Es ist soweit! Tool haben für den 30. August nach 13 Jahren endlich eine neue Platte angekündigt. Die erste Vorauskopplung ist schon da und mit ihr die nächste Sensation: Sie kann online angehört werden!

13 lange Jahre haben wir Tool Fans auf ein neues Album gewartet. Immer wieder gab es Gerüchte, die teilweise von der Band selbst gestreut worden waren – immer wieder wurden wir enttäuscht. Doch nun ist es endlich soweit. Auf der diesjährigen Festivaltour durch Europa durften wir bereits ein bisschen reinhören. Bei Rock am Ring bin ich nur ein kleines Stück von der Bühne entfernt selbst in den Genuss zweier neuer Werke gekommen. Jetzt gibt es die erste offizielle Vorauskopplung des neuen Albums „Fear Inoculum“.

Die gleichnamige Single kann ab sofort online gehört werden. Für Tool bricht damit eine neue Ära an: Bisher hatte sich die Band um Maynard James Keenan dagegen gesperrt, ihre Musik ins Netz zu stellen. Vor Kurzem kam dann die Nachricht aus der Bandzentrale: „Wir werden unsere komplette Musik frei zugänglich machen!“

Tool kann man ab sofort auch online hören

Angekündigt wurde dieses Happening durch die Veröffentlichung aller bisherigen Plattencover über die sozialen Netzwerke. Der Höhepunkt war der Titel von „Fear Inoculum“ gestern. Heute war es dann soweit und die erste Single wurde auf iTunes, Spotify und Youtube sichtbar.

Viele Fans stehen der plötzlichen Meinungsänderung der Band mit geteilter Meinung gegenüber. Wir alle sind stolz auf unsere Plattensammlung und halten uns in Gedanken an der guten alten Zeit fest, als wir unsere Band noch für uns alleine hatten. Ähnlich wie bei der Einführung der CD. Doch der neue Datenträger ist nicht mehr silbrig und rund und steckt in einer Kunststoffhülle. Er befindet sich dort, wo alle darauf zugreifen können: In der digitalen Cloud. Das muss die Zukunft sein.

Ich weiß nicht, ob Ihr zu denjenigen gehört, die feierlich auf den Moment warten, in dem sie das Zellophan vorsichtig von der Schallplatte abziehen, das Vinyl andächtig dem Karton entnehmen und kurz daran schnuppern, bevor sie die schwarz glänzende Scheibe auf den Plattenspieler legen und die Nadel absenken. Vor ein paar Jahren hätte ich mich sicherlich noch dazugezählt. Doch heute kann ich es nicht mehr erwarten. Ich öffne iTunes, kopple die Stereoanlage mit meinem Computer und lausche. Ihr könnt dabei sein bei diesem magischen Moment.

So klingt „Fear Inocolum“

Ein metallisches Klirren gefolgt von mystischer Dunkelheit. Würdevoll erhebt sich eine verspielte Melodie aus den Tiefen. Ab 1:40 spitzt es sich zu. Gitarrenspiel setzt ein. Bei 2:06 beginnt Maynard zu singen. Noch ist das Stück ruhig. Fast getragen. Der melodische Klang von Maynards Stimmt wird von Sprechgesang abgelöst. Becken erklingen. Die Gitarrenriffs werden satter. Eine kurze Ruhephase bei 4:30. Anschmiegsam klingt diese Musik. Sie kommt einem so bekannt vor. Erfüllt das Herz mit Freude auf die neue Platte. Bald können wir sie endlich ganz hören! Höhenflüge ab 5:30. Breit und elegant zugleich, glanzvoll und bodenständig. Sachlich und verästelt. Hart und kein bisschen eingängig. Ich möchte diesen Song so lange in Schleife hören, bis die Platte da ist!

Insgesamt soll das neue Tool Album 80 Minuten Spielzeit haben. Sieben Songs werden drauf sein. Maynard weist explizit darauf hin, dass sie nicht radiotauglich sein werden. Das klingt für mich nach wahnsinnig guten Nachrichten. Die paar Tage bis zum Erscheinen der Platte werden uns sicher ganz schön lang vorkommen. Aber was sind ein paar Tage gegenüber 13 Jahren?

Wer sich die Platte kaufen will, hat die Möglichkeit, für rund 100 Euro eine von Adam Jones (Gitarre) höchstpersönlich gestaltete Special Edition inklusive wiederaufladbarem 4-Zoll-HD-Screen mit exklusiven Video-Aufnahmen, USB-Charger, zwei-Watt-Lautsprecher, dickem Booklet und Download-Card zu erstehen. Beim Plattenhändler seines Vertrauens kann man selbstverständlich auch eine Vinyl Ausgabe vorbestellen.

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Music & Artwork: Tool