Vor Kurzem hat Matze mich mal wieder mit einem ganz wunderbaren Gericht beglückt. Im Anschluss musste ich ihn einfach darum bitten, das Rezept für mich aufzuschreiben. Ich möchte es heute mit Euch teilen.

Alle Liebhaber⋆innen guter veganer Hausmannskost mit Bohnen, Kartoffeln, Auberginen und viel Liebe werden voll auf ihre Kosten kommen. Ich wünsche Euch jetzt schon mal ganz viel Spaß beim Schlemmen! Das Rezept besteht aus zwei Komponenten: der geschmorten Aubergine und den Bohnen-Bratkartoffeln.

Zutaten für die Bohnen-Bratkartoffeln

  • 500 g Kartoffeln
  • 180 g getrocknete Ackerbohnen (auch „Saubohnen“ genannt)
  • etwas Mehl
  • Paprika Edelsüß
  • Cayennepfeffer oder Chiliflocken (je nach gewünschtem Schärfegrad)
  • ein Schuss Essig
  • Salz
  • Kümmel

In der fleischlosen Küche kann man sich heutzutage leicht mit Fleischersatz behelfen, um den täglichen Eiweißbedarf zu decken. Bohnen und andere Hülsenfrüchte sind aber oft der viel simplere und effizientere Eiweißlieferant – obendrein sind sie wesentlich günstiger. Die Beilage zu diesem Gericht ist darum eine Bratkartoffel-Spezialvariante mit angerösteten Ackerbohnen.

Zubereitung Bohnen-Bratkartoffeln

Weicht die Bohnen rund 24 Stunden vor der Zubereitung in einem Topf mit Wasser und einem Schuss Essig ein – das sorgt dafür, dass sie leichter verdaulich sind und nicht so lange gekocht werden müssen.

Nach Ablauf der 24 Stunden lasst Ihr sie für rund 45 Minuten in eben jenem Wasser köcheln. Seht dabei immer mal wieder in den Topf und stellt sicher, dass sie noch mit Wasser bedeckt sind. Falls das nicht der Fall ist, könnt Ihr einfach welches nachgießen. Wenn die Saubohnen gar sind, lasst Ihr sie in einem Sieb abtropfen.

Parallel könnt Ihr die Kartoffeln vorbereiten. Schneidet sie in etwa Bohnen-große Stücke und kocht sie ebenfalls vor. Sie müssen nicht komplett durch garen. Seht zu, dass sie noch etwas Biss haben, wenn Ihr sie abgießt.

Bohnen und Kartoffeln mischen

Gebt die Bohnen und die Kartoffelstücke zusammen mit dem Mehl, den Gewürzen und etwas Olivenöl in eine Schüssel. Vermischt alles mit den Händen oder einem Salatbesteck, bis sich das Mehl und die Gewürze über alle Bohnen und Kartoffelstifte verteilt haben.

Dreht eine Herdplatte voll auf und erhitzt etwas Öl in einer Pfanne. Röstet die Kartoffel-Bohnen-Mischung gut an. Die dabei entstehenden Röstaromen sorgen besonders bei den Ackerbohnen für einen ganz besonderen Geschmack. Eure Kartoffel-Bohnen-Rösterei darf also durchaus etwas Farbe abbekommen.

Zutaten Schmor-Aubergine

  • Eine große Aubergine
  • 400 g Dosentomaten (achtet beim Kauf auf gute Qualität – die Tomaten werden später mit geschmort)
  • 1 kleine bis mittelgroße Speisezwiebel
  • 2 Frische Tomaten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Paprikamark (das findet Ihr in großen Gläsern im türkischen Supermarkt Eures Vertrauens. Achtung: meistens ist es bereits leicht scharf)
  • Blattpetersilie
  • Basilikum (Der kann ruhig getrocknet sein. Es gilt aber: je frischer, desto mehr Aroma)
  • Balsamico-Essig
  • Sojasauce
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung Schmor-Aubergine

Heizt den Ofen auf 180 Grad vor. Dann bereitet Ihr in der Pfanne eine Art „Tomaten-Ratatouille“ zu. Dafür würfelt Ihr die Speisezwiebel und bräunt sie mit etwas Olivenöl an. Löscht sie anschließend mit einem Schuss Sojasauce und etwas Balsamico-Essig ab. Gebt die Dosentomaten dazu, schneidet die frischen Tomaten klein und lasst alles zusammen noch mal aufkochen.

Hackt die Petersilie fein und hebt sie unter. Der komplette Kochprozess sollte nicht länger als fünf Minuten dauern. Füllt die Sauce in eine Kasserole oder eine größere Auflaufform um. Sie dient der Aubergine als Bett. Beim Backen dickt sie noch etwas ein und verbindet sich mit dem Aroma der Aubergine.

Diese schneidet Ihr nun in Vierteil und legt sie mit der aufgeschnittenen Seite nach oben in die Sauce. Verteilt noch einen Schuss Olivenöl sowie Salz, Pfeffer und gehackte Petersilie lose darüber. Backt die Aubergine bei 180 Grad etwa 15 Minuten. Eventuell stellt Ihr den Herd während der letzten drei Minuten auf „grillen“ um. Das sorgt für noch mehr Röstaroma. Guten Appetit!