English version below

C. Diab habe ich Euch in meiner Musikliste für den Juli vorgestellt. Der Ausnahmemusiker aus Vancouver möchte die Menschen mit seiner Musik zum Träumen anregen.

Sein Album „White Whale“, das vor Kurzem erschien, ist das fünfte seit seinem Debüt im Jahr 2013. Ich habe mich jetzt mit ihm zum Interview verabredet. Wir haben uns über „White Whale“ und seine Eigenart, Akustikgitarre mithilfe eines Cellobogens zu spielen unterhalten. Und ein bisschen über Politik.

Anne: Hi! Danke, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst! Wie geht es Dir heute?

C. Diab: Mir geht es gut. Ich habe gerade im strömenden Regen einen Spaziergang gemacht. Darum bin ich klatschnass.

Anne: Wie bist Du auf die Idee gekommen, mit einem Cellobogen Gitarre zu spielen?

„Ich habe einen Cellobogen gefunden“

C. Diab: Als ich ein Teenager war, habe ich in einer Art Psych-Folk Band gespielt. Mit zwei anderen Gitarristen. Keiner von uns hatte irgendwelche Effekt-Pedale oder andere Variationsmöglichkeiten für die Tonalität, also waren wir häufig auf der Suche nach dem Schallraum. Eines Tages sah ich einen alten Cellobogen im Haus herumliegen. Ich habe versucht, damit Gitarre zu spielen und ich hatte das Gefühl, dass sich eine neue Klangwelt öffnete. Es schuf eine interessante klangliche Trennung zwischen den Linien.

Irgendwann löste sich die Band auf und wir alle entwickelten uns weiter. Erst viele Jahre später, ich steckte gerade in einer Art musikalischem Trott fest, fand ich wieder einen alten Bogen in meiner Wohnung. Ich spürte sofort, dass meine Musik durch diese Technik zu ihrer wahren Form finden würde. In diesem Moment brachen alle Dämme.

Anne: Du spielst auch Trompete. Ich mag die spezielle Atmosphäre, die dieses Instrument erschafft sehr. Was macht es so besonders?

C. Diab: Ich denke, dass der Klang einer Trompete auf die Menschen sehr anregend wirkt. Sie ist ein einzigartiges Instrument. Die meisten haben eine bestimmte Vorstellung davon, für welche Art Musik eine Trompete verwendet werden sollte. Oder eine bestimmte Erinnerung an die Trompete, die alle Stücke, in denen eine Trompete vorkommt, in eine bestimmte Farbe tauchen.

Anne: Was inspiriert Dich besonders, wenn Du neue Songs schreibst oder an Deiner großartigen Musik arbeitest?

„Worte können frustrierend sein“

C. Diab: Worte können sehr frustrierend sein. Kommunikationsversuche durch Gespräche offenbaren häufig nur die Spitze des Eisbergs. Wichtige Nuancen fehlen. Vielen Menschen fällt es schwer, Blickkontakt zu halten. Wenn ich Songs schreibe, ist das für mich vor allem der Versuch, einer tieferen Kommunikationsform, die über die Sprache hinausgeht. Ich versuche, meinen Herzschlag in die Musik zu legen. Ich hoffe, dass ich den Zuhörern so dabei helfe, vergessene Momente wieder an die Oberfläche zu holen. In einer perfekten Welt wäre das sicher eine Form der Heilung.

Anne: Hat die COVID-19 Krise Dich und Deine Arbeit als Musiker beeinflusst? Hattest Du geplant, mit Deinem neuen Album „White Whale“ auf Tour zu gehen?

C. Diab: Die Krise hat mich beeinflusst. Ich war bereit, im April nach Stockholm zu reisen und dort im EMS-Studio zu hospitieren. Außerdem hatte ich vorläufige Pläne für mehrere Shows in Europa rund um die Veröffentlichung der Platte geschmiedet. Auch in meiner Heimat waren Auftritte während des Sommers geplant. Ich musste alles absagen.

Anne: Apropos „White Whale“ – Ich mag das Album sehr! Bist Du zufrieden mit dem Ergebnis Deiner Arbeit?

„‚The White Whale‘ aufzunehmen war eine gute Erfahrung“

C. DiabC. Diab: Am Ende, wenn die Platte fertig ist und bereit, gehört zu werden, gepresst und verschickt wird, kann ich an meinen Ausgangspunkt zurückkehren und sie mir mit frischen Ohren noch mal anhören. Ich lerne sie dann von der anderen Seite kennen. Die Produktion dieses Albums war eine gute Erfahrung für mich. Der Sound-Ingenieur, mit dem ich zusammengearbeitet habe, ist ein wunderbarer Mensch. Ich glaube, dass wir etwas geschaffen haben, auf das ich stolz sein kann. Ich freue mich wirklich sehr über die Veröffentlichung. Allerdings denke ich auch, dass ich nicht mehr daran arbeiten müsste, wenn ich mit meinen Platten immer vollständig zufrieden wäre. Es gibt immer noch so viel zu tun.

Anne: Sind außer Dir noch weitere Musiker⋆innen auf „White Whale“ zu hören?

C. Diab: Ich habe alle Instrumente auf „White Whale“ selbst eingespielt. Mein Toningenieur Paul Steward hatte während des Abmischprozesses eine Menge Input. Er hat auch ein paar tolle Sounds hinzugefügt, indem er zum Beispiel Samples von einiges Takes und deren Umgebungsgeräusche aufgenommen, die Tonhöhen mit Filtern bearbeitet und sie anschließend als Ambient Sound wieder hinzugefügt hat. Tatsächlich glaube ich, dass er vielleicht auch den arpeggierten Synthesizer auf „Infernal District“ gespielt hat. Das muss ich ihn mal fragen.

Anne: Wie bist Du auf den Namen „White Whale“ gekommen?

„Was ist diese Welt?“

C. Diab: Ich habe das Album nach dem allgemeinen Gefühl der Entrechtung benannt. Es ist meiner Meinung nach in die Wasserversorgung meiner Generation eingedrungen. Die Dinge scheinen jetzt noch viel düsterer zu werden. Manchmal langsam und manchmal in einem unglaublichen Tempo. „White Whale“ (weißer Wal) bezieht sich auf die Träume der Menschen, auf Dinge, die einfach sein sollten – Zufriedenheit und Sicherheit im materiellen Sinne zum Beispiel. Aber auch eine verantwortungsvolle Regierung und das Vertrauen in die Nachbarn. Die Welt wird von rassistischen und blutsaugenden Oligarchen regiert und das oft, weil wir sie tatsächlich gewählt haben. Was ist diese Welt?

Anne: Glaubst Du, dass es etwas gibt, das Politiker⋆innen von kreativen Menschen lernen können?

C. Diab: Alle Menschen sind kreativ. Die meisten müssen nur aufwecken, was in ihnen schlummert. Die Ärmel hochkrempeln. Politiker⋆innen können davon profitieren, indem sie aus ihren Fehlern lernen. Aber leider sieht es so aus, als wäre das zu viel verlangt von der politischen Klasse.

Anne: Deine Musik ist sehr kreativ. Ich mag Deine Art, Elemente aus verschiedenen Musikstilen auf Deine eigene Weise zusammenzufügen. Es ist sehr intensiv und emotional. Das Ergebnis ist eine Sammlung faszinierender Klangwelten. Was versetzt Dich in einen kreativen Zustand? Was hilft Dir dabei, fokussiert zu bleiben?

„Um konzentriert zu bleiben, muss ich etwas tun, das mir Spaß macht“

C. Diab: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich beim Musikmachen so sehr in einen Zustand der Kreativität eintrete, oder ob ich es einfach nur tue. Es ist das, was ich tun möchte. Ich verbringe meine Zeit gerne damit. Es lässt mich erschauern, etwas Gutes zu tun und zu spüren, wie es einfach fließt und passiert. Um konzentriert zu bleiben, muss ich etwas tun, das mir Spaß macht. Ich bin sehr schnell frustriert. Dann schalte ich alles ab und bin für den Rest des Tages erbärmlich mürrisch.

Anne: Wann hast Du angefangen, Musik zu machen? „White Whale“ ist Dein drittes Album auf diesem Label, oder? Wolltest Du schon immer Ambient machen? Wo liegen Deine Wurzeln? Gibt es andere Genres, die Du besonders schätzt?

„Musik hat mich schon als Kind fasziniert“

C. Diab: „White Whale“ ist mein drittes Album, das ich mit Injazero Records veröffentlicht habe, aber es gibt noch zwei Selbstveröffentlichungen von mir – digitale Aufnahmen.

Ich habe angefangen Musik zu machen, als ich etwa 14 Jahre alt war. Ich habe damals meine erste Gitarre bekommen, eine akustische Walden. Mein hauptsächlicher musikalischer Einfluss in diesem Alter und schon früher kam von einem engen Freund. Er war älter als ich und spielte instrumentale akustische Gitarrenmusik mit einem einzigartigen Stilmix aus American Primitive, Spanish mit Atahualpa Yupanqui inspiriertem Picking. Ich wusste schon in einem sehr jungen Alter, dass ich besonders daran interessiert war, instrumentale Musik zu machen. Aber ich liebte es auch, Musik mit Vocals zu hören. Ich liebe ein breites Spektrum von Musikstilen. Meine All-Time-Favoriten reichen von Huun-Huur-Tu über Fever Ray und Talk Talk bis zu den Gesängen der Buckelwale.

Anne: Die Ambient und Post-Rock Szene scheint auf den ersten Blick sehr überschaubar. Was auf eine Art wunderbar familiär und gemütlich ist. Vor allem auf Konzerten und Festivals. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es für Musiker⋆innen auch eine Herausforderung bedeuten kann. Was meinst Du: Sollten mehr Leute diese Art Musik hören?

„Wenn die Leute zufällig Gitarren-Streichmusik hören wollen, habe ich nichts dagegen“

C. Diab: Die Musik ist in viele verschiedene Richtungen zersplittert. Etwas wie „Post-Rock“ oder „Ambient“ kann heutzutage so viel bedeuten. Die Genres verschwimmen immer mehr und manchmal denke ich, dass das eine gute Sache ist. Häufig hört man ein Stück eines absoluten Genies, das von einem unbekannten Musiker in der Küche geschrieben und aufgenommen und im Bandcamp veröffentlicht wurde. Und dann ist es wieder ein⋆e etablierte, bekannte Musiker⋆in. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Art und Weise, wie ich komponiere und auftrete, all das, was ich mache, etwas Besonderes ist und nicht immer alle Leute ansprechen wird. Ich kann sicher nicht sagen, was die Leute hören sollten oder nicht hören sollten, aber wenn sie zufällig instrumentale Streichgitarrenmusik hören, habe ich nichts dagegen.

Anne: Dein Album wurde am 8. Juni bei Bandcamp zum Album des Jahres gekürt. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. Magst Du die Plattform? Ist sie nützlich?

C. Diab: Danke! Bandcamp schneidet für Musiker⋆innen vergleichsweise gut ab. Sicher sind die Vorteile des Bandcamp Modells finanziell weitaus größer, als bei vielen anderen Plattformen und um ein Vielfaches schöpferischer als Streaming-Dienste wie Spotify, das in meinen Augen im Wesentlichen als Werbeplattform existiert.

Anne: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus? Holst Du Deine Tour 2021 nach? Arbeitest Du im Moment an neuen Stücken?

„Ich arbeite im Moment an einigen neuen Projekten“

C. Diab: Ich hoffe sehr, dass ich spätestens bis Ende 2021 in Europa sein kann, um dort Konzerte zu spielen. Leider hängt im Moment noch alles in der Luft. Ich bin also zu Hause in Vancouver und arbeite an Aufnahmen für ein paar kleine Projekte. Ich glaube, dass ich eine Kassette aufnehmen möchte, auf der ich den Menschen etwas vorlese. Vielleicht fange ich heute Nacht damit an.

Anne: Vielen herzlichen Dank für das Interview! Ich wünsche Dir alles Gute!

C. Diab: Dir auch! Bis dann!

Das Album „White Whale ist am 5. Juni 2020 erschienen. Ihr könnte es als Schallplatte kaufen oder online streamen.

„White Whale“ von C. Diab bei iTunes hören

„White Whale von C. Diab bei Spotify hören


[⋆] English version

„Music is a deeper form of communication“

In my music list for July I introduced to you, C. Diab. With his songs the musician from Canada wants to inspire people to dream.

His album „White Whale“, which was released recently, is the fifth since his debut in 2013. I have now arranged an interview with him. We talked about „White Whale“ and his affection for playing acoustic guitars with the help of a cello bow. And also a bit about politics nowadays.

Anne: Hi! Thank you very much for taking the time for this interview! How are you doing today?

C. Diab: I’m doing well. I’ve just gone for a walk in the pouring rain for far too long, so I’m soaked.

Anne: How did you get the idea to play an acoustic guitar with a cello bow?

„I found a cello bow“

C. Diab: When I was a teenager, I performed in a kind of psych-folk band with two other guitarists. None of us had any effects pedals or many variations in our tonality, so we were often stuck for sonic space. One day I found an old cello bow lying around the house. While using it on the guitar I found it opened up some new space for the guitar section and created some interesting sonic separation between lines. Eventually, the band broke up and everyone moved on. It wasn’t until many years later, while I was stuck in a musical rut, that once again I found an old bow in my apartment and immediately felt that through the technique physically and emotionally, the result was a truer form than anything I’d made previously, and the floodgates opened.

Anne: You are also playing the trumpet. I like the special atmosphere this instrument creates pretty much. What makes it so special?

C. Diab: I think the sound of a trumpet is evocative for people, it’s such a singular instrument in that most people tend to have a specific idea of what the trumpet should be used for, or a specific memory of trumpet which ties together all other trumpets focused music they hear into a sort of color.

Anne: What inspires you most when you are writing new songs or working on your amazing sounds?

„Words can be frustrating“

C. Diab: Words can be very frustrating, attempts at communication through conversation can often only reveal an iceberg tip, missing nuance, people often have a difficult time holding eye contact. When writing music, it is foremost for me an attempt at a deeper communication beyond language, sort of trying to put my heartbeat to music. Then I hope it can help listeners recollect, hopefully, forgotten moments can bubble to the surface for them again. In a perfect world, it would be healing, I suppose.

Anne: Did the COVID-crisis affect you and your work as a musician? Were you planning on going on tour to promote your current album „White Whale“?

C. Diab: It did affect me. I was ready to travel to Stockholm in April for a residency at EMS studio, as well as tentative plans in Europe for multiple shows revolving around the release of the record. Obviously, there were the album release performances and summer gigs closer to home as well. Everything was canceled.

Anne: Speaking about „White Whale“ – I like the record a lot! Are you satisfied with the output of your work?

„Making ‚The White Whale‘ was a good experience“

C. Diab: In the end, once the record is finished and ready to be heard and pressed and sent out, I can go back and listen to it again with fresh ears, and get to know it from the other side. The making of this record was a good experience, and the engineer I worked with is a wonderful person. I think we made something in the end that I’m proud of and happy to have released into the world. But, I will say, that if I were totally satisfied with one of my records, then I wouldn’t have to do it anymore. There’s always so much left to say.

Anne: Who played with you on „White Whale“?

C. Diab: I performed all of the instruments on White Whale. My engineer, Paul Stewart, during the mixing process, had a lot of input and also added some great sounds by doing things such as capturing samples of takes and pitch-shifting them through filters and adding them in again as ambient sound. Actually, I think he also may have played the arpeggiated synth on Infernal District, I’ll have to ask him.

Anne: Why is it called „White Whale“?

„What is this world?“

C. Diab: I named the album after the general feeling of disenfranchisement I feel has seeped into the water supply of my generation, things seem to only become bleaker now, some times slowly and other times at an incredible pace. The White Whale refers to the dreams people hold, for things that should be simple, like contentment and security in a material sense, etc, but also for responsible government and trust in yr neighbor. The world is run by racist blood-sucking oligarchs and oftentimes because we vote for them. What is this world?

Anne: Is there anything you would say politicians can learn from creative people?

C. Diab: All people are creative people, most people just need to awaken it in themselves, trick up their sleeve. Politicians could benefit by trying to learn from past mistakes, but unfortunately, that seems to be too much to ask for the political class.

Anne: Your music is very creative. I like the way you are picking elements from different music styles and putting them together in your own personal way. It’s quite intense and emotional. The outcome is a collection of fascinating worlds of exciting sounds. What puts you into a state of creativity? What helps you to stay focused?

„Doing something I like helps me staying focused“

C. Diab: I’m not exactly sure if I so much enter a state of creativity when making music as much as just doing it, it’s what I want to do, I want very much to communicate and spend time making it, it gives me shivers in the moment, to make something well and to feel it flowing and happening. To stay focused, though, I’ve got to be making something I enjoy. I can easily get frustrated and turn everything off and become pathetically grumpy for the rest of the day.

Anne: When did you start making music? „White Whale“ is your third album on this label, am I right? Did you always want to make ambient/electronic music? Where are your roots? Are there any other genres you like in particular?

„Music has fascinated me since my childhood“

C. Diab: White Whale is my third album to be released with Injazero Records, but there were two self-released records beforehand as well, digital releases. I started making music at about the age of 14 when I got my first guitar, a red acoustic Walden. My main musical influence at that age, and going back even farther, was a close friend who was older than myself and played instrumental acoustic guitar music in a sort of unique style mix of American primitive and Spanish style and Atahualpa Yupanqui inspired picking. I knew from a young age that I was interested mostly in the making of instrumental music, but I loved listening to vocal music as well. I have a broad love for many kinds of music really, my all-time favorites range from Huun-Huur-Tu to Fever Ray to Talk Talk to Songs of the Humpback Whale

Anne: The ambient and post-rock scene seems to be quite petite. Which in a way is nice and familiar when it comes to concerts and festivals. But I can imagine for musicians it can also be challenging. What do you think: Should more people listen to this kind of music?

„If people listen to instrumental bowed guitar music, I’m fine with that“

C. Diab: Music has splintered off in many different directions, something like “post-rock” or “ambient” can mean so many things now, genres are blurred and sometimes I think that’s a good thing. Often yr just as likely to hear a piece of total genius written and recorded in a kitchen and released on bandcamp by an unknown musician then you are an established musician. I do know, by nature of how I compose and perform, that what I do is particular and won’t appeal to all people all the time. I certainly can’t say what people should or shouldn’t listen to, but if they do happen to listen to instrumental bowed guitar music, I’m certainly fine with that.

Anne: Your album became „Album of the day“ at Bandcamp on June, 8th. Congrats on that! Do you like the platform? Is it good to share your music there? Is it beneficial?

„I am currently working on some new projects“

C. Diab: Thanks! Bandcamp had done well for musicians comparatively, certainly, the benefits of Bandcamp’s model are far more financially beneficial than many of the platforms like it, and unbelievably more creator-focused than streaming services such as Spotify, which essentially exists as an advertising platform.

Anne: What are your future plans? Are you working on new pieces? Planning on going on tour in 2021?

C. Diab: I am very much hoping to be in Europe by the end of the year or 2021 at the latest, to perform, but currently everything is up in the air, so I’m at home in Vancouver, doing some recording on small projects. I think I want to record a cassette made for people to read to. Maybe I’ll start that tonight.

Anne: Thank you very much for the interview! All the best to you!

C. Diab: And to you! Until then.

C. Diab released his album „White Whale“ on June, 5th 2020. You can buy the vinyl or listen to it online.

„White Whale“ by C. Diab on iTunes

„White Whale by C. Diab on Spotify hören