English version below

Shana Falana habe ich erst vor Kurzem für mich entdeckt. In der Musikliste für den Dezember habe ich Euch ihr Shoegazer Projekt vorgestellt. Jetzt haben wir uns zum Interview verabredet.

Shana stammt ursprünglich aus Brooklyn. Inzwischen hat sie sich im New Yorker Stadtteil Kingston niedergelassen. Am 25. Oktober hat sie ihr drittes Studioalbum „Darkest Light“ bei Arrowhawk Records veröffentlicht.

Ihr neues Werk lebt von seinen Kontrasten – hymnische Popmusik trifft auf Sludge. Falana selbst beschreibt ihren Sound als „Druffe Musik von nüchternen Menschen“. Die Musikerin hat sich ihre eigene düsteren Nische in einer Nachbarschaft aus Psych-Rock, Shoegaze und Ethereal Punk geschaffen.

New York und San Francisco

Sie selbst hat schon so einiges erlebt, schreibt sie auf der Shana Falana Webseite.

„Ich war eine Süchtige und habe zwei Jahre lang am Rande der New Yorker Sexindustrie gearbeitet. Während dieser finsteren Zeit habe ich gelernt, dass selbst in den dunkelsten Lebensphasen jeder noch irgendwo sein Licht hat.“

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Shana Falana. Bild / picture: Monik Giesel

Darauf beruft sie sich auch im neuen Albumtitel. „Darkest Light“ ist für sie ein Album der Mantras. Die Künstlerin hatte in den 1990er Jahren bereits in der experimentellen Popszene von San Francisco Erfolge zu verbuchen. Erkennbare Einflüsse findet man zum Beispiel bei Sonic Youth, was Shana auch bestätigt. Das aktuelle Werk erschuf sie gemeinsam mit Drummer Mike Amari und Produzent D. James Goodwin.

Anne: Hallo Shana! Danke, dass Du Dir die Zeit für das Interview nimmst. Was für eine Ehre! Wie geht es Dir? Läuft das neue Album gut an?

Shana: Hi Anne! Ich danke Dir! Mit dem Album läuft es bis jetzt sehr gut, ja!

Anne: Welches Stück magst Du persönlich am liebsten?

„Ich bin ein Fan von Duo-Projekten“

Shana: Live singe ich am liebsten „Everyone Is Gonna Be Okay“. Als Aufnahme gefällt mir „Darkest Light“ am besten.

Anne: Mit dem jetzigen Projekt machst Du seit 2012 Musik. Was hast Du zuvor gemacht und was hat Deine Reise schlussendlich in diese Richtung geführt?

Shana: Ich bin eigentlich schon immer ein Fan von Duo-Projekten. Vor diesem hier war ich von 2005 bis 2008 in Brooklyn Teil des Duos Skirt. Meine Freundin Nicole und ich hatten es gemeinsam ins Leben gerufen. Sie spielte Orgel und ich Gitarre. In dieser Zeit habe ich auch angefangen, mit Reverb zu arbeiten, um meiner Musik einen orchestralen Sound mitzugeben. Wir haben ein paar unbeschreiblich coole Songs zusammen geschrieben. Einige davon sind auch auf der Platte gelandet. Ich habe die Stücke über die Jahre mit den unterschiedlichsten Musiker٭innen gespielt. Je nachdem, aus welcher Ecke sie kamen, klang es elektronischer oder mehr nach Heavy Metal. Ich finde es lustig, dass sie auf so viele unterschiedliche Arten interpretiert werden können.

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Shana Falana. Bild / picture: Monik Giesel

Anne: Du gibst auf Deiner Webseite Sonic Youth als erklärtes Vorbild an. Da haben wir einiges gemeinsam – Kim Gordon – was für eine Frau! Am Ende des Titels „Everyone Is Gonna Be OK“ kann man ja auch ein ziemlich gut gelungenes „Bull In The Heather“ Zitat raushören. Was fasziniert Dich ganz besonders an dieser Band?

Shana: Die Gitarrenarbeit von Sonic Youth war für mich schon immer ein Mysterium. Ich kann mir immer noch den Kopf darüber zerbrechen, was sie da akustisch abliefern. Und Kim Gordon war immer eine Quelle der Inspiration für mich. Sie hat erst im Alter von 29 Jahren mit dem Bassspielen angefangen, was sehr spät ist. Sie postet intime Fotos von sich online, ohne dabei ihr Alter zu verbergen. Falls Du sie noch nicht kennst, solltest Du Dir unbedingt ihre Band Free Kitten mal anhören. Sie sind unglaublich. Sie haben ihren kantigen und so wunderbar verstimmten Gesangsstil voll herausgearbeitet. Ja! Ich habe „Bull In The Heather“ gerippt und mir gar keine Mühe gegeben, es zu verschleiern. Ich habe einfach bei den letzten Lyrics im Song dazu mit dem Kopf genickt. Übrigens ist ihr neues Album „No Home“ auch gerade erschienen.

„Ich liebe Hörbücher“

Anne: „No Home“ läuft bei mir tatsächlich auch hoch und runter im Moment. Es ist wirklich ein geniales Album – so abwechslungsreich und vielschichtig! Apropos Kim Gordon. Sie hat ein großartiges Buch darüber geschrieben, wie das Leben als Frau in Bands ist. Hast Du es gelesen? Kannst Du bestätigen, was sie sagt? Hast Du Dich bewusst für ein Solo-Projekt entschieden, bei dem Du die Zügel selbst in der Hand hast?

Shana: Ich glaube, Du meinst ihr Buch „Girl In A Band, Memoir“, oder? Wir hatten das Hörbuch gehört, kurz nachdem es erschienen war. Wir hatten es auf Tour dabei. Ich liebe Hörbücher. Manchmal höre ich einfach lieber, als zu lesen. Ich habe es genossen, Kim dabei zuzuhören, wie sie von ihrem früheren Leben erzählt, von ihrer Beziehung mit ihrem Bruder, ihrer Karriere als Künstlerin und ihrer musikalische Laufbahn. Sie haben ihr Privatleben immer so rausgehalten. Es war sehr spannend, endlich hinter den Vorhang blicken zu dürfen.

Anne: Aus Deiner Erfahrung heraus: Welchen Tipp würdest Du Frauen in Bands geben?

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Shana Falana. Bild / picture: Monik Giesel

Shana: Nur um das klar zu stellen: Wenn ich heute das Wort „Frau“ höre, denke ich an alle Menschen, die sich selbst als Frauen identifizieren. Ich glaube, Du fragst, weil in der Musikindustrie bei Künstler⋆innen weiblichen Geschlechts immer noch Unterschiede gemacht werden. Nach wie vor dominieren die „White Dudes“ die Musikindustrie. Das gilt für das Indie-Genre genauso, wie für andere. Ich meine, ich komme aus einer DIY-Community. Das bedeutet, dass wir immer als Freaks angesehen wurden, die mit Geschlechterrollen spielten, sich über Rassenklischees lustig machten und sich Kostüme anzogen, um die Bühne so verrückt wie möglich zu betreten und ein Publikum aller Altersklassen zu unterhalten.

Wir müssen unsere Künstlerfreund⋆innen heute mehr als je zuvor unterstützen. Egal, welchen Geschlechts sie sind. Dabei sollten wir die hochhalten, dies es wirklich schaffen, Grenzen zu verschieben. Ich bin wirklich gelangweilt von all den alten weißen Männern, die in Rockbands spielen. Ich hab keinen Rat für Frauen, aber an alle Künstler⋆innen: Werdet ehrlicher und verrückter! Wir sind hungrig darauf, dass ihr uns etwas fühlen lasst. Wir möchten uns selbst vergessen, wenn Ihr auf der Bühne steht. Zeigt uns etwas Persönliches von Euch. Lasst uns tanzen! Wir kommen zu Euren Shows, um uns für einen Moment von uns selbst zu lösen. Wir brauchen Euch, um das tun zu können!

„Ich bin in der Musikszene der 1990er Jahre in San Francisco aufgewachsen“

Anne: Hast Du neben Kim weitere Vorbilder, die Dich und Deine Kunst so nachhaltig beeinflusst haben?

Shana: Vorbilder sind für mich zum Beispiel PJ Harvey, Ram Dass und die Musikszene, in der ich in den 1990er Jahren in San Francisco aufgewachsen bin.

Anne: New York ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Stile. Hast Du Dich bewusst für diesen Standort entschieden? Welche Magie geht sonst noch von ihm aus und was unterscheidet ihn vom Rest von Amerika?

Shana: Ich habe es mir auf jeden Fall ausgesucht! Meine Musik Community in San Francisco ist 2000 gestorben. Alle hauten wegen des Dotcom-Crash ab – alle, bis auf ein paar von uns. Ich blieb zunächst in San Francisco und fing an, für meinen damaligen Partner Kelley Stolz Schlagzeug zu spielen. Als ich mit ihm zusammen 2003 nach Brooklyn kam, um meinen Geburtstag zu feiern, sah ich, wie lebhaft die Musikszene dort war. Wir mussten einfach sofort dort hingehen. Ich packte also alles ein, als wir wieder daheim waren, fuhr nach Williamsburg und fing dort ein neues Leben an.

Ich wollte nicht die Drummerin meines Partners sein

Damals hatte ich auch entschieden, dass ich nicht die Drummerin meines Partner sein wollte. Ich wollte meine eigene Musikkarriere starten und es hätte dafür keinen besseren Ort und keine bessere Zeit geben können. Williamsburg platzte vor lauter Kunst aus allen Nähten. Wenn Du Dich entschieden hast, dort hinzugehen, war es, wie sich in die größte Kunsthochschule der Welt einzuschreiben. Der Unterricht war Dein Unterhalt. Ich habe damals Witze darüber gemacht, dass sogar der Müll auf den Straßen bunt war. Und er war es wirklich!

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Shana Falana. Bild / picture: Monik Giesel

Nach und nach wurden die Mieten höher und viele von uns zogen up State nach Hudson Valley. Auch ich lebe jetzt dort. Einige von uns schafften es auch, in Williamsburg zu bleiben. Ich fahre immer noch nach Brooklyn, um Konzerte zu geben und Freunde zu treffen. Es ist nach wie vor wunderbar dort. Viel netter. Seit so viele Menschen aus allen möglichen Ländern dort leben, ist es viel freundlicher und offener dort geworden.

Anne: Du bist schon eine ganze Weile im Geschäft. Wie würdest Du die heutige Musikszene beschreiben und was ist der Unterschied zu vor zehn oder 15 Jahren?

Shana: Im Moment sehe ich nur, dass man nicht einfach eine⋆n Agent⋆in engagieren kann und schon ist man ganz oben. Leider (auch meine Freund⋆innen, die Agent⋆innen sind), haben sie es ziemlich schwer, uns kleine Bands irgendwie bekannt zu machen. Der Markt ist einfach komplett übersättigt. Außerdem gibt es im Musikgeschäft einige wirklich veraltete Modelle. Dazu zählen zum Beispiel Veranstaltungsorte, die jeden Abend Live-Konzerte veranstalten. Es gibt einfach zu wenig Menschen, um so viel Musik zu unterstützen.

Ich bewege mich schon immer innerhalb der Indie-Szene, also betrifft das nicht den Mainstream. Wenn Du Deine Lebenshaltungskosten niedrig hältst, kannst Du es schaffen, auf Tour zu gehen und Deine Rechnungen zu bezahlen. Mit Lizenzierungen bieten sich auch Chancen, populär zu werden. Musik mit Ecken und Kanten ist bei den Produzenten von Werbespots und Online-Channels gerade sehr angesagt. Wir haben uns immer über den Ausverkauf lustig gemacht. Mir wurde in den 1990er Jahren mal angeboten, eine Werbespot für Nike zu vertonen, aber ich habe abgesagt, weil es ein weltweit bekannter Sweatshop-Konzern ist. Heutzutage ist es für Musiker⋆innen schwierig geworden, solche Angebote abzulehnen. Viele Künstler⋆innen warten geradezu verzweifelt auf solche kleinen Finanzspritzen.

Anne: Verbringst Du Deine Zeit lieber im Studio oder auf der Bühne?

Shana: Auf der Bühne!

„Wir wollen auf Tour gehen!“

Anne: Wie sehen Deine nächsten Pläne aus? Denkst Du schon über die Festival-Saison 2020 nach? Wird es vielleicht sogar Konzerte in Europa geben? Es gibt einige richtig coole Post-Rock and Shoegaze Festivals hier drüben. Du würdest perfekt ins Line-up passen.

Shana: Ladet uns ein! Meine Güte, wir würden echt gerne mit großen Künstler⋆innen auf ausgedehnte Tourneen gehen!

Anne: Vielen Dank für das hochinteressante Interview! Es freut mich, Dich kennenzulernen! Ich wünsche Dir viel Erfolg mit dem neuen Album und alles Gute weiterhin!

Shana: Ich kann Dir gar nicht sagen, wie geehrt ich mich fühle, dass Du mir diese Fragen gestellt hast. Sie haben mich dazu gebracht, zu reflektieren und meine Gedanken zu teilen. Es ist mir eine große Ehre!

Shana Falana – „Darkest Light“

Hat Euch das Interview gefallen? Das freut mich sehr! Meldet Euch gerne, wenn Ihr auch ein Musikprojekt habt, über das ich mit Euch reden soll! Um in Zukunft nichts mehr zu verpassen, abonniert gerne meinen Newsletter. Dann halte ich Euch auf dem Laufenden.

Shana Falana Homepage
Bilder: Monik Giesel


English Version

Interview with Shana Falana

Recently I discovered a musician that fascinates me a lot: Shana Falana. In the music list for December I presented her Shoegazer project to you. Now I have arranged an interview.

Shana is originally from San Francisco (not Brooklyn!). Meanwhile, she has settled in the New York district of Kingston. On October 25th she released her third studio album „Darkest Light“ on Arrowhawk Records.

Her new piece lives from its contrasts – hymnal pop music meets sludge. Falana herself describes her sound as „Druggy music by sober people“. The musician has created her own dark niche in a neighbourhood of psych-rock, shoegaze and ethereal punk.

New York and San Francisco

She herself has experienced a lot, she writes on the Shana Falana website.

„I was an addict and worked for two years on the fringe of the New York sex industry. During this dark period, I learned that even in the darkest phases of life, everyone still has their light somewhere.“

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Shana Falana. Bild / picture: Monik Giesel

That’s what she refers to in the new album title. For her, „Darkest Light“ is an album of mantras. In the 1990s, the artist already had success in the experimental pop scene of San Francisco. Sonic Youth, for example, had a recognizable influence on her, which Shana also confirms. She created the current work together with drummer Mike Amari and producer D. James Goodwin.

Anne: Hello Shana! Thanks for taking the time for the interview. What an honor! How are you doing? Is the new album doing well?

Shana: Hi Anne! Thanks so much for this, this album is doing really well so far, yes!

Anne: Which song do you personally like best?

“ I’m a fan of two-piece projects“

Shana: Wow, singing songs live, my favorite is „Everyone is Gonna Be Okay“ and on the album I’d have to say „Darkest Light“.

Anne: With the current project you have been making music since 2012. What have you done before and what has your journey finally led in this direction?

Shana: I’ve been a fan of two-piece projects most of my life, I had a duo back in Brooklyn in 2005-2008 before this called Skirt. It was my friend Nicole and I. She played organ and I played guitar. That was, when I started experimenting with reverb to make the music sound more churchy! We wrote some incredible songs together, some of which I’ve released! I have played these songs with various musicians over the years, depending on the group they’ve been more heavy metal or more electronic! I think they can be interpreted in many ways, which is so fun.

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Shana Falana – „Darkes Light“

Anne: On your website you mention Sonic Youth as a role model. I think, we have a lot in common – Kim Gordon – what a woman! At the end of the title „Everyone Is Gonna Be OK“ you can also hear a pretty good „Bull In The Heather“ quote. What fascinates you most about this band?

Shana: Sonic Youth’s guitar work has always been a mystery to me, I still can’t wrap my head around what they do sonically. And Kim Gordon has always been an inspiration. She started playing bass at 29 (so late in life) and she posts intimate pictures of herself online, not disguising her age, and if you haven’t, check out her band Free Kitten – they’re incredible, too. Really showcasing her singing style, which is perfectly out of tune and angular. So yea, I ripped off „Bull in the Heather“, but I didn’t disguise it at all, even nodded to it on the last lyric in the song. By the way her new album „No Home“ is also out.

„I love audio books“

Anne: „No Home“ is actually running up and down for me right now. It’s really a great album – so varied and multi-layered! Speaking about Kim Gordon. She wrote a great book about how really life is as a woman in a band. Did you read it? Can you confirm what she says? Did you consciously choose a solo project where you have the reins in your hand?

Shana: I believe you’re referring to her book „A Girl in a Band, Memoir“. We listened to that the year it came out while we were on tour, I love audio books. Sometimes I like listening to books better than reading them. I loved hearing her unpack her early life, her relationship with her brother, art career, music career. They’ve always been so private, so finally getting to peak behind the curtain felt really rewarding.

Anne: From your experience: What advice would you give women in bands?

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Shana Falana. Bild / picture: Monik Giesel

Shana: Today when I hear the word „women“ just to be clear, I think of anyone that identifies as a woman. I think maybe you’re asking because there is still an inequality of artists that are fem-genderered in the music industry. For the most part it’s mostly „white dudes“, that are dominating the music industry – indie and beyond. I mean, I come from a DIY community background. What that means is, that we were always portrayed as freaks, playing with gender, making fun of race, putting on costumes and seeing how crazy you could get on stage to entertain your all ages audience.

More than ever we need to support our artist friends, whatever gender, and hold up the ones that are really pushing some boundaries. I’m really bored with white guys on stage singing in rock bands. I don’t have any advice for women, but more the artists, get more honest and weird, we’re hungry for you to make us feel, take us our of ourselves while you’re on stage. Help us to understand something intimate about you and make us dance. We come to shows, to lose ourselves for a while, we need you to help us do that!

„I grew up in the San Francisco music scene of the 1990’s“

Anne: Do you have any other role models that have influenced you and your art as much as Kim?

Shana: PJ Harvey, Ram Dass, and the music scene I grew up in – in the 1990’s in San Francisco.

Anne: New York is a melting pot of cultures and styles. Did you consciously choose this location? What other magic emanates from it and what distinguishes it from the rest of America?

Shana: I absolutely chose it! My music community in San Francisco died in 2000. Everyone left, because of the dot com crash that happened. Everyone left except a few of us. I stayed in San Francisco and started drumming for my then boyfriend Kelley Stoltz. When he and I went to Brooklyn for my birthday in 2003, I saw how vibrant their music scene was and had to go there immediately. So when I came home, I packed everything up and drove out to Williamsburg, to start my new life.

„I did not want to be my boyfriend’s drummer“

I also knew, that I didn’t want to be my boyfriends‘ drummer, I wanted to pursue my own music career and there was no better place to do it at the time. Williamsburg was bursting with art. If you lived there, it was like enrolling in the greatest creative college and the tuition was your cost of living. I even joked that the trash in the street was colorful, and it was.

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Shana Falana. Bild / picture: Monik Giesel

Slowly we started getting priced out, many folks moved up state to the Hudson Valley (where I live now) and some managed to stay. I still go to Brooklyn to play shows, and see friends, it’s still incredible, and kinder. Since people from all over the world have moved there it’s gotten friendlier and more welcoming.

Anne: You’ve been in business a while. How would you describe today’s music scene and what’s the difference to ten or 15 years ago?

Shana: Right now I’m seeing that you can’t just hire a publicist and rise to the top. Unfortunately (for my friends, that are publicists), they are really struggling to get any press on us smaller bands. The environment is over saturated, there are a lot of out dated models in place for music, like even venues that book live music every night, there aren’t enough people to support that much music.

I’ve only ever been in the indie scene, so this isn’t referring to anything main stream, but one thing I will say is, that if you keep your costs of living small you can tour and have a life on the road while paying your bills. Also, with licensing there are more possibilities for placements because of the popularity of edgy music in commercials and even internet channels. We used to make fun of „selling out“ to corporations. I was offered a Nike commercial back in the 90’s and I said no, because they are a well known sweat shop company. Nowadays it’s hard to turn down these offers, because many artists feel desperate to get some financial recoup.

Anne: Do you prefer to spend your time in the studio or on stage?

„We want to go on tour!“

Shana: On stage!

Anne: What are your next plans? Are you already thinking about the festival season 2020? Are you planning on visiting Europe, too? There are some really cool Post-Rock and Shoegaze Festivals over here. You’d perfectly fit in the line-up.

Shana: Hook us up! OMG we would love to come back. We’d love to open tours for bigger artists on long tours.

Anne: Thank you very much for the very interesting interview! I am very pleased about getting to know you! I wish you much success with the new album and all the best for the future!

Shana: I can’t tell how you how honored I am, to be asked these questions. I get to reflect and share, it’s my greatest honor!

Shana Falana Homepage
Pictures: Monik Giesel