Von besamten Kühen und einsamen Kälbchen

Hier gehts zu Teil 4 des Artikels
Veganer essen nicht nur kein Fleisch und keine Eier, verzichten auf Echtleder, Wolle und Honig, sie nehmen auch keine Milchprodukte zu sich. Aber warum denn eigentlich?

„Das mit dem Fleisch kann ich ja noch ansatzweise verstehen, aber auf Milch zu verzichten, wär‘ mir echt zu krass!“ – So oder so ähnlich formuliert, hört oder liest man diesen Satz als Veganer ständig.

Erst gestern ging es mir wieder so. Wieso denn bloß?

Wieso denn bloß?

„Dass Kühe ständig Milch geben, ist doch absolut natürlich! Wenn die nicht gemolken werden, bekommen sie Schmerzen!“ – Habt Ihr diesen Satz auch schon mal zu hören bekommen?  Von einem erwachsenen Menschen? Ich werde das leider immer wieder gefragt.

Künstliche Besamung

Ich möchte zu meiner Mama!

Ich möchte zu meiner Mama!

Dass Kühe, genau wie wir Menschen, zu den Säugetieren zählen und sie somit nur Milch geben, wenn sie Kinder kriegen, scheint einem Großteil der Menschen nicht klar zu sein.

Egal, ob auf Biohöfen oder in Massenbetrieben: Kühe werden künstlich besamt, damit sie Milch geben. Dies geschieht natürlich gegen ihren Willen. Ist die Besamung erfolgreich, kommt rund 280 Tage später ein Kälbchen zur Welt, das, sobald es stehen kann, von der Mutter getrennt wird.

Trennung sofort nach der Geburt

Beide wissen nicht, was passiert und trauern heftig. Sie weinen, schreien, vermissen sich gegenseitig. In kleineren Biobetrieben oft nur durch die Stallwand voneinander getrennt, hört die Mutter ihr Kalb in seiner Aufzuchtbox trauern.

Trauriges Kälbchen

Trauriges Kälbchen

Auf der rechten Seite ein aktuelles Foto von einem Biobauernhof, die Fotografin möchte hier gerne anonym bleiben.

Kommentar der Fotografin: „Ein einsames Häuflein Elend. Und die Mutter steht angebunden im Stall und ruft nach ihrem Kind.“.

Dies alles ist nötig, damit erwachsene Menschen die Muttermilch des Kälbchens trinken können.

Direkt nach der Geburt werden die Kälber in Einzelboxen (Iglus) gebracht. Zitat von einer Seite für Kälberaufzucht im Internet: „Direkt nach der Geburt steht den Kälbern eine saubere, desinfizierte Einzelbox zur Verfügung, wo sie (im Anschluss an die Kolostrumperiode) mit Milchaustauscher, Kälberpellets und Luzerne versorgt werden. Die Boxen wurden so konstruiert, dass der/die Landwirt/in von der Seite Zugang zu den Kälbern hat ohne den eigentlichen Stall zu betreten. Letztendlich bilden gute Hygienemaßnahmen aber die Basis für ein reduziertes Auftreten von Krankheiten. Nach 14 Tagen, wenn die Kälber an Milchaustauscher, Kälberpellets und Luzerne gewöhnt sind, wechseln sie in die Gruppenhaltung mit Tränkeautomaten. Zugunsten der Forschung eignet sich der Tränkeautomat zur Verabreichung von zwei unterschiedlichen Milchaustauschern oder Tränkeplänen. Um der Verunreinigung des Futters vorzubeugen wird Rau- und Kraftfutter in einem Trog angeboten.“

Verwehrung der Muttermilch

Kalb unter extremem Stress

Kalb unter extremem Stress

Als ob die Trennung von der Mutter direkt nach der Geburt nicht schon schlimm genug wäre, wird den Kälbchen nun auch noch die Muttermilch verwehrt. So steht es auf der Seite eines Händlers für Kälbchenfütterungsmaschinen: „Wenn die Biestmilch direkt vom Muttertier an das Kalb verfüttert wird, ist – unabhängig von der Qualität – die Menge der Immunglobuline, die das Kalb erhält, vollständig dem Zufall überlassen. Dies wirkt sich wiederum auf die Lebensleistung als spätere Kuh aus.“

Die von der Milchindustrie als „Biestmilch“ oder auch „Kolostralmilch“ bezeichnete Muttermilch, wird, um die spätere Milchleistung des Kalbes zu erhöhen, zunächst von Menschenhand abgezapft, im Anschluss auf Nährstoffe untersucht, gegebenenfalls angereichert, in einigen Betrieben sogar pasteurisiert, in den meisten Fällen (außer es handelt sich um einen wirklich kleinen Betrieb), um eine stets gleichbleibende Qualität zu sichern und um Zeit zu sparen, eingefroren.

Männliche Tiere in den seltensten Fällen älter als ein Jahr

Die Kälber werden dann in der im Zitat oben sogenannten „Kolostralphase„, die in der Regel 3 Tage dauert, mit aufgetauter Milch gefüttert, die in den seltensten Fällen von der eigenen Mutter stammt. Im Anschluss folgt dann die Fütterung mit dem sogenannten „Milchaustauscher“

Iglus

Iglus

Handelt es sich um ein weibliches Kalb, blüht ihm das gleiche Schicksal, wie der Mutter und es wird im Alter von rund 18 Monaten das erste Mal gedeckt (Geschlechtsreife nach rund 9 Monaten), damit es Milch produziert, genau wie seine Mutter und deren Mutter.

Handelt es sich um ein männliches Tier, wird es in den meisten Fällen sein erstes Lebensjahr nicht vollenden, da es, nach langem Transport, als Kalbfleisch in einer Ladentheke endet. Nur sehr wenige, unkastrierte Bullen werden länger gehalten, sie müssen den Samen produzieren, der für die künstliche Befruchtung der Milchkühe durch den Tierarzt notwendig ist.

Eine Milchkuh produziert pro Laktationsperiode, also in der Zeit zwischen der Geburt des Kälbchens und dem sogenannten Trockenstellen (ca. 305 Tage) in EU-Ländern im Durchschnitt rund 6.700 kg, in den USA bis zu 9.750 kg pro Jahr (Wisconsin, Idaho).

Natürliches Euter einer 5-Jährigen Kuh (Auf einem Gnadenhof)

Für die Ernährung eines Kalbes sind 8 kg Milch pro Tag vollkommen ausreichend, die heutigen Hochleistungskühe schaffen 50 kg Milch pro Tag. Selbstverständlich gibt es rassenspezifische Schwankungen.

Rinder haben eine natürliche Lebenserwartung von 15-20 (maximal 30 Jahren), in der Milchindustrie werden sie, sobald ihre Milchleistung nachlässt, das bedeutet spätestens nach 4 – 6 Jahren, zur Schlachtbank geführt.

Kälbchen ersticken unter Qualen im getöteten Mutterleib

Rund 10 % dieser „ausgemusterten“ Kühe sind trächtig, einen detaillierten Artikel zu diesem Thema aus meiner Feder findet Ihr auf vegan-news.de: „Das Leid der Kühe und ihrer Kälbchen“. Nach dem leidvollen Transport zum Schlachthof werden die Kühe dort vor der Schlachtung mit dem Bolzenschussgerät betäubt, im Anschluss werden sie getötet, indem man ihnen die Kehle durchtrennt.

Das Kälbchen erstickt währenddessen in einem langandauernden, quälenden Prozess voller schmerzhafter Abwehrreaktionen im Mutterleib, denn die Betäubung mit dem Bolzenschussgerät hat nur auf die Mutter eine Wirkung.

Was hat sie verbrochen?

Was hat sie verbrochen?

Darüber, dass die Betäubung bei rund 4 – 9 % der Rinder mangelhaft ist (dies bestätigte eine Umfrage der Grünen), oder sogar gänzlich fehlt, berichtete ich vor kurzem in meinem Artikel „Blutige Zahlen“ hier im Blog. Welche grausamen Auswirkungen dies wiederum auf die Mutter und ihr ungeborenes Kind hat, kann sich wohl kein Mensch ausmalen.

Nein, es ist nicht natürlich, dass Menschen die Muttermilch anderer Lebewesen trinken. Wir haben uns weiterentwickelt. Die Evolution hat nicht nur dafür gesorgt, dass wir aufrecht gehen und einige von uns Autos und Mondraketen konstruieren können, sie hat auch dafür gesorgt, dass wir Prozesse automatisiert haben, die ganz klar nicht automatisiert gehören.

Heutige Milchindustrie nicht zu entschuldigen

Hat früher ein Bauer bei seiner Kuh, wenn sie ein Kind hatte, mal ein Bisschen Milch abgezweigt, war das auch schon unnatürlich, aber er wusste es einfach noch nicht anders, er tat es, um nicht zu verhungern und dies ist auch in keinster Weise mit der heutigen Milchindustrie vergleichbar und entschuldigt diese auch nicht.

Männliche Kälbchen warten auf den Schlachthof

Männliche Kälbchen warten auf den Schlachthof

So schrieb eine junge Landwirtin in einem Forum für Viehzucht, dass sie nicht mehr weiter wisse, die Kälbchen würden partout das Futter aus dem Tränkeimer nicht zu sich nehmen wollen, hier müsse doch ein Vitaminmangel vorliegen. Möglich ist das, das möchte ich bei aufgetauter Milch von einer fremden Kuh nicht bezweifeln, aber was hier viel schwerer wiegt, ist der Muttermangel.

In solchen Fällen kommt es übrigens zum sogenannten „Drenchen“: Die „saugunwilligen“ (so nennt es sich im Fachjargon, wenn ein Kalb nicht aus einem Plastikeuter trinken möchte) Kälber bekommen einen harten Schlauch bis in den Rachen geschoben, durch den ihnen zwangsweise 3 Liter „Biestmilch“ zugeführt werden.

Weder „Bio“ noch „Öko“ steht für glückliche Tiere

Männliche Jungtiere warten auf den Schlachthof

Männliche Jungtiere warten auf den Schlachthof

„Bio“ bedeutet übrigens in der Milchindustrie, bis auf die Stallgröße (einige Zentimeter mehr) und den nicht stattfindenden Einsatz von Antibiotika, keinen großen Unterschied. Die Kälbchen werden genauso von ihren Müttern getrennt. In Deutschland leben zurzeit 13 Millionen Rinder, lediglich 2,9 % davon sind Bio-Milchkühe.

Weder „Öko“ noch „Bio“ steht für glückliche Tiere, auch wenn das die landläufige Meinung ist und dies auch gerne mal verbreitet wird. Von „artgerechter Haltung“ kann auch auf Biohöfen keine Rede sein.  Für die Milchproduktion muss eine Bio-Kuh jedes Jahr ein Kalb austragen, was nach der Geburt passiert, gleicht dem oben beschriebenen Prozess, als „Nebenprodukt“ der Milchproduktion hat das Kalb keinen Anspruch auf die Milch seiner Mutter.

Weibliche Tierkinder in einem Milchkuhbetrieb

Weibliche Tierkinder in einem Milchkuhbetrieb

Einem Öko-Kälbchen bis 100 kg steht laut EG-Ökorichtlinien ein Lebensraum von insgesamt 2,6  Quadratmetern zu, die Fläche eines durchschnittlichen Kälbchen-Iglus. Ausgewachsene Öko-Milchkühen haben 10,5 Quadratmeter Platz.

Ein Drittel der Bio-Milchrinder leben in Anbindehaltung, außer Stehen und Liegen immer in die gleiche Richtung haben sie keine Möglichkeit, sich zu bewegen. Selbst im schönen grünen Süden Bayern leben in 900 Bio-Betrieben Milchkühe ganz legal angebunden im Stall.*

Grausame Enthornung und Leistungsdruck

Rund 50 % der Biorinder werden, genau wie ihre Artgenossen in den „Regulärbetrieben“ enthornt.* Die Enthornung ist ist für die Tiere ein extrem schmerzhafter Eingriff, da an dieser Stelle die Nervenenden zusammenlaufen. Da die Tiere in vielen Fällen durch die unnatürliche Haltung im Stall kein Sozialverhalten entwickeln können, steigt die Verletzungsgefahr durch ihre Hörner, weshalb die Prozedur auch heute noch durchgeführt wird.

Biokuh im Biostall biowahrheit.de

Biokuh im Biostall biowahrheit.de

Massentierhaltung findet auch auch auf Bio- und Ökobetrieben statt. Auch dort werden hohe „Bestandszahlen“ benötigt, um wirtschaftlich zu „produzieren“. Es handelt sich in den seltensten Fällen um kleine Höfe mit wenigen Tieren, zumeist werden, genau wie in den konventionellen Großbetrieben, hunderte oder sogar tausende Tiere gehalten.

Auch das Schlachten ist nicht weniger grausam, als in „normalen“ Betrieben, die Rinder werden mit dem Bolzenschussgerät betäubt, im Anschluss bekommen sie einen Schnitt durch die Kehle und bluten aus.

Durchgehender Nasenring und Viehsaugentwöhner

Durchgehender Nasenring und Viehsaugentwöhner

In Öko- wie in Regulärbetrieben kommen zudem Nasenringe und Saugstopp-Nasenringe zum Einsatz. Die Nase ist eine extrem empfindliche Stelle am Körper eines Rindes, es kommt nicht nur beim Einsatz zu starken Schmerzen. Die Nasenringe werden als Zwangsmaßnahme eingesetzt, um die Tiere in den Griff zu bekommen, wenn sie anfangen sich gegen die Enge, die Trennung und die Schmerzen zu wehren. Saugstoppringe werden eingesetzt, um den Kälbern den Zugang zur Milch zu verwehren und Färsen in der Gruppenhaltung vom gegenseitigen „besaugen“ abzuhalten.

Vegane Alternativen zur Kuhmilch

Angusrind Nr. 64135

Angusrind Nr. 64135

Übrigens enthält Sojamilch genauso wie Kuhmilch 120 mg Kalzium pro 100g. Um einen Liter davon herzustellen, benötigt man 100 Gramm getrocknete Sojabohnen. Sie werden für ca. 10 Stunden in Wasser eingeweicht, im Anschluss abgegossen und mit 330 ml Wasser püriert.

Dann kocht man 670 ml Wasser und rührt den Brei unter, nachdem das Ganze ca. 10 min geköchelt hat und abgekühlt ist, wird es mit einem sauberen Küchentuch und einer Schüssel gefiltert.  Eine saubere Sache, oder? Ach, und: Nussmilch lässt sich auch ganz leicht selber machen.

Angst

Angst

80 % der weltweiten Sojaernte werden zu Viehfutter verarbeitet, weitere Produkte, die aus Soja hergestellt werden sind z. B. Biodiesel, Kunststoffe, Kosmetika und Farben. 2 % werden für Lebensmittel verwendet. Hierzulande verkaufte Sojaprodukte (somit auch Tofu und Milch), stammen aus Deutschland und Österreich. Mehr zum Thema findet Ihr in meinem Artikel „Soja, Klimaschutz und ökologischer Fussabdruck„. Für die „Produktion“ eines Rindersteaks werden 4.000 Liter Wasser benötigt.

Was schmeckt besser im Kaffee?

Wer gerne ein paar Tipps haben möchte, welche Pflanzenmilch am besten im Kaffee schmeckt, welcher im Müsli und welcher als Kakao, welchen man am besten zum Kochen nimmt und welchen zum Backen, kann sich gerne bei einem von uns Veganern melden, wir freuen uns immer über freundliche, ernstgemeinte Fragen.

Es gibt unter anderem Sojamilch, Reismilch, Dinkelmilch, Hafermilch, Makadamiamilch, Haselnussmilch, Mandelmilch und Kokosmilch. Ich trinke meinen Kaffee am liebsten mit Reismilch oder Mandelmilch und liebe Müsli mit Kokosmilch.

EU-Sammelstelle Welden-Reutern kurz vor dem Transport nach Spanien

EU-Sammelstelle Welden-Reutern kurz vor dem Transport nach Spanien

Mandelmilch trinke ich auch gerne mal pur, sie ist übrigens ein ganz traditionelles Getränk, das bereits im Mittelalter bekannt war und sich von der Iberischen Halbinsel in Europa bis hin nach Ost-Asien ausbreitete. Sie war sowohl in christlichen, als auch in der islamischen Welt aufgrund ihrer pflanzlichen Herkunft als Fastenspeise sehr beliebt. In der Gegend von Neapel wurde sie zur unterstützenden Behandlung der Ruhr empfohlen, in mittelalterlichen Rezepten taucht sie immer wieder als Zutat auf. Auf Sizilien nennt man sie „Latte di Mandorla“, sie ist dort, wie auch in Kalabrien und Apulien ein typisches Getränk, auf Mallorca wird daraus das traditionelle Mandelsorbet hergestellt.

Ernsthafte Erkrankungen im Zusammenhang mit Milchkonsum

Unter anderem wurden schon Diabetes, Autismus und Schizophrenie, Multiple Sklerose und Krebs mit dem Konsum von Kuhmilch in Verbindung gebracht (Studien siehe unten unter dem Punkt „Links“).

Tierkinder auf dem Weg nach Spanien - später landen sie bei uns in der Kühltheke

Tierkinder auf dem Weg nach Spanien – später landen sie bei uns in der Kühltheke

Die Länder mit dem höchsten Milchkonsum weisen die höchsten Osteoporose-Raten auf, eine Studie der Harvard University meldet Zweifel an der Wirkung des Milchkalziums an. Getestet wurden 75.000 Frauen über einen Zeitraum von zwölf Jahren hinsichtlich des Effektes der Milch auf die Knochen. Die Knochen wurden nicht widerstandsfähiger, sondern wiesen sogar ein erhöhtes Bruchrisiko auf.

Dies erklärt sich durch die Übersäuerung des Körpers, der durch häufigen Milchkonsum ausgelöst wird. Der Körper entzieht zur Neutralisierung den Knochen das Kalzium, die Anfälligkeit für Osteoporose steigt.

Laktoseintoleranz und Prostatakrebs

Eingewachsener Nasenring

Eingewachsener Nasenring

Rund 75 % der Weltbevölkerung leidet unter Laktoseintoleranz (Variiert von 5% in nordeuropäischen Ländern, 15% in Deutschland, bis zu 71 % in Sizilien und 90% in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern). Milchprodukte weisen einen hohen Anteil an gesättigten Fetten auf, die das Risiko von Herzerkrankungen erhöhen. Es wurde zudem in Studien nachgewiesen,  dass eine zu hohe Kalziumaufnahme bei Männern zu einer höheren Anfälligkeit für Prostatakrebs führt, dies wurde in einer langfristig angelegten Untersuchung der Harvard-University nachgewiesen, an der 20.000 Männer teilnahmen. Bei den Männern, die mindestens zweimal am Tag Milch konsumierten, wurde ein um 34 % gesteigertes Prostatakrebsrisiko gegenüber denen, die keine Milch zu sich nahmen festgestellt.

Es hat seine Mutter nie gesehen und landet mit fünf Monaten hier- Im Schlachthof der Kälber

Es hat seine Mutter nie gesehen und landet mit fünf Monaten hier- Im Schlachthof der Kälber

Menschen sind die einzigen Lebewesen auf diesem Planeten, die nach der Muttermilch weiterhin Milch zu sich nehmen, die einer anderen Spezies.

Die Gesundheitsbehörden in Europa erlauben 400 Millionen Eiterzellen pro Liter Milch, man kann sich also ausrechnen, dass man mit einem Glas Milch auch eine ganze Menge Eiter mittrinkt.

Bilder vom Milchhof

Die folgenden Bilder hat Denise von „Augsburg is(s)t vegan“ auf einem Milchhof im Hochschwarzwald aufgenommen. Die Kälber waren noch nicht lange von ihren Müttern getrennt und die Mütter schrieen sehr laut nach ihren Kindern, sie standen nicht weit entfernt von den Kälbchen in einem Stall. Denn Kälbchen quollen vor Angst die Augen aus dem Kopf, was der Bauer lapidar abtat mit „Das ist der Stress“.

Die Mütter trugen Halsreifen, gegen die sich, ebenfalls mit vor Angst hervortretenden Augen, vergeblich versuchten zu wehren, während sie entsetzt nach ihren Kindern riefen. Denise erzählte mir, dass sie sehr erschüttert war, von der Beiläufigkeit, mit der die Aussagen des Landwirtes erfolgten.

Die Kälber in den Iglus waren alle für die Mast/den Schlachter vorgesehen, bevor sie zwei (!) Wochen alt sind, dürfen sie nicht transportiert werden.

Hier gehts zu Teil 6 des Artikels

 Links und Quellen:

  1. „Das Leid der Kühe und ihrer Kälbchen“ Anne Reis in Vegan News 03.09.2014
  2. „Blutige Zahlen“ Anne Reis 22.08.2014
  3. „Weltwassertag“ Peta
  4. One Green Planet
  5. Studie zum Zusammenhang von Milchkonsum und Multipler Sklerose
  6. Studie zum Zusammenhang von Milchkonsum und Autismus und Schizophrenie
  7. Studie zum Zusammenhang von Milchkonsum und Diabetes 
  8. Harvard-Studie zum Zusammenhang von Milchkonsum und Osteoporose
  9. Lactose intolerance
  10. Die Biowahrheit
  11. *Ökologische Haltungssysteme

Bilder:

Monika München, Denise Hof-Slapansky von Augsburg is(s)t vegan, biowahrheit.de und anonym – Danke an alle Fotografen/innen!

Inhaltsverzeichnis „10 Fakten über Veganismus“

  1. Soja, Klimaschutz und ökologischer Fußabdruck
  2. Ich war so müde!
  3. Blutige Zahlen
  4. Vitamin B12 – Mythos und Fakten
  5. Pflanzenmilch? Wieso denn bloß?
  6. Wolle? Das kann doch gar nicht so schlimm sein!
  7. Honig? Das ist jetzt aber wirklich übertrieben, oder?
  8. Fakepelz = Echtpelz
  9. Versteckte tierische Inhaltsstoffe in Lebensmitteln
  10. Ich bleib dabei! Vegan macht Spaß!

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