Gemeinsam mit Valentin und Matze habe ich wieder 12 Songs für Euch vorbereitet. Sie sollen Euch den Juli versüßen. Mit dabei sind einige geniale Neuentdeckungen. Valentin hat sich wieder um die Klassiker gekümmert.

12 Songs für den JuliWie schnell dieses Jahr vergeht, fühlt sich ziemlich verrückt an, oder? Ich für meinen Teil habe das Gefühl, es ist immer noch April. Geht es Euch auch so? Die Zeit verstreicht im Ausnahmezustand einfach wie im Flug und das, obwohl wir auf Festivals und Konzerte im Moment leider verzichten müssen. Um so wichtiger ist es, so häufig wie möglich gute Musik zu hören. Wir wünschen Euch viel Spaß mit den 12 Songs für den Juli.

This Will Destroy You – „Kitchen“ von der EP „Vespertine“

Matze und ich hatten diesen Monat so viel doppelt, dass wir erstmal unter uns klären mussten, wer welchen Song auf die Playlist setzt. Dieser Song von TWDY sollte im Moment aber wirklich auf keiner Liste fehlen. Matze findet die folgenden Worte dazu:

„Erst letzten Monat hatte ich This Will Destroy You mit ‚Variations & Rarities 2004-2019, Vol 1‘ auf die Liste gesetzt. Der Titel verspricht zwar schon so einiges. Aber was uns die Band nur einen Monat später tatsächlich vorgesetzt hat, ist mehr als nur außergewöhnlich. Das ‚Vespertine‘ ist ein Zwei-Sterne-Restaurant in Kalifornien. Das Lokal hat ein einzigartiges künstlerischen Gesamtkonzept – es beginnt mit seiner Architektur und endet noch lange nicht bei den Speisen. Unter anderem haben This Will Destroy You die musikalische Untermalung beigesteuert. In jedem Raum erwarten einen dort andere Klangimpression. Den beeindruckenden Food Soundtrack hat die Band diesen Monat als EP veröffentlicht.“

Mr. Bungle – „USA“ (Single)

Hier kommt das zweite starke Stück, das Matze diesen Monat für Euch selektiert hat.

„Diese unabhängige Veröffentlichung von Mr. Bungle ist ausnahmsweise mal ein Stück Musik, das es vielleicht nicht auf eine LP oder EP schaffen wird. Es handelt sich bei ‚USA‘ um die erste neue Aufnahme der Mike Patton Band seit 1999 – ein Exploited Cover, bei dem man noch eine neue Facette aus Frontman Mike Pattons Stimme heraushört, die man so vielleicht vorher nicht kannte. ‚USA‘ ist ein hochpolitisches Zeichen in Zeiten von Black Lives Matter und Corona.“

A. A. Williams – „Melt“ (Vorauskopplung aus dem Album „Forever Blue“)

Ihr neues Album hat A. A. Williams für Juli angekündigt. Matze hat sich schon mal die Vorauskopplung angehört.

„‚Melt‘ beginnt als poppiges, leicht düsteres Singer-Songwriter-Stück, um sich dann zu einem zweiten Teil mit post-rockigem Instrumentalpart hochzuschrauben. Die Einflüsse und Gemeinsamkeiten aus der Zusammenarbeit mit Mono (Japan) klingen noch sehr schön nach.“

Sleepmakeswaves – „Time Wants A Skeleton“ von der EP „No Safe Place“

Über etwas Neues von Sleepmakeswaves habe ich mich diesen Monat ganz besonders gefreut. Von dieser EP hatte ich den Opener „The Ending That We Write“ auf meiner Liste. Matze hat sich für „Time Wants A Skeleton“ entschieden. Hier ist sein Kommentar dazu:

„Insgeheim warten wir alle darauf, dass Sleepmakeswaves ihre EP Trilogie abschließen und sie in Form spannender Digiboxen als Set veröffentlichen. Nach einigen Vorauskopplungen ist nun schon mal der erste Teil komplett erschienen. „Time Wants A Skeleton“ kommt ganz beiläufig als Elektronik-getriebenes Post-Rock Allerlei daher und hält sich bewusst lange bedeckt, bis es seinen Ausbruch zelebriert. Wer es nicht erwarten kann, spult für den „In the Air Tonight“ Moment bis Minute 3:20 vor.“

Was macht Matze da für Vorschläge? Hört Euch das komplette Werk an! Von vorne bis hinten! Wir haben uns lange genug darauf gefreut!

Covet – „Atreyu“ vom Album „Technicolor“

Drei Freunde aus Kalifornien zogen in die weite Welt hinaus um das Leben und die Musik zu genießen. Dass ihre Entscheidung goldrichtig war, zeigt der regelmäßige und irrsinnig kreative musikalische Output des Trios Covet. Dieses wunderschöne Stücke Ohrenpflege stammt vom soeben veröffentlichten Album „Technicolor“. Ihr müsst es Euch anhören.

C. Diab – „Street Scenes“ vom Album „White Whale“

C. Diab stammt von der Westküste Kanadas.  Der Musiker formt seine Gedanken zu Stücken, die zum Träumen anregen. Sein verspielter Post-Rock ist alles andere als eingängig. Besonderes Highlight: Die mit Hilfe eines Geigenbogens gespielte Akustik-Gitarre. „White Whale“ ist bereits das fünfte Album seit C. Diabs Debut im Jahr 2013.

Bibio – „A Couple Swim“ vom Album „Sleep On The Wing“

Bibio wurde 1978 unter dem bürgerlichen Namen Stephen James Wilkinson in den britischen West-Midlands geboren. Seine Musik orientiert sich in erster Linie am Folk der 1960er Jahre. Der Künstler spielt jedoch ebenso gekonnt mit Elementen aus der elektronischen und experimentellen Ecke. „A Couple Swim“ vom neuen Album „Sleep On The Wing“ zeigt diesen Stilmix sehr plakativ.

Tricky feat. Marta „Fall Please“ (Single)

Bereits im März veröffentlichte Altmeister Tricky gemeinsam mit Marta Musik. Auch diesen Monat haben die beiden wieder etwas für uns auf Lager – eine schöne Überraschung. „Fall Please“ ist eine ausgereifte Mischung aus progressivem Ambient und Techno der 1990 Jahr mit Soul-Anleihen und treibendem Beatgeländer. Eins ist sicher: Diese Platte wird bei mir nicht in der zweiten Reihe verstauben.

Ghostpoet – „Whoe Is Meee“ vom Album „Dark Days And Canapés“

Valentins erster All Time Favourite diesen Monat stammt von Obaro Ejimiwe, der besser bekannt ist unter seinem Pseudonym Ghostpoet.

„Der britische Sänger, Songwriter und Musiker kam 1983 in Nigeria zur Welt. Er hat unter anderem bereits mit Größen wie Massive Attack zusammengearbeitet. Seine Musik kann man nicht wirklich einordnen. Er selbst sagt über sich ganz schlicht ‚I am not Hip Hop‘. Dieser Song stammt von seinem Album ‚Dark Days And Canapés‘ aus dem Jahr 2017.“

Am 1. Mai hat Ghostpoet übrigens seine neueste LP „I Grow Tired But Dare Not Fall Asleep‘ veröffentlicht. Auch hier lohnt sich das Reinhören.

Richard D James – „Diskhat 1“ von der EP „Computer Controlled Acoustic Instruments pt2“

Noch eine Schönheit aus Valentins Plattenregal. „Dank der aktuellen Staffel der Serie ‚Better Call Saul‘, die ja durchaus auch mit ihrem Soundtrack punkten kann, bin ich auf dieses Schmuckstück von dem von uns allen verehrten Richard D James aka Aphex Twin gekommen. Es stammt von seiner hochinteressanten EP ‚Computer Controlled Acoustic Instruments pt2‘ von 2015.


deM atlaS – „Gratitude“ vom Album „Bad Actress“

Das Album, von dem dieses Lieblingstück aus Valentins Sammlung stammt, ist von 2018.

„Joshua Evans Turner, besser bekannt als DeM AtlaS äußert sich gerne gesellschaftskritisch. Der Rapper aus Saint Paul, Minnesota zählt Rap-Größen wie Nas  aber auch Louis Armstrong, Billie Holiday und Hardcore Punk Bands wie Minor Threat zu seinen Einflüssen.“

Ramones – „She’s The One“ vom Album „Road To Ruin“

Geschlossen wird unsere Liste diesen Monat mit einem echten Klassiker, der auch auf Valentins Zettel stand. Er hat dazu einen echten Insider-Fact: „Das Musikvideo zu ‚She’s The One‘ wurde erst 2018 zusammen mit der ’40th Anniversary Deluxe Edition‘ des Albums ‚Road To Ruin‘ veröffentlicht.“

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