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    Feuer im Regenwald

    Das traurige Los der Orang-Utans

    Beitrag von Anne
    10.11.2015 — Lesezeit: 1 min

    Die Orang-Utans sterben aus. Niemand scheint sich darum zu kümmern. Schuld ist ein Produkt, mit dem sich viele noch nie beschäftigt haben. In Indonesien und Malaysia werden in rasantem Tempo die Regenwälder abgeholzt und niedergebrannt, um Platz zu schaffen für die größte Einnahmequelle dieser Länder: Palmöl.

    Erst vor Kurzem berichtete ich an dieser Stelle über die dramatischen Auswirkungen, die Palmöl auf die Umwelt hat. Palmöl wird inzwischen nahezu universell eingesetzt bei der Herstellung von Haushaltsprodukten, es steckt in Instant-Produkten, Shampoo, Make-up, Pflegeprodukten, Aufstrichen, Backwaren und nahezu in der Hälfte der verpackten Produkte in unseren Supermärkten.

    Orang-Utans sterben, weil Palmöl billig ist

    Viele Hersteller haben die Öle in ihren Produkten durch Palmöl ersetzt, weil es billiger ist. Dabei wird weder Rücksicht auf die irreparablen Schäden, die den Regenwäldern zugefügt werden, noch auf den gesundheitlichen Aspekt (Palmöl wirkt sich sehr schlecht auf das Herz-Kreislaufsystem aus) geachtet. Was zählt, ist der Profit.

    Bis heute wurden bereits über 90 Prozent der Lebensräume der Orang-Utans zerstört. Hinzu kommt, dass Rauch, Ablagerungen und Trümmer aus den Bränden ihnen ein Überleben nahezu unmöglich machen. Die Menschen dringen immer weiter in ihre Gebiete ein.

    "Das Feuer ist grausam!",

    so Lis Key, Pressesprecherin von International Animal Rescue’s.

    "Wild lebende Orang- Utans und Orang-Utans in Rettungszentren wie unserem leiden stark unter dem Rauchaufkommen. Sie leiden unter Atemwegserkrankungen, die fatale Folgen haben können. Viele der Babys, die wir aufgenommen haben, sind dehydriert und unterernährt, sie leiden unter Atemnot und sind stark verängstigt."

    Höchste Zeit, etwas zu tun

    Ist ein niedrigerer Palmöl-Preis es wirklich wert, dass eine Spezies komplett ausgerottet wird? Es ist höchste Zeit, sich diese Frage zu stellen, sonst könnte es bald zu spät sein und die wundervollen Lebewesen könnten für immer verschwunden sein. Einem Krieg zum Opfer gefallen, den Menschen über ihren Köpfen ausgetragen haben.

    Nur ein flächendeckender Boykott von Palmölprodukten und Aufklärung können helfen, die Maschinerie zu stoppen und den Genozid der Orang-Utans aufzuhalten.

    Foto: zOman, Pixabay

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