem neuen Album „Quelle“ die Maschine frisch gebootet hoch. Insgesamt gibt es bisher drei Auskopplungen. Ich halte „Akte XII“ für ein besonders starkes Stück und möchte es daher hiermit zur Vorführung bringen. Ihr kennt die Band übrigens schon von der 2017er Jahresliste und aus meinem Bericht über das DUNK! Festival 2017.

Gazpacho – „Fireworker“ (Vorauskopplung vom Album „Fireworker“)

Den nächsten verrückte Bruch lege ich mit dem Wechsel zu diesem Song hin, der aus einer komplett anderen Ecke und Stilrichtung kommt, aber nicht weniger perfekt ist. Die norwegischen Artrocker von Gazpacho haben uns mit neuer Musik beglückt. Das gleichnamige Album zur Single ist bald weltweit verfügbar und verspricht es nach nach dem etwas eingängigeren „Soyuz“ von 2018 wieder richtig knallen zu lassen. Angekündigt sind 15- bis 20-minütige Opern.

Idles – „Mr. Motivator“ (Vorauskopplung vom Album „Ultra Mono“)

Es kommt weiter hart auf hart. Wieder drehe ich das Segel gegen den Wind und lege es darauf an, Eure Ohrmuscheln ein bisschen zum schmelzen zu bringen. Wer sich nicht darüber freut, dass diese Band eine neue Schallplatte in die Musikläden gestellt hat, kennt sie noch nicht und sollte sie unbedingt dringend hören. Anfangen könnt Ihr gerne mit dem neuen Album der Post-Punker, die sich 2009 in Bristol fanden. Für mich könnte das Album zu den Platten des Jahres wandern – wenn alle Stücke so geil sind, wie die ersten vier bis jetzt veröffentlichten.

Will Butler – „Close My Eyes“ (Vorauskopplung vom Album „Generations“)

Arcade Fire Sänger Will Butler ist der nächste in meiner Liste der Klangmeister⋆innen. Er hat bisher drei Songs seines neuen Soloalbums „Generations“ aus dem Hut gezaubert. Die Entscheidung, welches davon auf die Liste kommt, ist mir wirklich schwer gefallen. Ich freue mich auf mehr. Wenn ich die Augen schließe, ist alles gut. Seine Stimme macht wirklich glücklich, oder? Auf Youtube hat Will das Stück vor vier Wochen eingestellt. Abonniert dort am besten gleich mal seinen Kanal. Es lohnt sich.

Motorpsycho – „N.O.X.IV: Night of Pan“ vom Album „The All Is One“

Motorpsycho – „N.O.X.IV: Night of Pan“ vom Album „The All Is One“

Die nächsten vier Stücke hat Matze auf die Liste gesetzt. Los geht es mit diesem irren Werk hier.

Letzten Monat hatten wir eine Vorauskopplung von dieser Platte in der Liste. Nachdem das Album dann herauskam, war klar, dass man an diesem Prog Rock Meisterwerk des Jahres nicht vorbeikommt. Jede Faser der Platte schreit nur so ‚Prog‘. In ‚The All is One‘, das man zusammen mit den letzten beiden Longplayern als Ende einer Trilogie verstehen kann, ist ‚N.O.X.‘ eingebettet – ein Album im Album. Es hebt sich klar von seinem musikalischen Rahmen ab, fügt sich aber dennoch harmonisch ein. Das quasi Herzstück ‚Night of Pan‘, belegt aktuell einen der obereren Plätze meiner Song-Bestenliste dieses Jahres ein – 15:33 Minuten treibender Musikgenuss der ganz besonderen Art.“

JeGong – „Stable Off“ Vorauskopplung vom Album „I“

JeGongs Album erscheint am 16. Oktober. Der Vorgeschmack macht nicht nur Matze neugierig.

„Was soll schon schiefgehen, wenn sich Mono Drummer Dahm Majuri Cipolla und Reto Mäder von Sum Of R zu einem Projekt zusammentun? Eben –  gar nichts. Schon die ersten Takte von ‚Stable Off‘ erhöhen die Vorfreude auf das kommende Album, das bei Pelagic Records erscheinen wird. Es bleibt beim treibenden, rhythmisch monoton dahinfliessenden Thema. Damit passt das Stück perfekt zum Kracher von Motorpsycho – es hilft dabei, wieder ein bisschen runterzukommen.“

Arab Strap – „The Turning Of Our Bones“

Dies ist ein erstes Lebenszeichen von Arab Strap, ein Album ist leider bisher leider nicht in Sicht.

„Die schottische Chemical Underground Indie Ikonen von Arab Strap waren fast so lange in der Versenkung verschwunden, wie Tool. Seit ihrer Hochphase in den 1990er bis 2000er Jahren haben wir von dieser Band nur ab und zu ein paar Bootlegs und B-Sides zu hören bekommen. In letzter Zeit wird es zum Glück wieder etwas lauter um die Soundbastler⋆innen – ‚The Turning Of Our Bones‘  kam nicht ganz aus heiterem Himmel. Der charakteristische, düsterere Sprechgesang wurde hier über moderne, Elektronik-lastige Indie-Beats gelegt. Die Lyrics klingen ist eine Voodoo-Beschwörungsformel, die Tote erwecken soll.“

Gorillaz & Robert Smith – „Strange Timez“- Vorauskopplung vom Album „Song Machine“

Diese Vorauskopplung vom für Oktober angekündigten neuen Gorillaz Album wurde bereits am 14. August veröffentlicht.

„‚Song Machine‘ – so heisst eine Serie experimenteller Veröffentlichungen um Damon Albarns Gorillaz, bei der jedesmal auch eine interessante Kollaboration mit anderen Künstlern im Mittelpunkt steht. Bei ‚Strange Timez‘ steuert kein Geringerer als The Cure Frontman Robert Smith seine Stimme bei. Die Vielseitigkeit der Einflüsse in der Musik der Gorillaz zeigt sich bei diesem Track mal wieder ganz besonders. Er bewegt sich sicher zwischen Hip Hop und New Wave.“

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