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    Das Geschäft mit dem Pferdeblut

    Tierschützer zeigen Tierquälerei auf Blutfarmen

    Beitrag von Anne
    01.12.2015 — Lesezeit: 1 min

    Erst vor Kurzem haben Tierschützer aufgedeckt wie in Uruguay und Argentinien trächtige Pferde grausam gequält werden. Die Süddeutsche Zeitung[^1] berichtete.

    Ihr Blut gilt in der Pharmaindustrie als wertvoller Rohstoff, da darin ein Hormon enthalten ist, welches die Zucht von Ferkeln beschleunigen kann.

    In einer zehnminütigen Prozedur wird den Stuten Blut entnommen. Zuvor wird ihnen von einem Arbeiter eine große Nadel mit einem Schlauch in den Hals gesteckt. Viele brechen durch den erheblichen Blutverlust zusammen, niemand interessiert sich für die Qualen der Pferde.

    Das Team der Tierrechtsorganisation Animal Welfare Foundation[^2] filmte am 16. April diesen Jahres auf einer Pferdefarm der Firma Syntex in Argentinien über fünf Stunden eine komplette Blutentnahmesequenz von rund 350 Stuten, bei der mehreren geschwächten Tieren mit Holzprügeln ins Gesicht geschlagen wurde. Es existieren auf Seiten der Animal Welfare Foundation alleine 30 Minuten Filmmaterial, die aus reinen Prügelszenen bestehen. Die Pferde werden geprügelt, um sie nach der Prozedur wieder zu vertreiben.

    Tausende Stuten werden gequält

    Dünnes Pferd
    Dünnes Pferd

    Syntex gilt als Weltmarktführer für den Export von Pferdeblut-Produkten. Dafür werden tausende von Stuten gehalten. Sie werden so oft wie möglich befruchtet, denn nur wenn sie schwanger sind, kann ihnen das wertvolle Blutserum abgezapft werden, aus dem das Hormon PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) gewonnen wird.

    Pharmafirmen aus über 25 Ländern zählen zu den Beziehern, sie stellen daraus vor allem Hormonpräparate für die Ferkelzucht her. Die größten Abnehmer sitzen in den EU-Ländern - auch hierzulande.

    Das Geschäft mit den Stutenhormonen ist aus Mangel an Gesetzen nicht kontrollierbar. Die Fohlen werden abgetrieben oder sterben durch die Anämie der Stuten während der Tragzeit ab. Die ausgemergelten Stuten befinden sich in einem endlosen Kreislauf aus Ausbeutung, Folter und Zwangsbefruchtung.

    Die Pferdehormone werden für die Ferkelzucht eingesetzt

    Bei der Ferkelzucht werden mit den PMSG-Präparaten zur Brunststimulation eingesetzt, der Zyklus der Sauen wird durch die Gabe verkürzt. Rund 95 Prozent der behandelten Schweine können dadurch kurz nach dem Wurf schon wieder brünstig werden.

    Es ist ein dreckiges Geschäft, das gerade erst ans Licht kommt. In seiner ganzen Grausamkeit ist es kaum auszudenken. Höchste Zeit, dem einen Riegel vorzuschieben und so schnell wie nur möglich die notwendigen Gesetze zu verabschieden.

    Bilder: Wikimedia Commons

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