Wenn man in einer Großstadt wie Hamburg lebt, ist der Wunsch nach frischer Luft und grünen Wiesen und Bäumen am Wochenende oft groß – der Jenischpark ist in solchen Momenten immer eine gute Idee.

Es ist schon eine Weile her, seit ich das letzte Mal über unsere wunderbaren Hamburger Naherholungsgebiete geschrieben habe. Langsam wird es mal wieder Zeit, dass ich einen Park auspacke. Heute möchte ich mir den Jenischpark vornehmen.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist er von den zentralen Bezirken aus schnell erreicht. S-Bahnen und Fähren bringen einen das ganze Wochenende hin. Dort angekommen, laden Lichtungen und Bänke zum Picknicken ein – dabei bitte keinen Müll liegen lassen. Wir Hamburger mögen es nämlich, wenn unsere Parks schön sauber bleiben.

Englischer Rasen und Klassizismus

jenischparkInmitten des Parks am Gipfel eines Hügels, von dem aus man einen fantastischen Blick über englischen Rasen auf die Elbe hat, liegt das strahlend weiß getünchte Jenisch-Haus. Das Landhaus im klassizistischen Stil beheimatet heute eine Außenstelle des Altonaer Museums sowie ein Café. Neben dem Jenisch-Haus gibt es noch zwei weitere Museen im Park: das Ernst-Barlach-Haus und das Eduard Bargheer-Museum.

Der Jenischpark hat insgesamt eine Fläche von 42 Hektar, acht davon sind Naturschutzgebiet (vor allem Feuchtwiesen). An der Elbchaussee führt ein neobarockes Tor in den Park. Direkt dahinter findet man ein Parkwächterhaus.

Berühmte Bäume und frische Luft

Neben berühmten Gebäuden gibt es im Park auch berühmte Bäume. Die „Hohle Eiche“ etwa stammt noch aus der Zeit, in der der Park gestaltet wurde (um etwa 1800). Ein Baumchirurg hat die Eiche schon mehrmals saniert. Bei der „Liebeseiche“ handelt es sich um eine Eiche, in deren Stammhöhle seit inzwischen 70 Jahren eine Birke wächst und gedeiht. Ihr könnt sie auf den Fotos sehen.

Stileichen, Edelkastanien, ein Riesenmammutbaum, ein Ginko, ein Götterbaum, sowie verschiedene Lärchenarten, Zedern und Buchen fühlen sich im Jenischpark sichtbar wohl. Wir haben da was gemeinsam. Ich muss von Zeit zu Zeit wieder hin sie umarmen.

Die Bilder habe ich im April im Jenischpark aufgenommen.

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