Der große Tag ist da! Zur Feier des Tages habe ich Überstunden eingelöst und das Büro früher verlassen. Wie der Fürst der Finsternis auf Reifen bin ich zur Packing-Station gefahren und habe mein Fach gelehrt. Die neue Muse-Platte „The 2nd Law“ ist da! 

Muse - The 2nd Law ist da!

Muse – The 2nd Law ist da!

Jetzt liegt sie im Player und ich genieße dieses geniale Werk in voller Lautstärke. Eines konnte ich sofort nach den ersten drei Songs sagen: Das Album ist großartig. Noch viel mehr, als ich mir versprochen hatte. Teilweise wieder sehr queenesk, stellenweise düster, dann wieder bunt, locker, viel weniger poppig als das letzte Werk. Die fliegende Gitarre in „Madness“: Das Schönste, was man aus den 80er-Jahren hervorkramen und völlig unverstaubt vortragen kann. Matthew Ballamys Gesang: Voller und wohlklingender als je zuvor.

„Panic Station“ kommt funky daher, Muse zeigen ganz neue Facetten ihrer sowieso schon immer glänzenden Figur. Ein Feuerwerk der verschiedensten Musikrichtungen, alle bis zur Perfektion ausgefüllt von den Artrockern aus Devon.

„Prelude“: Ein Gefühl, wie man es wohl sonst nur in der Oper erleben kann. Eine Prelude, wie man sie sich perfekter nicht ausmalen könnte.

„Survival“: Imposante Chorgesänge mischen sich in Matthews Klavierspiel, sein Gesang und die Gitarren steigen nach und nach ein und die Sonne geht auf. Ein monumentales Werk. Anders könnte man diesen Song nicht beschreiben. Eine Wohltat für die Ohren. Für Autofahrten in fremden Gefilden gänzlich ungeeignet.

„Follow me“ beginnt mit dem leicht verzerrten Gesang Belamys, der auf eine wunderbare Art erzählt, den Hörer mitnimmt auf eine Reise durch den Sternenhimmel der Gefühle. Selbst die hier zum Einsatz kommenden Trance-Elemente stören nicht. Sie wirbeln alles durcheinander und zeigen auf, was es für ein Unsinn ist, Musik in Schubladen einzuordnen.

„Animals“, mein Lieblingsstück bis jetzt, klingt wunderbar melodisch, geht unter die Haut, windet sich in den Gehörgang. Wieder diese wunderbar geschickt eingesetzte Gitarre, die in Teilen auch an vorhergehende Werke der Band wie „Newborn“ erinnert. Was wunderbar dazu passt: Die Spinettklänge im Hintergrund. Überraschend. Frisch. Spritzig.

Hört man „Explorers“, kann man sich einen sich öffnenden, samtigen Bühnenvorhang wunderbar vorstellen. Bellamys Stimme schmachtet, füllt den Raum, trägt das Stück. Geiger setzen ein, verleihen dem Song Flügel. Man wünscht sich, das live auf einer gigantischen Openair-Bühne zu hören. Am besten bei Sonnenuntergang. Der Text prägt sich sofort ein. Mann sollte sich nicht wundern, wenn man sich beim Hören im heimatlichen Wohnzimmer dabei ertappt, wie man sein Feuerzeug anzündet und es verträumt über dem Kopf durch die Luft tanzen lässt.

„Big Freeze“ kommt wieder etwas zappeliger daher, sehr schön ist der hier echoartig zum Einsatz kommende Chorgesang.

Bei „Save Me“ holen einen die Jungs wieder zurück auf den Teppich, um einen mit selbigen sogleich wieder abheben zu lassen. In Teilen wird man hier ein Wenig an die „High Hopes“ von Pink Floyd erinnert.  Was sehr schön in dieses bunte musikalische Spektakel passt.

„Liquid State“ kommt dann wieder brachialer daher, Gitarren über Bass-Amps, die durchaus ein Bisschen in Richtung Stoner-Rock gehen, der sich jedoch gleich wieder metamorph in andere Verwinkelungen der Musikstile entwickelt. Glamourös. Schwer zu beschreiben, die Musikkritiker an der Nase herumführend und dabei triumphierend.

„Unsustainable“ klingt, wie schon beschrieben dramatisch. Eine roboterhafte Stimme mischt sich immer wieder in eine Mischung aus Chören und Geigen. Durchaus tanzbar und gleichzeitig das wohl progressivste Stück auf der ganzen Platte.

Abgerundet wird dieses perfekt ausgefeilte Konzeptalbum von „Isolated Systems“, getragen von Synthesizer-Klängen und elektronischen Bässen.

Alles in allem kann ich nur sagen: Buy this Album! Für mich hat es  definitiv eine gute Chance, das „Album des Jahres“ in meinem Plattenschrank zu werden. Ich bin nun gespannt auf die mitgelieferte DVD und wünsche Euch allen viel Spaß beim Hören.

Hier sind für Euch nochmal Muse mit „Madness“:

M-m-m-m-m-mad-mad-mad 
M-m-m-m-m-mad-mad-mad 
M-m-m-m-m-mad-mad-mad 
M-m-m-m-m-mad-mad-mad 

I, I can’t get this memories out of my mind, 
It’s some kind of madness, is started to evolve 
I, I tried so hard to let you go 
But some kind of Madness is swallowing me whole 

I, I tried so hard to let you go 
But some kind of Madness is swallowing me whole 

I have finally seen the light 
And I have finally realized 
What you mean 

And know 
I need to know, is this real love? 
Or is it just Madness keeping us a float 
But when I look back at all the crazy fights we had 
It’s like some kind of Madness, was taking control 

And know I have finally seen the light 
And I have finally realized 
What you need 

M-m-m-m-m-m-mh 

M-m-m-m-m-mad-mad-mad 
M-m-m-m-m-mad-mad-mad 

And know I have finally seen the end 
(Finally seen the end) 
And I not expecting you to care 
(Expecting you to care) 
And I have finally seen the light 
(Finally seen the light) 
And I have finally realized 
I need your Love 
I need your Love 

Come to me, just in a dream 
Come on and rescue me 
Yes I know, I can’t be wrong 
And maybe all too have strong 
Our love is… 

M-m-m-m-m-mad-mad-mad 
M-m-m-m-m-mad-mad-mad 
Madness

Muse Wegweiser

  1. Muse stellen neue Single „Madness“ vor
  2. Muse – „Drones“ ist endlich da!