Mehr als 400 Entscheider, darunter Präsidenten, Konzernchefs und Umweltaktivisten, haben sich in Mexico getroffen. Ihr erklärtes Ziel: Endlich den Weg zur einem nachhaltigeren Umgang mit den Weltmeeren einzuschlagen.

Cancún, Mexiko – Die Weltmeere leiden. Es muss dringend eine Lösung her, um sie von gefährlichen Kunststoffen zu befreien. Davon könnten schon bald mehr im Wasser schwimmen, als Fische. Deren Heimat ist durch unsere Abfälle seit Jahren stark bedroht. Acht Millionen Tonnen Plastik werden jedes Jahr in den Ozean geworfen oder gelangen auf Umwegen dorthin.

World Ocean SummitDas Umweltprogramm der Vereinten Nationen vermutet, dass bereits 51 Milliarden Tonnen Mikroplastikpartikel im Meer schwimmen. Diese stammen beispielsweise aus Reinungsmitteln wie Duschgels und Zahnpasta sowie dem Abwasser aus unseren Waschmaschinen. Wäscht man zum Beispiel Kleidung aus Fleece oder Mikrofaser, lösen sich bei jedem Waschgang feinste Partikel, die sich in Gewässern mit anderen Mikroplastikpartikeln zu regelrechten Teppichen vereinigen.

Vergleicht man Plastik mit anderen Materialien, wird schnell klar, warum davon eine so große Gefahr ausgeht. Angelschnur zersetzt sich beispielsweise erst nach 600 Jahren, Zeitungspapier nach sechs Wochen. Eine Wegwerfwindel zerfällt erst nach 450 Jahren, Pappe nach zwei Monaten. Die Liste könnte man endlos weiterführen.

Plastik – Gefahr für Mensch und Tier

Die Massen an Kunststoff im Meer ist nicht nur für Wildtiere, die sich oft hoffnungslos verfangen und qualvoll ersticken oder verhungern,  gefährlich. Auch die Millionen Menschen, die in der Nähe der Ozeane leben und/oder Fisch konsumieren, sind betroffen.

Angesichts dieser weiterhin zunehmenden Probleme versammelten sich auf dem World Ocean Summit in Playa del Carmen (Mexiko) führende Politiker und Entscheider. Darunter waren auch Präsidenten verschiedener Länder, Geschäftsführer von Unternehmen und Vertreter der Vereinten Nationen. Gemeinsam diskutieren sie, wie das offensichtliche Probleme anzugehen ist.

World Ocean Summit – Diskussion zieht Entscheidung nach sich

Im Anschluss an die tagelangen Debatten erklärten sich die versammelten Politiker bereit, den nächsten Schritt im den Kampf gegen die Vermüllung der Ozeane zu machen.

Der Film von Guðni Th. Jóhannesson (Präsidentin von Island), Sylvia Earle (Präsidentin und Vorsitzende, Mission Blue), Emily Woglom (Exekutivvizepräsidentin der Ocean Conservancy), Lisa Emelia Svensson (Direktorin für Ozean, United Nations Environment) und Ben Jordan (Senior Director , Umweltpolitik, The Coca-Cola Company) enthält eine starke Botschaft sowie den Aufruf, endlich zu handeln, bevor es zu spät ist.

Die Dokumentation steht in verschiedenen Formaten zum Download bereit und ist auch bei YouTube verfügbar.

Quelle: TVC Group
Bilder: Titel: hhach, Pixabay, rechts im Text: Sandra Altherr, Pixabay

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