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Mit „Die Geschichte von Herrn Sommer“ hat Patrick Süßkind ein ganz besonderes Werk geschaffen. Es erzählt von der Kindheit eines Jungen und von den mysteriösen Spaziergängen des Herrn Sommer.

Das Buch ist aus der Perspektive eines Jungen geschrieben, der in einem kleinen Dorf wohnt und gerade dabei ist, die Welt zu entdecken. Von seinem Vater bekommt er schon sehr früh mit auf den Weg gegeben, dass es nicht gut ist, wenn man Stereotype benutzt.

Warum das so ist, erfährt er, als sich eben jener in einer Ausnahmesituation das erste und einzige Mal in seinem Leben eines Stereotyps bedient. Ein schwerwiegender Fehler, wie sich Jahre später herausstellt.

Die wunderbare Novelle berichtet vom Leben der Dorfbewohner, von den Abenteuern des Protagonisten und von den ausgedehnten täglichen Wanderungen des Nachbarn Sommer. Dieser bricht bei jedem Wetter morgens mit seinem Rucksack auf und eilt von Dorf zu Dorf, ohne dabei auch nur eine Atempause einzulegen.

Das Rätsel um den aktiven Herrn Sommer

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„Die Geschichte von Herrn Sommer“ – eine Novelle von Patrick Süskind

Der Junge kommt dem Rästel um den aktiven Herrn nach und nach auf die Spur, erkennt dessen Einsamkeit und ist gebannt von der Tragik seines Daseins. Ganz nebenbei erkennt man als Leser*in, was ihn zu der Person werden ließ, die er ist: Ein Schatten seiner selbst, der dazu verdammt ist, niemals zu ruhen. Das ist sogar so schlimm, dass der arme Herr Sommer keine seiner Bewegungen mehr genießen kann und am Wegesrand keine Schönheit mehr wahrnimmt. Seine Hast und Unruhe sind zu seinen einzigen Lebensinhalten geworden.

Seine Situation spitzt sich nach und nach immer weiter zu. Nur ein einziges Mal hört der Junge ihn einen Satz sagen. Er richtet ihn nicht direkt an ihn. Das Kind sitzt in diesem Moment auf einem Baum über dem Kopf des Läufers, ohne, dass dieser von seiner Anwesenheit erfährt.

„Die Geschichte von Herrn Sommer“ ist ein Bilderbuch für Erwachsene. Es behandelt schwierige Themen wie das Heranwachsen und Älterwerden aber auch Depression und Suizid auf einfühlsame Weise. Sempé hat es sehr liebevoll bebildert. Dabei hat er die einzelnen Szenen gekonnt erfasst und mit viel Gefühl ausgestaltet. Das Buch ist 1991 im Diogenes Verlag erschienen und trägt die ISBN 3-257-01895-9.

Meine Leseempfehlung

Patrick Süskind, der vor allem durch seinen Roman „Das Parfum“ Berühmtheit erlangte, wurde 1949 in Ambach am Starnberger See geboren und wuchs im bayerischen Holzhausen auf. Sein erstes Stück „Der Kontrabass“ erschien im Jahr 1985. Es folgten „Das Parfum“ (1987), „Die Taube“ (1987), „Die Geschichte von Herrn Sommer (1991), „Drei Geschichten“ (1995) und „Über Liebe und Tod“. Neben seinen belletristischen Werken schrieb er gemeinsam mit Helmut Dietl verschiedene Drehbücher.

Jean-Jaques Sempé kam 1932 in Bordeaux zur Welt. Der Zeichner und Karikaturist ist unter seinem Nachnamen bekannt. Schon während seiner Schulzeit erkannte er sein Zeichentalent. Für Diogenes hat er zahlreiche Bücher bebildert.

Ich möchte Euch „Die Geschichte von Herrn Sommer“ hiermit ans Herz legen. Mir hat das Buch während einer Bahnfahrt ein paar wirklich schöne Stunden beschert. Ich finde, es regt zum Denken an und transportiert eine wertvolle Botschaft. Beim Lesen beginnt man insgeheim sein eigenes Handeln zu hinterfragen und lernt obendrein einige hochinteressante Charaktere kennen. Der Vater des Jungen sowie seine ebenso einsame wie strenge Klavierlehrerin sind nur zwei von ihnen.

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Ihr habt bestimmt schon gemerkt, dass Bücher sich nach und nach zu einem festen Bestandteil meines Blogs etablieren. Meine Lesewut hat sich seit ich gemeinsam mit meinem Mann Matze einen Roman geschrieben und veröffentlicht habe, sogar noch ein bisschen gesteigert. Gut für Euch: Je mehr ich selbst lese, desto mehr möchte ich darüber berichten.

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„Die Geschichte von Herrn Sommer“ – meine Empfehlung

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