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„Nur aufgrund von bürokratischer Gleichgültigkeit und unternehmerischer Gier lassen Mäuse in grausamen Botox-Versuchen Tag für Tag ihr Leben. Mäuse sind denkende, fühlende Lebewesen. Sie werden für Versuche gezüchtet, weil sie durch ihre geringe Körpergröße von Menschen einfach gehandhabt werden können.“

Das prangert die Tierrechtsorganisation PETA an. Jeden Tag sterben 1.644 Mäuse in den qualvollen Versuchen mit dem Nervengift Botulinumtoxin, das den meisten unter dem Namen „Botox“ bekannt ist. Es wurde 1815 von Justius Kerner das erste Mal wissenschaftlich beschrieben und als Gift kategorisiert. Inzwischen wird es in der ästhetischen Chirurgie vor allem zur Behandlung von Falten eingesetzt. Die letale Dosis schwankt stark, weshalb es vor dem Einsatz getestet wird. Da die Behandlung mit Botox immer beliebter wird, nimmt auch die Zahl der Tierversuche immer weiter zu.

Weitere Anwendungsgebiete sind unter anderem Schielen, verschiedene Migränetypen, vermehrte Schweißproduktion, Speiseröhren-Spasmus und Blasenschwäche. In der Medizin wird auf die Kramp-unterdrückende Wirkung gesetzt. Neurologen behandeln zum Beispiel Schreibkrämpfe, Stimmbandkrämpfe und Lidkrämpfe mit Botulinumtoxin.

PETA erklärt die Problematik anhand eines traurigen Schicksals:

„Dies ist die Geschichte von einer unter tausenden Mäusen, die in den Botoxversuchen missbraucht werden. Wir geben ihr den Namen Madeline. Wie alle anderen Mäuse, ist auch Madeline ein hochsoziales Tier. Mäuse kommunizieren mithilfe von Hochfrequenzlauten miteinander. Als Madeline im Anschluss an ihren Transport im Versuchslabor ankommt, hört sie, dass viele ihrer Artgenoss*innen anwesend sind. Sie alle haben Angst. Sie fragt sich, was los ist.

Auch Madeline packt die nackte Angst. Sie wird von einem Menschen hochgehoben, der ihr Botox in die Muskeln spritzt. Die anderen Mäuse haben das selbe Schicksal. Sie bekommt kaum noch Luft und stellt fest, dass sie nicht mehr laufen kann. Nach drei Tagen ist ihre Atemmuskulatur komplett gelähmt und Madeline erstickt.“

Tierfreie Testmethoden

Wenn ein hochtoxisches Nervengift getestet werden muss, dann bitte nicht an Tieren! Möglich sind beispielsweise Tests an isolierten humanen Nervenzellen. Auch das erklärt PETA im Rahmen der aktuellen Kampagne genau:

Die Forscher können isolierte humane Nervenzellen in Kombination mit einem Enzym nutzen, das auch in Glühwürmchen vorkommt. Seine entscheidende Eigenschaft ist, dass es leuchtet. Die Methode wurde von Prof. Dr. Gerhard Püschel von der Uni Potsdam im Jahr 2015 entwickelt.

Das leuchtende Enzym wird in die Nervenzelle eingebracht. Es nimmt den selben Weg, wie die anderen Signalstoffe. Durch das Leuchten können sie genau verfolgt werden. Es wird somit messbar gemacht, wie viele Stoffe die Nervenzelle verlassen, sprich: Wie gut die Kommunikation zwischen Nerven- und Muskelzelle funktioniert. Wird die Ausschüttung der Signalstoffe durch Botox verhindert, kommen keine Leuchtstoffe mehr durch. Die Konzentration des Giftes innerhalb einer Produktionseinheit kann somit ganz einfach gemessen werden.

Botox testen ohne Tierqäulerei

Für jede neue Charge Botox muss die tödliche Dosis neu bestimmt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung zögert die Anerkennung des Ersatzverfahrens hinaus. Über 600.000 eigens zu diesem Zweck gezüchtete Mäuse sterben darum weiterhin jedes Jahr in den Versuchen.

Die Tierschützer von PETA fordern die Regierung jetzt auf, dem grausamen Treiben ein Ende zu setzen. Dabei ist jede mögliche Unterstützung gerne gesehen. Infos dazu findet Ihr unter peta.de/tierversuche.stoppen. Auf der Seite könnt Ihr spenden und Euch weitere Infos zum Thema holen.

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Foto: tiburi, Pixabay, Pressemitteilung und Kampagne: PETA

*Dieser Artikel ist als „Werbung“ gekennzeichnet, da ich auf eine Kampagne von PETA verlinkt habe. Meine Meinung wurde nicht beeinflusst. Alles zum Thema Werbekennzeichnung in meinem Blog findet Ihr auf meiner Tranzparenzseite.