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Am 18. November war ich in der veganen Kurkuma Kochschule in Hamburg Eimsbüttel zu einem ganz besonderen Event eingeladen: SoFine brachte unter dem Motto „Fischbrötchen For Future“ die pflanzliche Alternative für Fischbrötchen nach Hamburg.

Im Rahmen der Veranstaltung hielten die Fischereibiologin Dr. Rini Kulke und die wissenschaftliche Koordinatorin der FishEthnoBase1 Dr. Jenny Volstorf Vorträge. In Dr. Kulkes Beitrag ging es um Fisch in der Ernährung. Dr. Jenny Volstorf beschäftigte sich mit dem Verhalten von Fischen. Besonders interessant waren ihre Ausführungen zum Sozialverhalten, der Persönlichkeit, der Intelligenz und dem Lernvermögen von Fischen.

Tofu-Pioniere aus den Niederlanden

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SoFine2 gehört zu den Pionieren im Tofugeschäft. Das Unternehmen wurde 1963 in den Niederlanden gegründet. Die Mission lautete:

„Die Welt ein bisschen besser essen – mit innovativen Lebensmitteln, die umweltfreundlich, erschwinglich und vor allem schmackhaft sind.“

Im Sortiment von SoFine findet man Produkte aus Tofu und Gemüse – vor allem Fleisch- und Fisch-Alternativen. Bei der Herstellung werden ausschließlich Bio-Sojabohnen ohne Gentechnik verwendet. Aus dem niederländischen Ort Landgraf wird nach ganz Europa geliefert.

Ist Fisch wirklich so gesund?

Man hört ja auch heute noch immer wieder, Fisch sei besonders gesund und würde dem Körper wichtige Nährstoffe zur Verfügung stellen. Das stimmt so leider nicht ganz. Das hängt schon allein damit zusammen, dass die Weltmeere stark verschmutzt sind. Im Wasser befinden sich Pestizide, Dioxine, Mikroplastik und sogar Schwermetalle wie Quecksilber.

Fischereibiologin Dr. Rini Kulke weiß mehr: „Diese giftigen Stoffe stammen aus Kläranlagen, der Industrie und der Landwirtschaft. Sie reichern sich auch in den Fischen an. Im menschlichen Körper können sie Zellen nachhaltig schädigen und Krebs erregen“, berichtete sie uns.

Und wie sieht es mit Fischen aus, die in Aquakulturen speziell als Nahrungsmittel gezüchtet werden? „Die Fischfarmen verfüttern rund 20 Millionen Tonnen Wildfisch im Jahr. Kot und Chemikalien verschmutzen das Wasser. Und durch die eingesetzten Antibiotika bilden sich resistente Keime“, berichtet Dr. Kulke.

So viel Fisch essen die Deutschen

Stand 2017 essen die Menschen in Deutschland 13,5 Kilogramm Fisch pro Kopf und Jahr. Wir nehmen den Fisch zu uns, weil wir gelernt haben, dass Vitamin D3, Nährstoffe, Mineralien wie Jod, Selen und Eisen und die biologisch aktivsten mehrfach gesättigten Fettsäuren (EPA und DHA) in ihm stecken. Sie sind besonders wichtig für die Entwicklung des Nervensystems und das Sehvermögen. Besonders für Schwangere, Stillende und Kinder ist eine gute Versorgung mit EPA und DHA daher sehr wichtig.

Heute sollte man sich laut Dr. Rini Kulke jedoch lieber auf Fischalternativen verlassen. „Viele der Schadstoffe im Fisch sind deshalb so gefährlich, weil sie nicht oder nur sehr langsam abgebaut werden. Sie reichern sich in hohem Maße an und sind toxisch“, berichtete sie uns. „Die Anreicherung ist besonders bei räuberischen Arten wie Lachs, Hai und Thunfisch sehr stark.“

Gift im Fisch

Sie berichtete weiter, dass viele der Schadstoffe fettlöslich sind. Sie werden im Darm fast vollständig resorbiert und verteilen sich später im ganzen Körper auf alle Gewebe. Ihre fettlösliche Eigenschaft erleichtert es ihnen außerdem, die Blut-Hirn-Schranke sowie die Plazentaschranke zu überwinden.

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)3 empfiehlt daher, besonders Schwangeren, Kindern und Stillenden, ihren Fischkonsum einzuschränken. Stoffe wie Methylquecksilber reichern sich in der Hirnregion ab und schädigen dort die Nervenzellen. Dr. Kulke weiß: „Besonders in der Zeit, in der sich das Gehirn noch entwickelt, ist diese neurotoxische Wirkung gefährlich.“

Der Konsum dieser Stoffe kann unter anderem zu neurologischen Erkrankungen und Entwicklungsverzögerungen führen. Das geht aus Studien hervor. Eine weitere Gefahr ist die Belastung durch Mikroplastik. „Sie sind dazu in der Lage, die Zellen im menschlichen Körper sowohl physisch als auch chemisch zu verändern“, so Dr. Kulke4.

Pflanzliche Alternativen liefern die richtigen Nährstoffe

Ihrer Meinung nach überwiegen die negativen gesundheitlichen, ökologischen und ethischen Aspekte gegenüber den Vorteilen von Fischkonsum. Um den Bedarf an Omega-3-Fettsäure zu decken, rät sie zum Konsum von Mikroalgenöl.

„Die Fische nehmen die wertvollen Fettsäuren durch den Konsum dieser Algen auf. Die Gewinnung von Algenöl ist schadstofffrei, da die Algen oftmals in geschlossenen Systemen gezüchtet werden. Insgesamt lässt sich sagen, dass ein Umdenken in Bezug auf unseren Fischkonsum erfolgen muss. Jede⋆r Verbraucher⋆in sollte bewusst sein, dass unbelasteter Fisch in unserer heutigen Zeit eine Seltenheit sind.“

Dr. Jenny Volstorf5 berichtete im Anschluss an Dr. Kulkes Vortrag aus der Verhaltensforschung. „Fische besitzen unterschiedliche Persönlichkeiten. Sie lernen, planen, kooperieren und empfinden Freude und Schmerz“, erzählte sie uns.

Fische empfinden Schmerzen

In ihrer Datenbank, der FishEthnoBase, werden die Erkenntnisse der Verhaltensforschung über Fische gesammelt. „Die Fische werden in den Fangnetzen zerquetscht und sterben einen langsamen und qualvollen Erstickungstod“, berichtete sie weiter. „Dieses millionenfache Leid lässt sich vermeiden.“

„Nirvana sangen im Song ‚Something in the way‘: ‚It’s ok, to eat fish ‚cause they don’t have any feelings‘ Das Album erschien 1991. Tatsächlich hält sich dieses Vorurteil – und einige andere rund um Fische – bis heute“, berichtete sie. „Vielleicht liegt es daran, dass sie in einer anderen Welt leben, schwerer zu beobachten sind und keine Mimik haben. Als Grund, warum sie angeblich keinen Schmerz empfinden, wird unter anderem angegeben, dass Fische nicht die nötigen Hirnstrukturen hätten.“

In Wirklichkeit wurde jedoch längst das Gegenteil bewiesen, meinte sie. „Lynne Sneddon von der Universität Liverpool und ihr Team haben inzwischen bei der Regenbogenforelle vergleichbare Strukturen wie beim Menschen nachgewiesen.“

Die vegane Alternative von SoFine

Einige Hamburger⋆innen werden sich jetzt sicher fragen „Und was kommt aufs Brötchen, wenn es ab heute keinen Fisch mehr gibt?“ – in unserer bunten Stadt an der Elbe gelten Fischbrötchen quasi als Kulturgut. Sie sind einfach nicht wegzudenken.

Beim Presseevent in der Kurkuma Kochschule waren auch aus diesem Grund alle mehr als gespannt, die pflanzliche und grätenfreie Fisch-Alternative kennenzulernen. Getestet wurde mit eigens für das Event vorbereiteten Zutaten aus der Kochschule – inklusive Brötchen, Remoulade, Salaten, Gürkchen Zwiebelchen und allem, was zu einem echten Fischbrötchen dazugehört.

Probiert haben wir zuerst die klassischen SoFish Burger (2,99 / 160 Gramm) und was soll ich sagen? Boa, schmeckt der klasse! Ich musste mir sogar eine zweite Portion sichern, so gut hat es mir geschmeckt. Bei der Verkostung waren übrigens nicht nur Veganer⋆innen anwesend. Von so einigen Fischesser⋆innen hörte man ein zufriedenes Raunen – verbunden mit dem Kommentar „Das schmeckt wirklich wie echter Fisch!“

„Schmeckt wie echter Fisch“

Wie echter Fisch schmeckt, kann ich selbst nicht mehr sagen. Es ist einfach zu lange her, seit ich welchen gegessen habe. Ich bin aber glücklich und satt nach Hause gegangen. Übrigens habe ich inzwischen auch die Sorten „Spinat Schnitzel (2,99 / 200 Gramm), Brokkoli Burger (2,99 / 170 Gramm) und Spargel Burger (2,99 / 200 Gramm) probiert.

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Convenience-Produkten. Die von SoFine werde ich aber auf jeden Fall wieder kaufen. Wenn es mal schnell gehen muss, sind sie wirklich eine schmackhafte Lösung. Von mir bekommt Ihr also auf jeden Fall eine klare Probier-Empfehlung. Zu Kaufen gibt es die Sofine Produkte unter anderem bei Tegut und Edeka6.

Hiermit möchte ich Euch gerne noch die Kurkuma Kochschule ans Herz legen. Hier finden regelmäßig tolle vegane Kochkurse zu den verschiedensten Themen statt. Mir hat es dort sehr gut gefallen und wir wurden sehr herzlich empfangen.7.

Fußnoten

[1] FischEthnoBase

[2] Homepage SoFine

[3] Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

[4] Dr. Rini Kulke

[5] Dr. Jenny Volstorf

[6] SoFish Verkaufstellen

[7] Kurkuma Kochschule
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*Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung. Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Infos zum Thema Werbekennzeichnung in meinem Blog findet Ihr auf meiner Transparenz-Seite.