Am 6. April stand ein Event der ganz besonderen Art an: Long Distance Calling spielten in der Hamburger Kulturkirche. Die Karten lagen schon eine ganze Weile bereit und wir waren mehr als gespannt, was uns wohl erwarten würde.

Das letzte Mal war ich bei der Hochzeit meiner besten Freundin in einer Kirche. Ganz gepflegt auf dem Altbayerischen Land, beim Rausgehen lief der Imperial March. Da es sonst tatsächlich sehr selten vorkommt, dass ich in Kirchen gehe (außer im Rahmen einer Besichtigung/Fototour), war es ein spannender Augenblick, als wir den Ort des Geschehens, der gleich hier bei uns um die Ecke liegt, betraten.

Herausragende Akustik

long-distance-callingWas uns gleich als Erstes auffiel, war die grandiose Akustik – wie gemacht für ein Long Distance Calling Konzert. Die Band hatte sich die Location nicht ohne Grund ausgesucht: An diesem Abend wurde das Videomaterial für eine neue DVD aufgenommen.

Aus diesem Grund lief auch alles sehr geregelt ab. Zwei Stunden Konzert mit einer Viertelstunde Pause in der Mitte plus Zugabe. Dass in der Pause das Bier ausging, interessiert kaum jemanden. Wir waren für die Musik da. Eine Show wie diese, wird einem selten geboten, da ist die Getränkeauswahl definitiv Nebensache.

Geladen hatten LDC ihre Gäste zum zehnten Geburtstag des legendären Albums „Avoid The Light“. Das Konzert fand im Rahmen einer kleinen Tournee mit drei bestuhlten Konzerten in der Kulturkirche Altona, im Scala Theater in Ludwigsburg und in der Kölner Kulturkirche statt.

Ein Bad in Licht und Sound

long-distance-callingNeben dem sagenhaften Klang im Bauch des Gotteshauses und der offenen Sicht über die Köpfe der sitzenden Zuschauer, wurde uns an diesem Abend eine beeindruckende Lightshow geboten. Das Zusammenspiel aus Nebel und Lichtorgel war perfekt abgestimmt und kein bisschen überkandidelt. Die Musik wurde dadurch toll ergänzt und insgesamt hatte man das Gefühl, ein Bad in Licht und Sound zu nehmen.

Verstärkung hatten sich die Münsteraner von Perkussionist Aaron Schrade und Cellist Luca Gilles geholt. Sie ergänzten die Band perfekt und sorgten für das Tüpfelchen auf dem I. In der ersten Stunde spielten Long Distance eine Auswahl an Songs aus den verschiedenen Phasen der Band, nach der Pause gab es dann „Avoid The Light“ pur.

Traumhafte Stimmung mit Long Distance Calling

Die Fans wirkten wie bezaubert von der Musik und prosteten sich stumm nickend und andächtig lauschend zu. Um anschließend wieder mit nickenden Köpfen vertieft im Sound unterzutauchen. Ganz ehrlich: Eine Stimmung, wie an diesem Abend habe ich bisher nur ganz selten auf Konzerten erlebt. Ausnahmslos jede*r wirkte beim Rausgehen fröhlich, locker und glücklich.

Auf die Mitnahme meiner Kamera habe ich auch an diesem Abend wieder mal verzichtet, um mich ganz der Musik widmen zu können. Aus diesem Grund habe ich wieder nur ein paar Handybilder gemacht, um die Stimmung einzufangen. Die Setlist habe ich Euch auch mitgebracht.

1. Stunde

  1. Into The Black Wide Open
  2. The Very Last Day
  3. In The Clouds
  4. Timebends
  5. Like A River
  6. On The Verge
  7. Neues Stück
  8. Out There

2. Stunde

  1. Apparitions
  2. Black Paper Planes
  3. 359°
  4. I Know You, Stanley Milgram!
  5. Sundown Highway
  6. Flux

Encore

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