Traditionell wurde Guiness schon früher ohne den Klärvorgang mit Hausenblase hergestellt. Das war leider viele Jahre nicht mehr der Fall, was den Genuss des Bieres für Veganer und Vegetarier unmöglich machte. Erst vor Kurzem kam man darauf, dass es besser wäre, sich wieder auf das Originalrezept zurückzubesinnen. Seitdem ist das berühmte Bier aus Irland wieder vegan.

Eine kleine Guinness-Brauerei in New York war es, die den Ruf nach mehr Traditionalität als erstes hörte. Die Irische Gemeinde in New York wollte zum St. Patrick’s Day ursprüngliches, echtes Guinness genießen. Nach und nach setzte sich das durch und inzwischen ist Guinness wieder überall auf der Welt vegan. Wenn man es frisch gezapft genießt. Auch in seinem Ursprungsland Irland.

Bei Guinness braut man wieder nach der ursprünglichen Brauart

GuinnessDas haben wir auf unserem Roadtrip durch Irland auch getan. Und in Dublin sogar die St. James Gate Brewery mit dem angeschlossenen Store House Museum besucht, in dem man alles über das Brauverfahren und die Geschichte des Bieres erfahren kann. Auch dort bestätigte man uns, dass inzwischen wieder ohne die Zurhilfenahme von Hausenblase gebraut wird. Ich finde das gut und bin der Meinung, dass Guinness einen Artikel in meinem Blog verdient hat.

Entgegen der Behauptungen einiger Sensationsreporter, die laut verkünden, Guinness hätte das Rezept geändert und wäre erst jetzt vegan: Dem ist nicht so. Bereits zu Beginn der Brauerei wurde ohne Hausenblase geklärt. Das kam erst mit der Massenproduktion dazu. Aus einem Grund: Hausenblase ist billiger als andere Klärverfahren. Am Rezept hat sich nie etwas geändert. Es ist schon immer gleich. Nur für das Klären hat man sich eben jetzt wieder auf die alte Methode eingelassen.

Nicht nur Veganer freuen sich

GuinnessVeganer freut das natürlich und mit Sicherheit ist es somit auch ein neues Kaufargument für einen kleinen Teil der Kundschaft. Es stimmt jedoch nicht, dass Guinness (wie einer der erwähnten Schreiber das ausdrückte) einem Trend auf der Spur ist, um damit mehr Umsatz zu generieren. Man hat sich auf gute alte Tradition besonnen und das freut nicht nur Veganer sondern Freunde traditioneller Braukunst weltweit.

Aufpassen müssen Veganer im Moment noch in einem Punkt: Die Flaschen und Dosen aus dem Hause Guinness sind noch nicht komplett umgestellt. Klar, es befinden sich natürlich noch „alte“ Bestände im Umlauf. Daher sollte man sein Guinness im Moment erstmal nur als Fassbier zu sich nehmen. Aber so schmeckt es ja sowieso am besten, oder?

Update vom 20.10.2017

Das meldet Guinness:

„Die Abfüllung mit dem veganen Filtersystem für Guinness Draught (Dose und Fass) hat im August 2016 gestartet und wird in mehreren Prozessen an unsere Händler und Pubs distributiert.

Da die Distribution noch läuft, könnte es sein, dass Restbestände die noch mit dem bisherigen Filtersystem abgefüllt worden sind, im Markt vorhanden sein können.

Wenn Sie sicher gehen wollen, dass das von Ihnen gekaufte GUINNESS mit dem neuen Veganen Filtersystem abgefüllt wurde, so prüfen Sie bitte das
MHD. Wenn das MHD mindestens September 2017 ist, können Sie sicher sein, dass das GUINNESS durch das neue Vegane Filtersystem gelaufen ist.

Liebe Grüße
Ihr Guinness WebTeam“

Vielen Dank an Robin Rader für den Hinweis!

Wegweiser Irland

  1. Möwen in Dublin
  2. Spaziergang durch Dublin
  3. Guinness ist vegan – Unser Besuch in der St. James Gate Brewery
  4. Farbenfrohe Details in Kilkenny
  5. Kilkenny Castle – Ein Schloss mit vielen Gesichtern
  6. Rock Of Cashel – Ein geschichtsträchtiger Ort
  7. Cork – Technik und Tradition

To be continued…