Am Samstag, 15. August 2009 fand in Neu-Ulm auf dem Gelände der Wileys das erste Mal das Wiley Open Air statt.

Es war ein voller Erfolg. Bei Temperaturen über 30 Grad und strahlendem Sonnenschein fanden sich 15.000 Punk- und Rockfans auf dem Sportplatz des Geländes ein. Ab 14:00 war Einlass, um 16:00 startete das Festival dann mit dem Auftritt der Band HASSLIEBE, die den Auftritt bei einem Bandkontest gewonnen hatte. Die Band kam mit Lederhosen auf die Bühne und überraschte das Publikum sogar mit einigen bayerischen Texten. Mit einer fröhlichen Mischung aus deutschem Heavy-Rock und Ska sorgten sie für Stimmung. Der Fanclub der Band, war eigens mit einem Bus angereist.

Wiley Open Air

Wiley Open Air

Im Anschluss spielten dann die MAD CADDIES aus Solvang/Califonien. Ihre perfekte Fusion aus Ska-Punk mit Jazz- und Dixie-Elementen und Pop und Hardcore Punk brachte spätestens jetzt die Stimmung zum kochen.

Der Platz füllte sich mit Fans

So langsam füllte sich der Sportplatz mit Fans. Ein perfekter Ort für ein Festival dieser Art kann man sagen, vor der großen Bühne ein geteerter Platz, der links und rechts von flachen Hügeln gesäumt ist, auf denen man auch mal bequem sitzend die Bühne betrachten kann.

Nach einer kleinen Pause spielte die Band MESS, die dann gegen 19:00 von der Punk- und Hardcore-Band RISE AGAINST abgelöst wurde. Die Jungs aus Chicago, Illinois brachten mit ihren harten aber melodischen Stücken auch den letzen Barsteher und Wiesenhocker zum tanzen und mitrocken.

Gegen 20:00 war es dann soweit: Die TOTEN HOSEN, die Headliner des Tages betraten die Bühne. Gebannt warteten die Fans, als die beiden großen Flaggen mit dem Bandlogo der deutschen Kultpunkband auf beiden Seiten der Bühne hochgezogen wurden. Als die Pausenmusik auf der Bühne abgedreht wurde, gab es einen kurzen Moment fast andächtiger Stille, kurz bevor Campino und seine Mannen mit einem Knall auf die Bühne stürmten. Sie gaben ein energiegeladenes Set zum Besten. Natürlich gab es einiges vom neuen Hosen-Album „In aller Stille“ zu hören, aber auch alte Hits, wie „Hier kommt Alex“, bei denen alle Fans lauthalts mitsangen. Einem Fan machte Campino eine ganz besondere Freude, er holte ihn zu sich auf die Bühne und ließ ihn die zweite Strophe von „Paradies“ singen.

Ein wirklich tolles Festival, schönes Wetter, tolle Leute. Das Wiley Open Air sollte auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder stattfinden. Kleines Manko: Nächstes Jahr sollte es auf jeden Fall mehrere ausgeschilderte Wasserstellen geben. Auf dem ganzen Gelände gab es bei gefühlten 50 Grad in der Sonne und 15.000 Gästen nur einen Schlauch vor dem Sanitätszelt, an dem man sich kurz Erfrischung verschaffen konnte, was viele leider erst nach einem Aufenthalt im Sanitätszelt auffiel, nicht einmal die Securities vor Ort konnten einem sagen, ob abseits der Bierstände mit Mineralwasser zu 3,- noch eine Möglichkeit besteht, sich mit dem lebensspendenden Nass zu versorgen.

Doch diese kleine Sache muß man den Veranstaltern verzeihen. Das Festival steckt eben noch in den Kinderschuhen, und für das erste Mal war es wirklich toll organisiert!

Wiley Open Air 2010: Wir kommen!