Ganz Hamburg fragt sich gerade: Who the f*** is Mister Mandrill? Auf jeder Litfasssäule, jeder Fußgängerampel und auf jeder Kneipenklotür prangt einer dieser bunten Sticker mit dem Mandrill-Äffchen.

Sie scheinen sich genau wie die Nachricht „Es ist ein ist eine neue Cocktail-Clique in der Stadt, die sie alle in den Schatten stellt“ einem Lauffeuer gleich über die Hansestadt verteilt zu haben.

Ich habe mich jetzt mit Kevin Hartjen von Mister Mandrill getroffen und mal nachgefragt, was hinter diesem Namen steckt und was zur Hölle er und seine Jungs und Mädels vorhaben.

Wer ist Mister Mandrill?

Mister MandrillHinter dem Namen Mister Mandrill verbirgt sich ein Team aus jungen Gastronomen, die die gemeinsame Leidenschaft für betreutes Trinken zusammengeführt hat. Mit ihrem Projekt möchten sie ihren Horizont erweitern und daran andere teilhaben lassen.

Auf dem Programm stehen derzeit verschiedene Pop-up-Projekte und Caterings und auch eine eigene Partyreihe ist im Gespräch. Alle bei Mister Mandrill bringen Gastroerfahrung und Barkenntnisse mit. So arbeitet Kevin zum Beispiel seit Jahren unter der Regie von Tim Mälzer. Zuletzt führte er sogar stellvertretend das von Rap-Musiker Samy Deluxe betriebene Restaurant Gefundenes Fressen.

Die Damen und Herren Mandrill begrüßen jede/n in ihren Reihen, der/die sich für neue Gastronomiekonzepte begeistern kann. Über die Vielfalt von Cocktails darf dabei genauso diskutiert werden, wie über die schöne Einfachheit einer guten Knolle Astra.

Anne: Wolltet ihr schon immer Eure eigenen Drinks kreieren?

Kevin: Das entwickelte und entwickelt sich Stück für Stück. Anfangs versucht man die Klassiker zu beherrschen und vor allem zu verstehen. Danach leitet man gewisse Dinge ab und schießt auch mal ins Leere. Ein geglücktes Beispiel hierfür ist Mandrills Rote Bete, bei dem wir Rote Bete über Tage in Rum infusionieren und somit den Klassiker Daiquiri, im Mandrill- Style servieren.

Anne: Kevin, Du stammst wie ich aus Fulda und betrachtest heute Hamburg als Deine Heimatstadt. Wann kam der Ruf? Wie kam es zu dem Ortswechsel?

Kevin: Ich kannte die Gastronomie von Kind auf und sie hat mich einfach immer angesprochen. Ich verband allerdings professionelle Gastronomie immer mit dem Tragen von Fliege und Anzug. Als dann die Zusage aus der Bullerei kam, war für mich schnell klar, dass ich diesen Weg gehen möchte.

Anne: Kannst Du Dir auch vorstellen, in einer anderen Stadt zu leben?

„Meiner Heimatstadt mit einem kreativen Gastronomiekonzept etwas zurückzugeben, ist ein reizvoller Gedanke“

Mister MandrillKevin: Auch, wenn Hamburg unsere Homebase bleiben soll, gibt es natürlich gerade für die Gastronomie noch viele andere interessante Städte. Gerade Berlin strahlt hier über allem. Aktuell planen wir zum Beispiel gerade ein BBQ in Kreuzberg. Auch Fulda bleibt interessant, dort leben ja immer noch meine Freunde und meine Familie. Meiner Heimatstadt mit einem kreativen Gastronomiekonzept etwas zurückzugeben, ist ein reizvoller Gedanke.

Anne: Was ist das Besondere an Mister Mandrill?

Wir sind ein junges Team, das sich mitten in seiner kreativen Entwicklungsphase befindet. Die daraus entstehende Leidenschaft an unsere Gäste weiterzugeben, ist ein großes Plus. Bei Mister Mandrill wird es in naher Zukunft niemanden geben, der seinen Job nur des Geldes wegen macht – soetwas bleibt einem Gast nicht verborgen.

Anne: Wie seid Ihr auf den Namen gekommen? Der klingt sehr mystisch. Auch das Logo mit dem Mandrill-Äffchen ist genial und prägt sich gut ein.

„Wir wollen nicht eingleisig fahren“

Mister MandrillKevin: Es war schnell klar, dass unser Projekt nicht eingleisig fahren wird. Ob Catering, Partyreihe, oder eine Pop-up-Bar. Wir sind offen für alles.  Darum brauchten wir einen Namen, der keine Erwartungen weckt. Der Mandrill-Affe mit seiner mit der neonbunten Schnauze passt einfach perfekt zur farblichen Inszenierung unserer Drinks.

Anne: Im Sommer hattet Ihr den ersten Erfolg auf einem Straßenfest in Fulda. Dort war der Stand nach kürzester Zeit ausverkauft. Inzwischen kann man Euch regelmäßig in Hamburg an der Bar erleben. Wo genau?

Kevin: Wir sind, wie Du so schön gesagt hast, ein wandelndes Mysterium. Aktuell arbeiten wir bei und mit befreundeten Gastronomen. Was genau wir gerade machen, kann auf Instagram* verfolgt werden.

Anne: Was trinkst Du am liebsten?

Kevin: Am liebsten probiere ich neue Mandrill-Infusionen, wie zum Beispiel unseren Blaubeer-Gin. Der schmeckt hervorragend mit Tonic.

Anne: Stell Dir ein Event vor. Zentraler Mittelpunkt ist eine Bar, an der Ihr Eure Getränke ausschenkt. Mit welchem Song würdest Du Euren Auftritt unterlegen?

Kevin: Ein passender Song wäre für mich auf jeden Fall „Nur noch einen“ von Trettmann.

Anne: Verrätst Du mir ein Cocktailrezept?

Kevin: Unseren Klassiker, den bereits erwähnten Mandrills Bete:

  • Rote Bete-Rum
  • Limette
  • Minzsirup
  • Angostura.

Die Rezeptur kannst du voll und ganz Deinem Geschmack und Deiner Tagesform anpassen.

Anne: Straßenfest in Fulda, Cocktails in der Bullerei. Was sind Eure nächsten Schritte? Wird es neue Kooperationen geben? Einen Truck?

Kevin: Aktuell arbeiten wir an unserer Infrastruktur als Catering-Unternehmen, man kann unsere Drinks ab sofort zum Beispiel auch für private Feiern buchen. Des Weiteren sind wir immer auf der Suche nach einer coolen Sommer Pop-up-Location in Hamburg, Berlin oder Fulda.

Hier entlang geht es zum Instagram-Auftritt von Mister Mandrill.