Direkt an den berühmten Kreidefelsen von Rügen liegt der Nationalpark Jasmund mit seinen sagenumwobenen Buchenwäldern.

Letzten Sonntag war es auch für uns soweit: Wir folgten den Kreidefelsen-Pilgern der vielen Generationen vor uns und brachen zu einer Wanderung im Nationalpark auf.

Bei strahlendem Sonnenschein war das Laufen unter dem Blätterdach eine besonders eindrucksvolle Erfahrung. Zwischendurch erwarteten uns auf den Lichtungen weiß funkelnde Beerlauchpflanzen und Scharen an Vögeln.

Der Königsstuhl und seine Wälder

KönigsstuhlDie Buchenwälder rund um den Königsstuhl gehören zum UNESCO-Welterbe. Sie sind von Menschenhand so gut wie unberührt und ein Überbleibsel einer riesigen Buchenwaldfläche, die vor 4.000 Jahren fast 65 Prozent von Europa bedeckte.

Am Rande der Kreidefelsen inmitten des Waldes befindet sich ein Besucherzentrum des WWF. Es lohnt sich sehr, an einer der spannenden interaktiven Führungen teilzunehmen. Wir haben während dieser knappen Stunde eine ganze Menge über die Kreidefelsen, die Wälder sowie die Tier- und Pflanzenwelt der Ostsee und des Nationalparks gelernt.

Als Königsstuhl bezeichnet man übrigens die berühmtesten Kreideformationen der Rügener Stubbenkammer, die auch schon von Maler Caspar David Friedrich gemalt wurden. Er befindet sich zwischen Sassnitz und Lohme.

Die Kreidefelsen fallen unterhalb der Besucherplattform senkrecht ab. Hier kommt es leider immer wieder zu Abbrüchen. So ist unter anderem die Holztreppe, welche vom Königsstuhl zum darunter gelegenen Strand führt, seit 2016 gesperrt.

Von Hagen zum Königsstuhl

Da wir uns übers Wochenende ein Auto gemietet hatten, brachen wir vom Parkplatz im Lomener Ortsteil Hagen zu unserer kurzen Wanderung in Richtung Königsstuhl auf. Die rund drei Kilometer lohnen sich, wie wir finden, sehr. Lässt man sich mit einem der Besucherbusse direkt bis zum Besucherzentrum kutschieren, verpasst man das Beste. Fahrradfahrer kommen über den Ostsee-Küstenradweg zum Zentrum.