Gestern ist mir etwas passiert, was mir zuvor noch nie passiert ist und auch hoffentlich nicht mehr passieren wird. Trotzdem war es schön.

Eigentlich hatte ich geplant, mich gestern Abend mit ein paar Leuten auf der Dachterasse eines Parkhauses zu treffen, das ein Wirt mit Sand ausgelegt und mit Bars bestückt hat, damit man dort bei schöner Musik gepflegte Sommerabende mit Strandgefühl verbringen kann. Leider hat mir meine chaotische ‚Planung‘ dabei einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die Geschichte von der Dachterrasse

Die Geschichte von der Dachterrasse

Alles fing damit an, dass mein Bruder vor ca. 1/2 Jahr Konzertkarten für Mark Lanegan besorgt hatte. Natürlich war ich sofort Feuer und Flamme und habe mich auch die ganze Zeit wie ein Blechkuchen auf dieses besondere Konzert gefreut. Doch leider war es für mich noch so weit weg, dass ich überhaupt nicht mehr daran gedacht habe, dass es ja schon bald stattfinden könnte. Naja, ich hatte also eine ganze Menge Leute für heute Abend zusammengetrommelt und schon seit letzter Woche verrückt gemacht, dass ich mich UNBEDINGT mit ihnen auf besagter Dachterasse treffen müsse.

Gegen sechs rief mich dann mein Bruder an und fragte mich, wann wir denn losfahren würden. Ich fing sofort an, mich zu drehen, wie ein Brummkreisel. Kann man sich ja vorstellen. Und schließlich und endlich bin ich dann natürlich auch auf dem geplanten Konzert gelandet. (An dieser Stelle noch mal ein großes SORRY an alle lieben Dachterassenleute! Ich hoffe, Ihr hasst mich jetzt nicht allzu sehr und hattet trotz meiner Untreue einen ganz wundervollen Abend.)

Das Konzert war großartig. Im Vorprogramm spielte die belgische Band ‚Creature With The Atom Brain‚. Die Jungs haben im April ein neues Album (ihr Drittes +1 EP) veröffentlicht und sind nun zusammen mit Mark on Tour. Alle lauschten fast schon andächtig, als Mark Lanegan auf die Bühne kam. Der schlaksige Sänger wirkte wie immer ziemlich schüchtern, außer ‚Thank you‘ und ‚Good Night‘ hörte man nicht viele gesprochene Worte von ihm. Was aber auf keinen Fall störend war, hatte er doch einfach ALLES was es auf dieser Welt zu sagen gibt bereits durch seine wunderbaren Songs zum Ausdruck gebracht.

Besonders gut gefiel mir auch das Spiel des Creature With The Atom Brain Gitarristen Aldo Struyf (auch Mitglied der Band ‚Millionaire‘), der sich später als Multiinstrumentalist entpuppte, als er zusammen mit Mark wieder auf die Bühne kam und abwechselnd Keyboard und Gitarre spielte, manchmal auch beides gleichzeitig.  Hier sind meine Eindrücke des Abends für Euch. Entschuldigt bitte die schlecht Bildqualität, ich hatte nur eine Klickoflex dabei, aber ich wollte unbedingt vom Konzert berichten. Ich werde auch wieder bessere Konzertbilder machen, Indianerehrenwort.

Hier sind für Euch Creature With the Atom Brain mit ‚Mind Your Own God‘ von ihrem 2007er Album ‚I Am The Golden Gate Bridge‘

Und selbstverständlich habe ich auch von Mark Lenegan noch einen für Euch auf Lager: ‚The Gravedigger´s Song‘

Ach und weil es so schön ist und man es einfach hier nicht weglassen kann, hier noch ‚Hit The City‘

Das war´s jetzt aber für heute (eigentlich ist ja schon morgen) Gute Nacht und ♥lichen Dank für die Aufmerksamkeit.

Dieser Blogeintrag ist Caro, Milchkaffee, Tanja und Silva gewidmet.